Freitag, 29. November 2019

Vortragsplan für 2020. Prof. Biegel

Aufgrund Covid-Pandemie 04/2020 abgesagt:

Liebe Raabe-, Literatur- und Geschichtsfreunde,

mit unseren Eschershäuser Geschichtsvorträgen im Museum Raabehaus wollen wir zur Vermittlung von Wilhelm Raabe ebenso weiter beitragen, wie über unsere eigenen kulturhistorischen Forschungen berichten. Wichtiges Anliegen bleibt es für uns auch weiterhin, den Eschershäuser Kultur –und Heimatfreunde Anregungen zu geben, um Wilhelm Raabe, seine Zeit und seine Wirkungsgeschichte vertiefend kennenzulernen. Er ist der »große Sohn der kleinen Stadt« und mit seinem Werk weit über regionale Grenzen hinaus von Bedeutung. Das Museum Raabehaus in Eschershausen ist daher letztlich ein ernsthafter nationaler Kulturort, auf den es stets aufmerksam zu machen gilt, um Menschen für Raabe und für seine Geburtsstadt zu interessieren. 
Museum Raabehaus in Eschershausen Frontansicht.
Museum Raabehaus ca. 2012. G.Biegel
Aus Anlaß des 100. Geburtstags Raabes wurde am 9. September 1931 das Raabe-Denkmal in Eschershausen eingeweiht, das Wilhelm Raabe zeigt in einem geschlossenen Mantel und die Hände in den Manteltaschen vergraben. Das Denkmal ist eine Arbeit des Braunschweiger Bildhauers Karl Sagebiel und wurde am 9. September 1931 in Anwesenheit zahlreicher Honoratioren, darunter den Töchtern Raabes sowie einiger Enkel, eingeweiht. Im Jahre 1941 war der Bestand des Denkmals in Eschershausen bedroht. Die Engpässe in der Versorgung ließen einige Zeitgenossen ein ganz neues Interesse an der Raabe-Statue finden. Plötzlich rückte der Materialwert in den Mittelpunkt des Interesses und das Denkmal war vom Einschmelzen bedroht. Der Bürgermeister legte in einer Eingabe Beschwerde ein und betonte, daß »das Denkmal [...] eine Wallfahrtsstätte für die vielen Freunde des Dichters, die alljährlich das Weserbergland besuchen [sei]«. Auf einem Formular, das eine Stellungnahme der Gemeinde einforderte, hatte der Bürgermeister angekreuzt: »Das Denkmal soll erhalten bleiben, weil es – künstlerischen [...] – heimatlichen Wert hat«. Die Rubrik »politisch« hatte die Gemeinde gemäß der Vorgabe »Nichtzutreffendes ist durchzustreichen« gestrichen. Die Gemeinde und ihre Bürgerschaft kämpften um »ihren« Raabe und es bedarf auch heute wieder des Kampfes der Bürgerschaft, um die politischen Vertreter der Stadt an ihre Verantwortung zu erinnern, die heute offenbar leichter beiseitegeschoben werden kann, als 1941?

Hatte einst ein Bürger dieser Stadt ein Vermögen gestiftet, um das Raabehaus zu bewahren und museal zum Denkmal für Wilhelm Raabe zu machen, so scheint heutzutage der Kommerz die Kultur zu übertrumpfen und das Museum Raabehaus in seiner Existenz leichtfertig in Frage zu stellen. Daher müssen wir in Eschershausen die Verantwortlichen in der Stadt und Samtgemeinde daran erinnern, daß das Bekenntnis der Stadt und ihrer Bürger zu »Ihrem« Wilhelm Raabe selbst in schlimmsten Zeiten bewahrt wurde und sich mehr als 70 Jahre durchaus gelohnt hat. Dieses Vermächtnis darf nicht leichtfertig aufgegeben werden, denn Eschershausen war und muß bleiben die »Raabestadt Eschershausen«. Unsere Aktivitäten von Museum Raabehaus, Heimat –und Kulturverein, Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung, TU Braunschweig und Internationale Raabe-Gesellschaft e. V. sollen dazu beitragen, die Bedeutung Raabes zu vermitteln und auch zukünftig für Eschershausen zu werben.

Dazu hoffen wir auf Ihr Interesse und weiterhin eine rege Teilnahme an den Vorträgen der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V. und des Instituts für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung, TU Braunschweig im Raabemuseum Eschershausen, zu denen wir Sie alle herzlich einladen.
    Ihr                   
 
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel
Gründungsdirektor Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung, TU Braunschweig, Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V. und Ehrenmitglied des Heimat –und Kulturvereins Eschershausen e.V.


PROGRAMM 2020

Freitag, 24. April 2020, 18.00 Uhr Vortrag
»Nationaler Kulturort oder
Abstellkammer der Lokalgeschichte?«
Reflexionen des Raabepräsidenten zur Bedeutung des
Museums Raabehaus in Eschershausen.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

Freitag, 12. Juni 2020, 18.00 Uhr Vortrag
»Von Schritt zu Schritt wurde das Vergangene lebendig.«
Der Weserdistrikt als Wilhelm Raabes dominante
»Erinnerungslandschaft« – ein Ausflug in eine vergessene 
»Geschichtslandschaft« im Spiegel der Literatur.
 Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein

Freitag, 18. August 2020, 18.00 Uhr Vortrag
»Der verfluchte Jude.«
Raabes jüdische Welt – zusammenhangslose Ressentiments und reflektierende Rezeption.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

Sonntag, 6. September 2020, 16.00 Uhr (!!) Vortrag und Empfang
»Hätte Raabe mehr Kritik, so wäre er absolut Nummer eins.«
Raabe und Fontane – zwei historische Literaten, 
eine vergleichende Betrachtung.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein

Ende.

Mittwoch, 20. November 2019

Feierstunde 20 Jahre Raabehaus


Kleine Museen sind wichtig!


Als Wilhelm Raabe am 8. September 1831 in Eschershausen geboren wurde, konnte noch niemand ahnen, welche Bedeutung seine Person und sein Wirken für die Stadt einst haben würden. Heute gilt Raabe, sein Leben und Werk, sowie die Erinnerung an all das als identitätsstiftend für die einst kleines Stadt im Herzogtum Braunschweig, die sich heute selbstbewusst und mit großer Selbstverständlichkeit Raabestadt nennt. Einen großen Beitrag zur Erinnerungskultur leistet dabei das Geburtshaus Wilhelm Raabes, das seit Jahrzehnten als Erinnerungsstätte an einen der bedeutendsten Dichter des Landes dient.
Mit einer Feierstunde erinnerte jetzt der Heimat- und Kulturverein Eschershausen an die Neueröffnung des Museums Raabehaus vor 20 Jahren. Die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Ingrid Reuther, zugleich seit vielen Jahren auch Museumsleiterin im Raabehaus, konnte zahlreiche Gäste zu diesem kleinen, aber durchaus bedeutenden Jubiläum begrüßen. Bedeutend deshalb, weil es in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit ist, das gerade sehr kleine Museen weiterbestehen. Das jedenfalls ist der Tenor in den Grußworten der Vertreter von Rat und Verwaltung und dem beeindruckenden Festvortrag des Präsidenten der internationalen Raabegesellschaft, Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel, der eigens zur Feierstunde aus Braunschweig angereist war.
Eschershausens Stadtdirektor Jürgen Meyer würdigt zu Beginn der Feierstunde das große ehrenamtliche Engagement all derer, die zum Betrieb und Erhalt des Museum Raabehaus beitragen. Meyer erinnerte an den Um- und Ausbau des Hauses und betonte, dass es trotz großer finanzieller Schwierigkeiten gelungen sei, das Museum als solches zu erhalten. Dennoch könne der finanzielle Schwerpunkt der Stadt angesichts großer Herausforderungen beim Straßenbau und dem Hochwasserschutz aktuell nicht beim Museum liegen, so der Stadtdirektor weiter.
Gruppenbild der geehrten Damen und Herren und Rednern.
Gruppenbild. Ausriss TAH 19.NOV.2019.
Wohltuender hingegen die Worte des Bürgermeisters. Hermann Gruppe ließ den Rotstift in der Tasche und verteilte stattdessen Lob an den Verein für seine Bemühungen, den Menschen Raabe näherzubringen. Einen großen Blumenstrauß obendrauf gab es für Ingrid Reuther. Sie neige dazu, Lob und Anerkennung vorwiegend über ihre Mitstreiter auszuschütten. Doch im Grunde sei immer sie es, die vorweg geht, so der Bürgermeister anerkennend. 
Blumenstrauß für Ingrid Reuther.
Ingrid Reuther hier mit Blumen geehrt. ML
Im Anschluss war es dann Professor Biegel, das Leben Wilhelm Raabes und die Geschichte des Raabehauses näher zu beleuchten. Dabei holte Biegel, so darf man es wohl nennen, zu einem Rundumschlag gegen Sparmaßnahmen im Kultur- und Bildungsbereich aus und brach dabei eine Lanze für den Erhalt auch noch so kleiner Museen. „Museen, ob groß oder klein waren und sind Wissenschaftseinrichtungen und Bildungsinstitute mit einem zentralen Bildungsauftrag“, so der Präsident der internationalen Raabegesellschaft. „Ohne die museale Bildungsarbeit droht der Verlust des Wissens um die Geschichte und damit der wichtigsten Voraussetzungen unserer kulturellen und gesellschaftlichen Identität“ so Biegel weiter.
Biegel betonte, dass das Raabehaus in der Gegenwart einen wichtigen Beitrag zur Rezeption von Leben und Werk Wilhelm Raabes leistet. „Es zählt zu den bedeutendsten literarischen Museen in Niedersachsen“, so Biegel. Mit Blick auf den Dichter Raabe ist er sicher: „Was Theodor Fontane für Brandenburg war und ist, bedeutet Wilhelm Raabe für Niedersachsen.“ Dabei sei Raabe aktuell. Mit seinem Roman “Pfisters Mühle“ war er der Erste, der auf die ökologischen Gefahren der Umweltverschmutzung hingewiesen hatte, und mit seiner Version von den „Vereinigten Staaten von Europa“ in „Abu Telfan“ gewinnt er gerade in unserer Zeit weitere Aktualität, betont Biegel. Deshalb seine Forderung, dass das Geburtshaus in Eschershausen, das eine angemessene Stätte zur musealen Würdigung von Leben und Werk Wilhelm Raabes darstellt, auch als solche erhalten bleiben muss.
Im Rahmen der Feierstunde kam es dann noch zu besonderen Würdigungen und Ehrungen. Anne Gömann und das Ehepaar Hertha und Bernhard Wolff konnten Präsente und Blumen für ihr langes, ehrenamtliches Engagement im Verein entgegennehmen. Eine besondere Ehrung wurde an diesem Tag Prof. Dr. Biegel zuteil. Er wurde zum Ehrenmitglied des Heimat- und Kulturvereins ernannt und konnte aus den Händen des Geschäftsführers Ralph Meyer eine stattliche Urkunde entgegennehmen. 

Prof. Biegel jetzt Ehrenmitglied.
Ehrung für jahrelanges Engagement.
Mit einem gemeinsamen Imbiss klang die Feierstunde zum Jubiläum aus. 
Die musikalischen Untermalung des Abends gestalteten Sabine Kaufmann (Flöte) und Martin Zingerling (Klavier).

Text und Foto: Jürgen Bommer. Täglicher Anzeiger Holzminden.



Hier ein sehens- und hörenswerter Mitschnitt, denn die Festrede eröffnete Prof. Biegel mit einer Attacke.


Ende.

Donnerstag, 7. November 2019

Der Umweltroman - wer hat's erfunden?


Die RÖMER hatten bei ihrer Metallgewinnung 


ganze Berglandschaften verwüstet – was auch damals schon Niederschrift fand. GOETHE wies aufgrund seiner Bergbauerfahrung z.B. im Harz darauf hin, dass die Menschheit wohl in 150 Jahren erledigt sei, wenn man die Umwelt weiter so behandeln würde. Angeregt durch eigene Erfahrungen und Beobachtungen in der Welt hat Wilhelm Raabe das Thema literarisch verarbeitet.


Zuerst in Abu Telfan 1865/1867, Kapitel 7, beim Anblick der Katzenmühle:
Den Bach hat der Teufel geholt, – wollt‘ ich sagen das 19. Jahrhundert, und es ist ein Jammer und Schaden um seine Forellen … oben im Lande war bereits der Grund zu den Fabriken gelegt, welche den Bach fraßen“.

Räuber im Ökotop - die Forelle.
Regenbogenforelle. Wikipedia, gemeinfreies Bild.
Zum anderen wurde Raabe angeregt durch den Gerichtsprozess, der die Grundlage des Romans „Pfisters Mühle“ von 1884 ist. 
Der Roman "Pfisters Mühle" ist harte Lesekost und nicht für den schnellen Romanleser. Beim Lesen wird er auch nicht besser, wenn man dabei schon auf das Ende schielt. Wenn Sie gleich von Anfang an analytisch herangehen, bleiben Ihnen Ächz-Emotionen erspart. 😈

Zu den Begleitumständen von Pfisters Mühle siehe auch:
Raabe-Kalender 1948, S. 70. Wie Pfisters Mühle entstand. Ernst-August Roloff.

Es finden sich aber immer wieder einzelne Sätze in den anderen Romanenselbst noch im letzten Werk „Altershausen.“

Hören Sie zu Raabe allgemein und zu seiner Pioniertat im Besonderen einen 20 minütigen Radiobeitrag vom Bayern Radio vom 28. Mai 2015.


Ende.

Montag, 4. November 2019

„Federansetzungstag“ und Todestag von Wilhelm Raabe


Am 15. November 1854 

nimmt das Leben des gerade einmal 23-jährigen Wilhelm Raabe eine bedeutungsvolle Wendung. Vom Sommersemester 1854 bis zum Wintersemester 1855/56 besuchte Wilhelm Raabe als Gasthörer die Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin. Wie die Testate seiner Professoren belegen, besuchte er gewissenhaft Vorlesungen zur Literatur- und Kulturgeschichte, Kunstgeschichte und Ästhetik. Die Vorlesungen ergänzte ein eifriger Besuch der Museen, in denen er ganze Tage zubrachte. 

In diese Zeit fiel der Beginn der Arbeit an der „Chronik der Sperlingsgasse“. Raabe will am 15. November 1854 mit der Niederschrift begonnen haben: „Ich hatte mir das gelbe Papier aus einer leeren Zigarrenkiste herausgerissen, darauf habe ich die Sperlingsgasse begonnen“. 

Raabe selbst hat die Rede von seiner Berufung zum Dichter mit der Stilisierung des „Federansetzungstages“ gefördert; seine Verehrer haben diesen Mythos bis in die Gegenwart gepflegt. 

Wie es die Ironie des Schicksals will, stirbt Raabe genau am 56. Jahrestag dieses Ereignisses, nämlich am 15. November 1910, nach längerer Krankheit in Braunschweig. 

Die Wirkung seiner rund 70 Romane, Erzählungen, Novellen hält bis heute an. Wer noch mehr über Wilhelm Raabe und sein Werk „Die Chronik der Sperlingsgasse“ wissen möchte, ist im Raabe Museum gern gesehen.

Ausriss aus dem TAH vom 4. November 2019.

Ende.

Sonntag, 27. Oktober 2019

Stadtführung durch das Raabemuseum


Wilfried Lenke, Gästeführer im Weserbergland, 


war im Rahmen einer Stadtführung mit einer Gruppe im Geburtshaus des Dichters Wilhelm Raabe in Eschershausen zu Gast. Die Leiterin des Raabe-Hauses, Ingrid Reuther, präsentierte den Gästen die ehemalige Wohnung der Familie Raabe und gewährte einen Blick in den Garten. Die Besucher waren beeindruckt von ihren Ausführungen und konnten mit vielen Eindrücken auf ihre weitere Entdeckungstour durch die Stadt gehen. 
Wilfried Lenke mit Besuchern im Raabemuseum.
Die erste Besuchergruppe der neuen Stadtführung 2019.
W. Lenke erste Reihe kniend. Foto Reuther.
Weitere Stationen der interessanten Stadtführung waren unter anderem der Stadtberg sowie die Kirche St. Martin, in der Pastor a. d. Dörrie ebenfalls interessante Erläuterungen zur Geschichte des Gotteshauses geben konnte.

Text und Bild: Ingrid Reuther, Reinking TAH.

Ende.

Dienstag, 15. Oktober 2019

Ein Vierteljahrhundert Präsident und Geschäftsführung

Ein Vierteljahrhundert 

steht Gerd Biegel bereits der Internationalen Raabe-Gesellschaft vor, und es werden mindestens drei weitere Jahre hinzukommen.
Geschäftsführerin Angela Klein, auch seit 25 Jahren im Amt, wurde ebenfalls wieder gewählt.

Hier der Bericht im Online Magazin "Der Löwe".


TAH Ausriss vom 1.NOV.2019, Text: r.
Die diesjährige Tagung der Internationalen Raabe-Gesellschaft bot insgesamt neun Vorträge, gehalten von Wissenschaftlern aus der Schweiz, den USA und aus Deutschland. Ziel war es, einen kleinen Überblick über aktuelle Tendenzen der Raabeforschung zu liefern und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Dahinter stand die Frage, was eigentlich aus Raabe und seinem Werk wird, wenn es immer wieder durch andere „Brillen“, so ein Schlagwort der Tagung, gesehen wir – ob Raabe dabei zu einem „Gerücht“ wird oder ob nicht doch so etwas wie ein stabiler Kern bestehen bleibt. Es schien Letzteres der Fall zu sein: Bei aller Verschiedenheit der Zugriffe standen immer wieder die Uneindeutigkeiten, stand das Komplexe, das schwer in den Griff zu Bekommende der Raabeschen Texte im Zentrum, ihr exzentrischer Realismus also, der schon vorausweist in die Moderne und doch noch eingebunden bleibt in die Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts.
Mit einem Plädoyer dafür, solche Textexegesen durch konkret materielle Archivdinge zu ergänzen, wurden Auszüge aus Briefen und Tagebüchern präsentiert, die unter anderem Aufschluss über das Zustandekommen des bekannten Raabe-Porträts von Wilhelm Immenkamp gaben.
Im Anschluss an die wissenschaftliche Tagung fand die Mitgliederversammlung der Internationalen Raabe-Gesellschaft statt, die ohne größere Diskussionen verlaufen ist. Professor Biegel, der seit 25 Jahren das Amt des Vorsitzenden inne hat und damit auch der am längsten amtierende Präsident der Gesellschaft ist, wurde bei der Neuwahl des Vorstandes einstimmig für drei Jahre wiedergewählt. Dr. Angela Klein bleibt Geschäftsführerin und als neue Vizepräsidentin haben die Mitglieder Dr. Madleen Podewski einstimmig berufen.

Ende.

Montag, 7. Oktober 2019

20 Jahre Raabe Museum in Eschershausen

Frau Reuther informiert.
Ausriss TAH 5. Oktober 2019
Ende.

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Deutsche Bücherei Leipzig


Am 3. Oktober 1912 wurde das Gebäude für die Deutsche Bücherei in Leipzig eröffnet.
Hübsche Frontseite im Sonnenlicht
In Leipzig 1912 eröffnet. ML 2019.
Massige Anbauten geben sich bedeutungsvoll.
Wuchtig und doch feingliedrig. ML 2019.

Gegründet wurde Sie in der Buchstadt Leipzig bereits 1884 als Deutsches Buchgewerbe-Museum und trotz aller Verluste und Veränderungen gilt das Museum als das älteste und nach Umfang und Qualität seiner Bestände als eines der bedeutendsten Buchmuseen weltweit.
Damals wurde mit Stil gelesen:
Vergoldet und stilsicher.
Verheißungsvoller Eintritt. ML 2019.

Das außen angebrachte Motto:

Körper und Stimme
leiht die Schrift dem
stummen Gedanken.
Durch der
Jahrhunderte Strom
trägt ihn
das redende Blatt.

Freie Statt
für freies Wort.
Freier Forschung
sicherer Port.
Reiner Wahrheit
Schutz und Hort.

Konträr dazu wurde – zwei Jahre nach Kriegsausbruch – 1916 eine Militärzensurstelle für die Genehmigung und Kontrolle bei der Einfuhr von Büchern, Ansichtskarten und sonstigen Druckerzeugnisse in das Gebiet des Oberbefehlshabers der gesamten deutschen Streitkräfte im Osten (Ober Ost) eingerichtet.
Eingangsschild Lesesaal.
Stilvoll wurden keine Kosten gescheut. ML 2019.

Uhr und herrliche Einrahmung machen aus dem Türeingang ein Ganzes.
Selbst ein Lagereingang wurde geschmückt.
ML 2019.

Reliefarbeit.
Gold geht immer. ML 2019.

Wandschmuck in höchster Qualität.
Das korrespondierende Relief auf der anderen Türseite. ML 2019.


100 Jahre nach der Einweihung wurde 2012 ein neuer Erweiterungsbau eröffnet, der den Bildungsauftrag vorbildlich erfüllt.
Modern und zweckmäßig.
Der Erweiterungsbau als liegendes Buch gibt innen viel Platz.
In Summe hat die Bibo acht Lesesäle. ML2019

Verbindungstreppe Alt- Neubau.
Auch hier wurden keine Kosten gescheut.
Wer hier wohl putzen darf? ML2019.











→ Ein Besuch vor Ort mit seinen authentischen Objekten und der Möglichkeit für echtes Lernen und Erkennen ist höchst empfehlenswert.
Zur Einstimmung: www.dnb.de









Ende.

Mittwoch, 25. September 2019

Norbert Scheuer erhält den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2019

Der mit 30.000 Euro dotierte Wilhelm Raabe-Literaturpreis, gestiftet von der Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk, geht an Norbert Scheuer für sein Buch „Winterbienen“ (erschienen 2019 im Verlag C.H.Beck).

Der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Ulrich Markurth, und Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue stimmten dem Vorschlag der Jury zu. 
Die Jury des Wilhelm Raabe-Literaturpreises, die am 23. September tagte, setzt sich in diesem Jahr zusammen aus Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel (Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.), Alexander Cammann (DIE ZEIT), Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin), Dr. Anja Hesse (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig), Katrin Hillgruber (freie Journalistin), Marie Schmidt (Süddeutsche Zeitung), Dr. Michael Schmitt (3sat), Prof. Dr. Renate Stauf (Germanistisches Institut TU Braunschweig), Dr. Hubert Winkels (Deutschlandfunk).

Die Begründung der Jury lautet: 
Alle Dinge dieser Welt sind einander ähnlich. Das Kleinste korrespondiert mit dem Größten, und noch im Kontrast steckt Verwandtschaft. Nikolaus von Kues ist einer der Philosophen, die diese Einsicht durch die Zeiten getragen haben. Bis heute und bis nach Kall in der Eifel, wo der Schriftsteller Norbert Scheuer lebt. Er hat seinen kleinen Eifelort in bisher acht Romanen zum Spiegel der Welt gemacht, und in jedem seiner Bücher das lokale Kleine zum Gegenstand höchster Aufmerksamkeit gesteigert. Damit hat er zugleich einen großen metaphorischen Raum geöffnet. In seinem Roman „Winterbienen“ leisten dies eben jene in unserer Gegenwart über alles geschätzten, ja geradezu verehrten Insekten, die zu Tausenden einen gemeinsamen Körper bilden.

Der Roman spielt in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs, und mit den summenden Bienen auf den Wiesen an der Urft kontrastieren und korrespondieren die alliierten Jagdflugzeuge am westlichen Himmel. Egidius Arimond ist Epileptiker, der versucht, sich mit Medikamenten ruhig zu halten. Dabei ist es doch die kriegerische Außenwelt, die in konvulsivischen Zuckungen tobt. Ohne Aufhebens rettet er jüdische Mitmenschen vor dem Tod, mit Hilfe seiner Bienenvölker.

In „Winterbienen“ erreicht Norbert Scheuer eine äußerste Nähe von symbolischem Zeichen und konkreter Realität. In der Form des Tagebuchs findet er zu einer Kompaktheit der Darstellung und einer Gelassenheit der Schreibweise, die jedes Unheil in der Welt überführt in eine neue ästhetische Ordnung. Das macht ihn zu einem einzigartigen realistischen Erzähler unserer Zeit, zu einem poetisch-realistischen Erzähler auch in der Tradition Wilhelm Raabes.“ 

Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue, überreichen Norbert Scheuer den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2019 am 3. November im Rahmen eines Matinee-Festaktes im Kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters. Der Preisträger wird auch bei der Langen Nacht der Literatur am 2. November lesen, ebenfalls im Kleinen Haus des Staatstheaters. Karten für diese Veranstaltung sind an den Kassen des Staatstheaters erhältlich. 
Mit der Verleihung dieses Preises zeichnen die Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk jährlich ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Werk aus. Mit der Auszeichnung soll exemplarisch das bis zum Zeitpunkt der Preisverleihung publizierte literarische Schaffen gewürdigt werden. Ein neues Buch des Preisträgers muss im laufenden Kalenderjahr der jeweils aktuellen Vergabe erschienen sein.   

Zu den bisherigen Preisträgern gehören Rainald Goetz, Jochen Missfeldt, Ralf Rothmann, Wolf Haas, Katja Lange-Müller, Andreas Maier, Sibylle Lewitscharoff, Christian Kracht, Marion Poschmann, Thomas Hettche und Clemens J. Setz, Heinz Strunk, Petra Morsbach und Judith Schalansky.

Auszug aus der Rundmail der Stadt Braunschweig, Fachbereich Kultur und Wissenschaft
Abteilung Literatur und Musik, Raabe-Haus:Literaturzentrum Braunschweig
Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig Tel.: (0531) 70 189 317
 Standort des Raabe-Hauses: Leonhardstraße 29a, 38102 Braunschweig

Ende.

Donnerstag, 19. September 2019

Fonts for Freedom.


Schriftarten verbotener Zeitungen werden zu Symbolen der Pressefreiheit.

Das Verbot von Verlagen und Zeitungen beschneidet die Meinungs- und Pressefreiheit als kostbares Gut der Demokratie. Allein im Jahr 2018 wurden weltweit hunderte Journalistinnen und Journalisten verhaftet. Ebenso viele Medienorganisationen und Zeitungen wurden zensiert oder geschlossen. Dieses Verhalten gegenüber der „vierten Gewalt“ wurde auch ins Internet übertragen, so z.B. durch tägliches punktuelles blockieren von Beiträgen. Praktisch wurden journalistische Menschen auch einfach dauerhaft mundtot gemacht, also ermordet. Genauso häufig werden bei kritischer Berichterstattung Verleumdungsklagen gestartet oder Gefängnisstrafen erlassen (auch lebenslänglich: Ahmed Altan) unter dem Vorwand von Drogenbesitz, Steuerhinterziehung, Anstachlung zum Hass, Terrorvorwürfe, Propaganda für Feinde oder gegen die Regierung, für „unwahre“ Behauptungen (ohne gerichtsfeste Gegenbeweise), Beamtenbeleidigung, usw. Auch werden „schwarze“ Namenslisten unliebsamer Journalisten in Umlauf gebracht, Familienangehörige verfolgt, Gewaltandrohung, Zeitungen durch Geldstrafen finanziell unter Druck gesetzt, Lizenzen verweigert, Druckereien verweigern den Druck, Verleger werden durch den Machthabern genehme Personen ausgetauscht, Gesetze zur Pressefreiheit werden beschnitten.
Stets ist das Ziel, die Medienlandschaft unter Kontrolle zu bringen.

Da mit geschlossenen oder verbotenen Zeitungen auch deren Macher und Mitarbeiter verschwinden, gibt es in der Regel auch keine Möglichkeit mehr, an die Hausschriftarten zu gelangen. Aus diesem Grund hat man diese Zeitungen gescannt, die jeweilige Typografie ihrer Schriftart (Font) detailgetreu rekonstruiert und dokumentiert – die Fonts for Freedom.
Es sind dies Zeitungen aus der Türkei, aus Tansania, Vietnam, Kambodscha, Aserbaidschan, Ungarn, Russland:
Özgür Gündem – kurdische Zeitung, gegründet 1992, 2016 geschlossen.
AZADLIQ – aserbaidschanische Zeitung, gegründet 1989, 2016 geschlossen.
tuoitré – Vietnam, gegründet 1970iger, Juli 2018 geschlossen, Oktober 2018 wiedereröffnet.
MAWIO – tansanische Zeitung, 2016 geschlossen.
The CAMBODIA DAILY – kambodschanische Zeitung, gegründet 1993, 2017 geschlossen.
Taraf – türkische Zeitung, gegründet 2007, 2016 geschlossen.
Magyar Nemzet – ungarische Tageszeitung, gegründet 1938, 2018 geschlossen.
NÉPSZABADSÁG – ungarische Tageszeitung, gegründet 1956, 2016 geschlossen.
Hoble KOЛЁCA (Novye Kolesa) – russische Wochenz., gegr. 1995, 2018 geschlossen.
Verbotene Zeitungen und deren Typografen - frei verfügbar.
Verbotene Zeitungen.
Damit diese Zeitungen nicht in Vergessenheit geraten, können Sie auf https://fonts-for-freedom.com/ diese Schriftarten kostenlos herunterladen und nutzen. So werden diese mit jeder Verwendung zu weltweiten Symbolen der Pressefreiheit.

Bei der Verleihung des Gutenberg-Preis 2019 für diese Aktion von Reporter-ohne-Grenzen hieß es:
Wenn das öffentliche Wort verboten wird, ist die Freiheit in Gefahr!

Ende.

Donnerstag, 12. September 2019

Die eingekürzte Liste für den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2019

Die Shortlist für den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2019,

der am Sonntag, 3. November, im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig verliehen wird, steht fest. Drei Autorinnen und vier Autoren sind mit ihren Werken nominiert:

Norbert Gstrein: Als ich jung war --- Carl Hanser Verlag, 2019
Judith Kuckart: Kein Sturm, nur Wetter --- DuMont Buchverlag, 2019
Terézia Mora: Auf dem Seil --- Luchterhand Literaturverlag, 2019
Norbert Scheuer: Winterbienen --- Verlag C.H.Beck, 2019
Saša Stanišić: Herkunft --- Luchterhand Literaturverlag, 2019
Jackie Thomae: Brüder --- Hanser Berlin, 2019
David Wagner: Der vergessliche Riese --- Rowohlt Verlag, 2019

Mit 30.000 Euro Preisgeld gehört der Wilhelm Raabe-Literaturpreis zu den bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Der Preis wird von den Kooperationspartnern Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig vergeben. Jedes Jahr wird mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Werk gewürdigt. Alleiniges Vorschlagsrecht obliegt der Jury, die jedes Jahr neu berufen wird. 

Die Jury des Wilhelm Raabe-Literaturpreises besteht aus neun Personen und setzt sich in diesem Jahr zusammen aus Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel (Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.), Alexander Cammann (DIE ZEIT), Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin), Dr. Anja Hesse (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig), Katrin Hillgruber (freie Journalistin), Marie Schmidt (Süddeutsche Zeitung), Dr. Michael Schmitt (3sat), Prof. Dr. Renate Stauf (Germanistisches Institut, TU Braunschweig) und Dr. Hubert Winkels (Deutschlandfunk).   

Deutschlandfunk wird den Festakt und eine Lesung des Preisträgers mit anschließendem Gespräch am 30. November von 20.05 bis 22.00 Uhr senden. Auf dem Digitalkanal „Dlf Dokumente und Debatten“ ist der komplette Festakt am 3. November ab 11.00 Uhr sowie ein fünfstündiges Literaturprogramm am Vorabend ab 19.00 Uhr live zu hören.   

Weitere Informationen unter der Telefonnummer (05 31) 70 75 834.
Kopiert aus: Newsletter Stadt Braunschweig, Fachbereich Kultur und Wissenschaft
Abteilung Literatur und Musik, Raabe-Haus:Literaturzentrum Braunschweig
Ende.

Dienstag, 10. September 2019

Raabes Geburtstagsstrauß 2019

Auch in diesem Jahr hat die Raabe-Gesellschaft Eschershausen dem Geburtstag des Schriftstellers am 8. September gewürdigt und ein helles, heiteres Blumenarrangement abgelegt.
Raabe Denkmal mit Blumenschmuck zur Füßen.
Wilhelm Raabe Denkmal. ML, 2019.
So geschmückt kann der Herbst kommen.
Ende.

Freitag, 6. September 2019

Freude durch das Schöne


Zu Raabes siebzigsten Geburtstag gab Rektor und Senat der Herzoglichen 
TECHNISCHEN HOCHSCHULE Carolo-Wilhelmina BRAUNSCHWEIG eine Grußadresse heraus, in welcher Technik und schöne Literatur als einander ergänzende Bausteine für den menschlichen Werdegang hervorgehoben werden. Der Text wurde maßgeblich formuliert vom Dozenten Richard Elster und überreicht am 8. September 1901 von Rektor Prof. Dr. Heinrich Beckurts, beides große Raabefreunde.

„…regt sich der Durst nach Schönheit und wahrer Lebensfreude, und wieder wendet sich das sehnsüchtige Gemüt dem Dichter zu, der berufen ist, den Sinn für die idealen Werte des Daseins zu wecken und das Lebensgefühl zu steigern und zu erhöhen.
Erhöhung des Lebensgefühles ist das Ziel, dem auch die Wissenschaft, insbesondere die technische zustrebt, aber sie vermag nur die Waffen für den äußeren Kampf des Lebens zu bieten; nur dem Dichter, dem Künstler ist es beschieden, durch den Zauber der Schönheit die tiefsten Kräfte unserer Seele: den Glauben an das Gute und die Liebe zum Leben zu entfesseln, und dadurch in uns selbst das geistige Rüstzeug gegen das Leid und die dunklen Mächte des Daseins zu schaffen, die uns hindern möchten, in einem Leben der Arbeit und Liebe das höchste Erdenziel zu erreichen: eine Persönlichkeit zu werden...“

Wilhelm Raabe Kalender, 1948
Gesellschaft der Freunde Wilhelm Raabes
Ernst-August Roloff, 2. Jahrgang
Verlag Deutsche Volksbücherei Goslar

ENDE

Montag, 26. August 2019

Termine: offenes Denkmal & 20 Jahre Museum


Tag des offenen Denkmals – 188. Geburtstag Wilhelm Raabe

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert seit 1993 den Tag des offenen Denkmals in ganz Deutschland. Er ist seit 26 Jahren eine eingetragene und geschützte Marke.
Gleichzeitig am 08. September feiert das Museum Raabe Haus in Eschershausen den 188. Geburtstag von Wilhelm Raabe.
Motto des Tages: Raabes Umwelt-Roman „Pfisters Mühle“ – eine Betrachtung zum 188. Geburtstag. Raabe gehört zu den ersten, der die negativen Auswirkungen des Industrialisierungsprozesses auf die Umwelt beschreibt. Für Kinder gibt es ein Suchspiel „Auf Rabenjagd“.
Das Museum Raabe Haus lädt zum diesjährigen Tag des Denkmals am Sonntag, 08. September bei freiem Eintritt von 14-bis 18 Uhr ein.

1999-2019 - 20 Jahre Raabe Museum – nach der Umgestaltung.

Nach der Umgestaltung des Museums, an der Prof. Gerd Biegel maßgeblichen Anteil hatte, soll dieses kleine Jubiläum am Samstag, 16. November 2019, in der Aula der Wilhelm Raabe Schule gefeiert werden.
Ingrid Reuther
-ENDE-

Donnerstag, 8. August 2019

The Odin Field

Vermutlich befindet sich die einzige englischsprachige Ausgabe von Wilhelm Raabes "Das Odfeld" in Eschershausen im Besitz von Raabe Liebhaber Lothar Kaese - hier beim Studieren des Werkes.
THE ODIN FIELD.
Im Studierzimmer. 2019, ML.


Die Übersetzung von Michael Ritterson wurde im Jahr 2001 vom renommierten Camden House Verlag herausgebracht.

Ebenso wie im deutschen Text beginnt das Werk mit Großvater Raabes Überlegung:


"Thus it has always been Germany's fate that its inhabitants, transported by their sense of valor, took part in every war; or that this land itself became the scene of bloody encounters; that when a dispute arose on the distant Orinoco it had to be resolved in Germany, or Canada conquered on our soil.
- Holzmindisches Wochenblatt, No. 45, November 10, 1787."


"So ist es also das Schicksal Deutschlands immer gewesen, daß seine Bewohner, durch das Gefühl ihrer Tapferkeit hingerissen, an allen Kriegen teilnahmen; oder daß es selbst der Schauplatz blutiger Auftritte war. Daß, wenn über die Grenzen am Oronoco Zwist entstand, er in Deutschland mußte ausgemacht, Canada auf unserm Boden erobert werden.
(Holzmindisches Wochenblatt, 45. Stück, den 10. November 1787)."


Damals war noch frisch in Erinnerung, dass der Braunschweigische Herzog seine Untertanen - gegen gutes Geld für den Staatshaushalt - einfach an die Kriegsparteien in Amerika verkaufte und auch sonst die Volksseele an den kriegerischen Auseinandersetzungen regen Anteil nahm, nehmen musste.
Die ununterbrochene 70-jährige Friedenszeit, auf die wir in Deutschland heute zurückblicken, gab es in den Jahrhunderten davor nicht - Schicksal?
Ende.

Donnerstag, 1. August 2019

Lange Nacht der Literatur - Braunschweig ist aktiv!


Liebes Literaturpublikum,

wir möchten Sie darauf hinweisen, dass der Vorverkauf für die „Lange Nacht der Literatur“ im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig heute, am 1. August, startet.

Die Lange Nacht der Literatur geht am 02.11.2019 in die zehnte Runde – auf Einladung des Raabe-Haus:Literaturzentrum und des Staatstheaters Braunschweig lesen auch in diesem Jahr, am Vorabend der Verleihung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises 2019, wieder preisgekrönte Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus ihren aktuellen Büchern im Kleinen Haus. Parallel auf drei Bühnen kann das Publikum fünf Stunden lang die Höhepunkte der aktuellen deutschsprachigen Literatur erleben.

Freuen Sie sich auf weitere hochkarätige Autorenlesungen, eine Podiumsdiskussion und Schauspielerlesungen. Mit Liebesliedern, interpretiert von der Direktmusik des Staatstheaters Braunschweigs, findet die Lange Nacht der Literatur 2019 ihren musikalischen Ausklang.

Bereits zugesagt haben folgende Autorinnen und Autoren:
Nora Bossong – Kranichsteiner Literaturpreis 2019
Karen Duve – Düsseldorfer Literaturpreis 2019
Thomas Hettche – Joseph-Breitbach-Preis 2019
Ulrich Woelk – Alfred-Döblin-Preis 2019.

Die Moderatorinnen und Moderatoren sind:
Alexander Cammann – Die ZEIT
Thomas Geiger – Literarisches Colloquium Berlin
Katrin Hillgruber – Freie Literaturkritikerin und Kulturjournalistin
Marie Schmidt – Süddeutsche Zeitung
Michael Schmitt – 3sat
Cécile Schortmann – Journalistin und Moderatorin unter anderem „Kulturzeit“ bei 3sat
Hubert Winkels – Deutschlandfunk

EintrittReguläre Eintrittskarte: 19,50 € / erm. 12,00 €
Karten gibt es an den Vorverkaufsstellen des Staatstheaters:
Kassenhalle Großes Haus
Dienstag bis Freitag 10:00 bis 19:30 Uhr
Samstag 10:00 bis 14:00 Uhr,
sowie am Samstag, den 02.11.2019 ab 18:00 Uhr an der Abendkasse des Kleinen Hauses.
Oder über den Online Ticketshop des Staatstheaters Braunschweig:
tickets.staatstheater-braunschweig.de/phoenix/webticket/eventlist

Weitere Informationen unter www.staatstheater-braunschweig.de/ oder www.braunschweig.de/literaturzentrum/ und Tel. 0531 70 189 317.

Die Lange Nacht der Literatur findet im Rahmen der Verleihung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises statt und ist eine Kooperation von der Stadt Braunschweig, dem Staatstheater und Deutschlandfunk.

Die Lange Nacht der Literatur wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.
Stadt Braunschweig, Fachbereich Kultur und Wissenschaft
Abteilung Literatur und Musik, Raabe-Haus:Literaturzentrum Braunschweig
Standort des Raabe-Hauses: Leonhardstraße 29a, 38102 Braunschweig.


-Ende-