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Donnerstag, 26. November 2020

Raabepreis 2020, Christine Wunnicke

Leichtfüßig

hüpft die Geschichte von einem farbenfrohen Bild zum nächsten, wobei die Gedanken und Dialoge herrlich charakterstarke Persönlichkeiten ausmalen. Die Historie kommt nicht zu kurz und wer Abenteuerlust in sich hat, wird reich belohnt. Manche Stellen erinnern an Hermann Hesse, andere Gedanken sollte man wohl zweimal lesen (wie es auch bei Raabe manchmal besser ist), sonst entgeht einem die Ironie und der Tiefsinn. 

Buchrücke, Berenberg Verlag
Vom Berenberg Verlag.
170 Seiten sind in einem unverschnörkelten Lesefluss gut zu bewältigen und am Ende wünschte man sich mehr von dieser fast schon als Opus angelegten Geschichte. 

Zum Hören im Programm des Deutschlandfunk und zusätzlich des Deutschlandfunk Kultur, dem ‚Studio LCB‘, ausgestrahlt zunächst am Samstag, 28. November 2020.

Ende.

Sonntag, 27. September 2020

Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2020 geht an:

Die Schriftstellerin Christine Wunnicke.

Der mit 30.000 Euro dotierte Wilhelm Raabe-Literaturpreis, gestiftet von der Stadt Braunschweig und dem Deutschlandfunk, geht in diesem Jahr an Christine Wunnicke für ihren Roman „Die Dame mit der bemalten Hand“ (erschienen 2020 im Berenberg Verlag). 

Der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Ulrich Markurth, und Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue stimmten dem Vorschlag der Jury zu.

Die Jury des Wilhelm Raabe-Literaturpreises, die am 21. September tagte, setzt sich in diesem Jahr zusammen aus Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel (Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.), Prof. Dr. Moritz Baßler (Germanistisches Institut, Westfälische Wilhelms-Universität, Abteilung Neuere deutsche Literatur), Alexander Cammann (DIE ZEIT), Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin), Dr. Anja Hesse (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig), Dr. Michael Schmitt (3sat), Prof. Dr. Renate Stauf (Germanistisches Institut, TU Braunschweig), Katharina Teutsch (u.a. FAZ und ZEIT) und Dr. Hubert Winkels (Deutschlandfunk).  

Die Begründung der Jury lautet: 

„Christine Wunnicke hat über Jahrzehnte hinweg ein eigenständiges Werk geschaffen, in dem sich die Gattungen mischen. Gelehrte Groteske. Historischer Miniaturroman. Wissenschaftssatire. Sie beherrscht die Wissensjargons verschiedener Zeiten, mythologische und religiöse Idiomatiken und poetische Aufschwünge ebenso wie deren Parodien. Immer arbeitet sie auf der Grenze zwischen beiden. Am Kipppunkt von Wahn in Wissen und umgekehrt; von Bericht und Karikatur eines Berichts. Aus dem zufälligen Zusammentreffen einzelgängerischer Helden der Wissenschafts- und der Weltgeschichte schlägt sie helle Funken der Erkenntnis und der Komik. In ‚Missouri‘ wird der Erneuerer der englischen Dichtung von einem Cowboy entführt. In ‚Katie‘ versucht ein Experimentalwissenschaftler Messungen an einem spiritistischen Medium vorzunehmen. Auch ‚Die Dame mit der bemalten Hand‘ handelt von dem tragikomisch scheiternden Versuch, die Welt zu vermessen. Der persische Astrolabienbauer Musa al-Lahuri strandet auf einer struppigen Insel vor Bombay und trifft auf den deutschen Mathematiker Carsten Niebuhr. Ausgerechnet das Vermessungsgenie soll die Originalschauplätze der biblischen Heilsgeschichte studieren und ist vom Weg abgekommen. Der Perser und der Deutsche reden vielsprachig wortreich aneinander vorbei. Aus den Scherben eines Kommunikationsdesasters baut Christine Wunnicke neue bizarr-schöne Gebäude. Der clash of cultures ist hier ein Vergnügen für gebildete Zuschauer von Schiffbrüchen und sprachdionysische Aufklärungsskeptiker. Christine Wunnicke arbeitet den Wahnsinn am Grund unserer Erkenntnis und unseres Wissens heraus. Anschaulich, turbulent, komisch und deshalb schön.“ 

Der diesjährige Wilhelm Raabe-Literaturpreis wird coronabedingt nicht vor Ort im Braunschweiger Staatstheater verliehen, sondern im Rahmen einer klassischen Sendung im Programm des 

Deutschlandfunk und zusätzlich des 

Deutschlandfunk Kultur, dem ‚Studio LCB‘, ausgestrahlt zunächst am 

Samstag, 28. November 2020.   

Mit der Verleihung dieses Preises zeichnen die Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk jährlich ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Werk aus. Mit der Auszeichnung soll exemplarisch das bis zum Zeitpunkt der Preisverleihung publizierte literarische Schaffen gewürdigt werden. Ein neues Buch des/der Preisträgers/Preisträgerin muss im laufenden Kalenderjahr der jeweils aktuellen Vergabe erschienen sein.  

Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Rainald Goetz, Jochen Missfeldt, Ralf Rothmann, Wolf Haas, Katja Lange-Müller, Andreas Maier, Sibylle Lewitscharoff, Christian Kracht, Marion Poschmann, Thomas Hettche und Clemens J. Setz, Heinz Strunk, Petra Morsbach, Judith Schalansky und Norbert Scheuer.

Ende.

Donnerstag, 17. September 2020

Shortlist für den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2020

 Bitte vormerken - vier Autorinnen und ein Autor sind mit ihren Werken nominiert:

Anna Katharina Hahn: Aus und davon    Suhrkamp Verlag, 2020

Leif Randt: Allegro Pastel        Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2020

Anne Weber: Annette, ein Heldinnenepos    Matthes & Seitz Berlin, 2020

Iris Wolff: Die Unschärfe der Welt        Klett-Cotta Verlag, 2020

Christine Wunnicke: Die Dame mit der bemalten Hand    Berenberg Verlag, 2020

Mit 30.000 Euro Preisgeld gehört der Wilhelm Raabe-Literaturpreis zu den bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Der Preis wird von den Kooperationspartnern Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig vergeben. Jedes Jahr wird mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Werk gewürdigt. Alleiniges Vorschlagsrecht obliegt der Jury, die jedes Jahr neu berufen wird.  

Die Jury des Wilhelm Raabe-Literaturpreises besteht aus neun Personen und setzt sich in diesem Jahr zusammen aus Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel (Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.), Prof. Dr. Moritz Baßler (Germanistisches Institut, Westfälische Wilhelms-Universität, Abteilung Neuere deutsche Literatur), Alexander Cammann (DIE ZEIT), Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin), Dr. Anja Hesse (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig), Dr. Michael Schmitt (3sat), Prof. Dr. Renate Stauf (Germanistisches Institut, TU Braunschweig), Katharina Teutsch (u.a. FAZ und ZEIT) und Dr. Hubert Winkels (Deutschlandfunk).   

Der Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2020 wird Anfang November vergeben.

Weitere Informationen unter der Telefonnummer (05 31) 70 75 834.

Ende.

Freitag, 7. August 2020

Ruhm ist: mitgedacht werden, wenn an ein ganzes Volk gedacht wird.


Der Philatelistische Dienst der Deutschen Bundespost begann am 1. Januar 1975 mit der Herausgabe der „Amtlichen Ersttagblätter“.

Hier sind einige aufgeführt, die Dichtern gewidmet wurden.

Ersttagsbrief Dt. Bundespost Brentano 1978
Brentano


Zum 200. Male jährt sich der Geburtstag eines der größten Dichter der deutschen Romantik. Clemens Brentano *9. September 1778.
Obwohl Brentano zu den großen romantischen Dichtern gehört, ist sein Werk bis heute nur zu einem kleinen Teil bekannt. Mit seinem Namen verbindet sich in erster Linie die umfangreiche Volksliedsammlung »Des Knaben Wunderhorn«‚ die er gemeinsam mit seinem Freund Achim von Arnim herausgab. Außerdem sind seine Märchen zum Teil lebendig geblieben. Weniger bekannt ist, dass er auch der Schöpfer der Lorelei-Sage ist, die später von vielen Dichtern, darunter Heinrich Heine, besungen wurde.
Zeitgenössischer Scherenschnitt von Luise Duttenhofer: Brentano als Schmetterling.
Entwurf des Ersttagsstempels: Elisabeth von Janota-Bzowski, Düsseldorf.





150. Geburtstag von Wilhelm Busch 
*15. April 1832 +9. Januar 1908
Ersttagsbrief Dt. Bundespost 1982
Busch

Millionen Menschen kennen „Max und Moritz“. Viele Tausende besitzen ein Buschalbum als „Hausschatz“. Unzählige zitieren seine populären Verse.
Busch findet erst mit 26 Jahren als Mitarbeiter der humoristischen Wochenschrift „Fliegende Blätter“‘ einen Weg zum künstlerischen Erfolg. Die Bildergeschichte „Max und Moritz“ begründet 1565 seinen Ruhm. Es folgen u. a. „Die fromme Helene“‚ „Julchen“‚ „Fipps der Affe“‚ „Maler Klecksel“. Seine Bedeutung für die Kunst der Bildergeschichte zeigt sich in der Entwicklung vom gedruckten Flugblatt bis zum heutigen Cartoon. Damit ist aber Wilhelm Buschs künstlerische Vielfalt noch nicht ausgeschöpft. Als Dichter und Philosoph ist er den wenigsten bekannt. Seine Prosawerke „Eduards Traum“ und „Der Schmetterling“ sind von zeitloser Aktualität.
Entwurf des Ersttagsstempels: Paul Froitzheim, Tönisvorst.
Motiv: „Helenchen“ am Beginn des dritten Kapitels mit der Schlussbemerkung des „Onkel Nolte“ aus der Bildergeschichte „Die fromme Helene“.


Ersttagsbrief Dt. Bundespost 1982
Goethe




18. Februar 1982 – 150. Todestag von Johann Wolfgang von Goethe, welcher im 83. Lebensjahr stehend, in Weimar starb.
Motiv: nach einem Gemälde von Georg Melchior Kraus. Weimar 1776.
Entwurf des Ersttagsstempels: Elisabeth von Janota-Bzowski, Düsseldorf.
Motiv: Stern aus Goethes Wappen.









Die 150. Wiederkehr des Todestages am 16. November 1977 ist Anlass, des Schriftstellers Wilhelm Hauff zu gedenken.

Ersttagsbrief Dt. Bundespost 1977
Hauff
Während seines Theologiestudium wurde Hauff von einem geradezu fieberhaften Drang zum Schreiben erfasst. Er produzierte ohne Mühe mit fast unbegreiflicher Schnelligkeit und seine leichte, gewandte, rastlose Feder kam, als ob er seinen frühen Tod ahnen würde, nicht mehr zur Ruhe. Von wenigen Gedichten abgesehen, besteht fast das gesamte Werk Hauffs aus erzählender Prosa, die historische oder zeitgenössische Stoffe behandeln. Am künstlerisch gelungensten sind die „Phantasien im Bremer Ratskeller“. In erster Linie aber verbindet sich Hauffs Name mit den Märchen, die kunstvoll in Rahmenerzählungen eingebettet sind. Die Märchen - in viele Sprachen übersetzt - sind mit „Kalif Storch“, „Zwerg Nase“, „Der kleine Muck“ oder „Das kalte Herz“ Märchengestalten der Weltliteratur geworden.
Hauff steht zwischen Romantik und Frührealismus.
Motiv: Hauff am Schreibtisch sitzend.
Entwurf des Ersttagsstempels: Elisabeth von Janota-Bzowski, Düsseldorf.



Wiederkehr des 150. Geburtstags von Wilhelm Raabe.
Ersttagsbrief Dt. Bundespost 1981
Raabe
Wilhelm Raabe gehört zu den großen, auch im Ausland anerkannten deutschen Erzählern. 68 epische Dichtungen entstammen seiner Feder. Neben Theodor Fontane und Theodor Storm zählt er zu den bedeutendsten Realisten der deutschen Literatur des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Motiv: Kopfbild
Entwurf des Ersttagsstempels: Bruno K. Wiese

-ENDE-

Donnerstag, 12. März 2020

Lesewinter 2019 mit Winterbienen

Geht es Ihnen auch so?

Kaum ist der Winter vorbei und die Strecke der gelesenen Bücher ist doch ausnehmend ausreichend, da kommen schon die ersten, verfrühten Gedanken an den Lesesommer.

Falls Sie also im Herbst 2019 versäumt haben, sich mit dem Raabepreisträger Norbert Scheuer vertraut zu machen, so kommt hier die Empfehlung:

Winterbienen“ - eine Antikriegsgeschichte mitten aus dem Leben.


Die Geschichte beginnt ganz harmlos mit dem Satz:
„Ich wohne in einem Bergarbeiterstädtchen, das an einem Fluss liegt, der sich durch einsame, zerklüftete Landschaften schlängelt, eine Gegend mit kleinen Dörfern inmitten von Magerwiesen, Fichten-, Kiefern- und Buchenwäldern, die sich bis zur belgischen Grenze erstrecken...“
So leichtgewichtig der Beginn, so honigsüß der Plauderton, so fesselnd sind die kleinen Happen, die uns Norbert Scheuer als Augenfutter hinlegt. Unbedingt lesen – egal zu welcher Jahreszeit!
Buchrücken der Winterbienen, C.H.Beck Verlag.
Buchrücken der Winterbienen.
Verlag C .H. Beck. Rund 300 Seiten. 978 3 406 73963 7


"Das, was ich notiere, ist nur eine Projektion meines Lebens, es ist weniger und doch gleichzeitig mehr, als ich selbst bin, wie auch die gesprochene Sprache immer mehr ist als ihre schriftliche Wiedergabe, die aber auf der anderen Seite doch vielleicht eine tiefere Wirklichkeit aufzeigt, ebenso wie eine Landkarte niemals die tatsächliche Landschaft selbst darzustellen vermag."

Norbert Scheuer‚ geboren 1951, lebt als freier Schriftsteller in der Eifel. Er erhielt zahlreiche Literaturpreise und veröffentlichte zuletzt die Romane «Die Sprache der Vögel» (2015), der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war, und «Am Grund des Universums» (2017). Sein Roman «Überm Rauschen» (2009) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und war 2010 «Buch für die Stadt Köln».

«Es ist ein Buch voller leichter Sätze, in denen doch das gesamte Gewicht des Lebens enthalten ist: die Hoffnung, die Angst, die Lust.» Oliver Creutz, Stern

«Die Bücher von Norbert Scheuer habe ich in den letzten Jahren mit am liebsten gelesen. Seine leisen und wuchtigen Bücher, seine verrätselten und traumklaren. Wenn Sie sie verpasst haben, dann holen Sie es nach!» Frank Meyer, Deutschlandfunk Kultur Lesart


Wer mehr HÖREN will:

Ende.

Donnerstag, 16. Januar 2020

Ehrenmitglied des HKV


Ein ehrenvoller Rahmen mit würdigem Inhalt.


Anlässlich des 20ig jährigen Jubiläums zum Bestehen des „Museum Raabe-Haus“ in Eschershausen, hat der Vorstand des Heimat- und Kulturvereins Herrn Professor Dr. h.c. Gerd Biegel als Ehrenmitglied berufen. 
Nicht nur, dass Professor Biegel und Frau Dr. Klein das Museumskonzept vom Braunschweiger Landesmuseum erstellt und aufgebaut haben, sondern auch unermüdliches Reisen in „das Land hinter dem Tunnel“ und die lehrreichen Vorträge waren Grund genug, für diese seltene Ehre.

Die Ehrenurkunde geht an Prof. Biegel durch Ralph Meyer.
Vorstand Ralph Meyer überreicht die Urkunde.
Foto: Jürgen Bommer, Nov.2019.

Die Achtung und Wertschätzung der Kultur, der hier im ländlichen Raum lebenden, hat durch diese Arbeit und Berichterstattung darüber gewiss zugenommen - und dürfte ruhig noch etwas zunehmen. Weiter so!

Ende.

Mittwoch, 25. September 2019

Norbert Scheuer erhält den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2019

Der mit 30.000 Euro dotierte Wilhelm Raabe-Literaturpreis, gestiftet von der Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk, geht an Norbert Scheuer für sein Buch „Winterbienen“ (erschienen 2019 im Verlag C.H.Beck).

Der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Ulrich Markurth, und Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue stimmten dem Vorschlag der Jury zu. 
Die Jury des Wilhelm Raabe-Literaturpreises, die am 23. September tagte, setzt sich in diesem Jahr zusammen aus Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel (Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.), Alexander Cammann (DIE ZEIT), Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin), Dr. Anja Hesse (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig), Katrin Hillgruber (freie Journalistin), Marie Schmidt (Süddeutsche Zeitung), Dr. Michael Schmitt (3sat), Prof. Dr. Renate Stauf (Germanistisches Institut TU Braunschweig), Dr. Hubert Winkels (Deutschlandfunk).

Die Begründung der Jury lautet: 
Alle Dinge dieser Welt sind einander ähnlich. Das Kleinste korrespondiert mit dem Größten, und noch im Kontrast steckt Verwandtschaft. Nikolaus von Kues ist einer der Philosophen, die diese Einsicht durch die Zeiten getragen haben. Bis heute und bis nach Kall in der Eifel, wo der Schriftsteller Norbert Scheuer lebt. Er hat seinen kleinen Eifelort in bisher acht Romanen zum Spiegel der Welt gemacht, und in jedem seiner Bücher das lokale Kleine zum Gegenstand höchster Aufmerksamkeit gesteigert. Damit hat er zugleich einen großen metaphorischen Raum geöffnet. In seinem Roman „Winterbienen“ leisten dies eben jene in unserer Gegenwart über alles geschätzten, ja geradezu verehrten Insekten, die zu Tausenden einen gemeinsamen Körper bilden.

Der Roman spielt in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs, und mit den summenden Bienen auf den Wiesen an der Urft kontrastieren und korrespondieren die alliierten Jagdflugzeuge am westlichen Himmel. Egidius Arimond ist Epileptiker, der versucht, sich mit Medikamenten ruhig zu halten. Dabei ist es doch die kriegerische Außenwelt, die in konvulsivischen Zuckungen tobt. Ohne Aufhebens rettet er jüdische Mitmenschen vor dem Tod, mit Hilfe seiner Bienenvölker.

In „Winterbienen“ erreicht Norbert Scheuer eine äußerste Nähe von symbolischem Zeichen und konkreter Realität. In der Form des Tagebuchs findet er zu einer Kompaktheit der Darstellung und einer Gelassenheit der Schreibweise, die jedes Unheil in der Welt überführt in eine neue ästhetische Ordnung. Das macht ihn zu einem einzigartigen realistischen Erzähler unserer Zeit, zu einem poetisch-realistischen Erzähler auch in der Tradition Wilhelm Raabes.“ 

Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue, überreichen Norbert Scheuer den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2019 am 3. November im Rahmen eines Matinee-Festaktes im Kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters. Der Preisträger wird auch bei der Langen Nacht der Literatur am 2. November lesen, ebenfalls im Kleinen Haus des Staatstheaters. Karten für diese Veranstaltung sind an den Kassen des Staatstheaters erhältlich. 
Mit der Verleihung dieses Preises zeichnen die Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk jährlich ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Werk aus. Mit der Auszeichnung soll exemplarisch das bis zum Zeitpunkt der Preisverleihung publizierte literarische Schaffen gewürdigt werden. Ein neues Buch des Preisträgers muss im laufenden Kalenderjahr der jeweils aktuellen Vergabe erschienen sein.   

Zu den bisherigen Preisträgern gehören Rainald Goetz, Jochen Missfeldt, Ralf Rothmann, Wolf Haas, Katja Lange-Müller, Andreas Maier, Sibylle Lewitscharoff, Christian Kracht, Marion Poschmann, Thomas Hettche und Clemens J. Setz, Heinz Strunk, Petra Morsbach und Judith Schalansky.

Auszug aus der Rundmail der Stadt Braunschweig, Fachbereich Kultur und Wissenschaft
Abteilung Literatur und Musik, Raabe-Haus:Literaturzentrum Braunschweig
Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig Tel.: (0531) 70 189 317
 Standort des Raabe-Hauses: Leonhardstraße 29a, 38102 Braunschweig

Ende.

Donnerstag, 12. September 2019

Die eingekürzte Liste für den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2019

Die Shortlist für den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2019,

der am Sonntag, 3. November, im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig verliehen wird, steht fest. Drei Autorinnen und vier Autoren sind mit ihren Werken nominiert:

Norbert Gstrein: Als ich jung war --- Carl Hanser Verlag, 2019
Judith Kuckart: Kein Sturm, nur Wetter --- DuMont Buchverlag, 2019
Terézia Mora: Auf dem Seil --- Luchterhand Literaturverlag, 2019
Norbert Scheuer: Winterbienen --- Verlag C.H.Beck, 2019
Saša Stanišić: Herkunft --- Luchterhand Literaturverlag, 2019
Jackie Thomae: Brüder --- Hanser Berlin, 2019
David Wagner: Der vergessliche Riese --- Rowohlt Verlag, 2019

Mit 30.000 Euro Preisgeld gehört der Wilhelm Raabe-Literaturpreis zu den bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Der Preis wird von den Kooperationspartnern Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig vergeben. Jedes Jahr wird mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Werk gewürdigt. Alleiniges Vorschlagsrecht obliegt der Jury, die jedes Jahr neu berufen wird. 

Die Jury des Wilhelm Raabe-Literaturpreises besteht aus neun Personen und setzt sich in diesem Jahr zusammen aus Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel (Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.), Alexander Cammann (DIE ZEIT), Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin), Dr. Anja Hesse (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig), Katrin Hillgruber (freie Journalistin), Marie Schmidt (Süddeutsche Zeitung), Dr. Michael Schmitt (3sat), Prof. Dr. Renate Stauf (Germanistisches Institut, TU Braunschweig) und Dr. Hubert Winkels (Deutschlandfunk).   

Deutschlandfunk wird den Festakt und eine Lesung des Preisträgers mit anschließendem Gespräch am 30. November von 20.05 bis 22.00 Uhr senden. Auf dem Digitalkanal „Dlf Dokumente und Debatten“ ist der komplette Festakt am 3. November ab 11.00 Uhr sowie ein fünfstündiges Literaturprogramm am Vorabend ab 19.00 Uhr live zu hören.   

Weitere Informationen unter der Telefonnummer (05 31) 70 75 834.
Kopiert aus: Newsletter Stadt Braunschweig, Fachbereich Kultur und Wissenschaft
Abteilung Literatur und Musik, Raabe-Haus:Literaturzentrum Braunschweig
Ende.

Donnerstag, 1. August 2019

Lange Nacht der Literatur - Braunschweig ist aktiv!


Liebes Literaturpublikum,

wir möchten Sie darauf hinweisen, dass der Vorverkauf für die „Lange Nacht der Literatur“ im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig heute, am 1. August, startet.

Die Lange Nacht der Literatur geht am 02.11.2019 in die zehnte Runde – auf Einladung des Raabe-Haus:Literaturzentrum und des Staatstheaters Braunschweig lesen auch in diesem Jahr, am Vorabend der Verleihung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises 2019, wieder preisgekrönte Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus ihren aktuellen Büchern im Kleinen Haus. Parallel auf drei Bühnen kann das Publikum fünf Stunden lang die Höhepunkte der aktuellen deutschsprachigen Literatur erleben.

Freuen Sie sich auf weitere hochkarätige Autorenlesungen, eine Podiumsdiskussion und Schauspielerlesungen. Mit Liebesliedern, interpretiert von der Direktmusik des Staatstheaters Braunschweigs, findet die Lange Nacht der Literatur 2019 ihren musikalischen Ausklang.

Bereits zugesagt haben folgende Autorinnen und Autoren:
Nora Bossong – Kranichsteiner Literaturpreis 2019
Karen Duve – Düsseldorfer Literaturpreis 2019
Thomas Hettche – Joseph-Breitbach-Preis 2019
Ulrich Woelk – Alfred-Döblin-Preis 2019.

Die Moderatorinnen und Moderatoren sind:
Alexander Cammann – Die ZEIT
Thomas Geiger – Literarisches Colloquium Berlin
Katrin Hillgruber – Freie Literaturkritikerin und Kulturjournalistin
Marie Schmidt – Süddeutsche Zeitung
Michael Schmitt – 3sat
Cécile Schortmann – Journalistin und Moderatorin unter anderem „Kulturzeit“ bei 3sat
Hubert Winkels – Deutschlandfunk

EintrittReguläre Eintrittskarte: 19,50 € / erm. 12,00 €
Karten gibt es an den Vorverkaufsstellen des Staatstheaters:
Kassenhalle Großes Haus
Dienstag bis Freitag 10:00 bis 19:30 Uhr
Samstag 10:00 bis 14:00 Uhr,
sowie am Samstag, den 02.11.2019 ab 18:00 Uhr an der Abendkasse des Kleinen Hauses.
Oder über den Online Ticketshop des Staatstheaters Braunschweig:
tickets.staatstheater-braunschweig.de/phoenix/webticket/eventlist

Weitere Informationen unter www.staatstheater-braunschweig.de/ oder www.braunschweig.de/literaturzentrum/ und Tel. 0531 70 189 317.

Die Lange Nacht der Literatur findet im Rahmen der Verleihung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises statt und ist eine Kooperation von der Stadt Braunschweig, dem Staatstheater und Deutschlandfunk.

Die Lange Nacht der Literatur wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.
Stadt Braunschweig, Fachbereich Kultur und Wissenschaft
Abteilung Literatur und Musik, Raabe-Haus:Literaturzentrum Braunschweig
Standort des Raabe-Hauses: Leonhardstraße 29a, 38102 Braunschweig.


-Ende-

Freitag, 28. Juni 2019

Jahrgangsabschluss im Wilhelm-Raabe-Schulzentrum mit Buchpreisen


Haupt- und Realschule Eschershausen entlässt 39 Pennäler


In der Raabestadt Eschershausen werden in jedem Jahre Buchpreise von Herrn Marahrens von der Raabegesellschaft für die besten Aufsätze überreicht. 
„Auch wenn Wilhelm Raabe mit 21 Jahren seine Ausbildung abgebrochen hat“, blickt Marahrens auf die fehlende Vorbildfunktion des in der Raabestadt geborenen Schriftsteller. 

Herr Marahrens und die Buchpreisempfänger
Von links: Marahrens, Görlach, Meistrell in der Schulaula.
In diesem Jahr dürfen sich Marius Meistrell (10 HS) und Lena Görlach (10 RS) über die Auszeichnung freuen.

Ausriss aus Weser-Ith-News vom 28. Juni 2019
Hier der vollständige Artikel.


Ende.

Mittwoch, 26. September 2018

Raabe-Literaturpreis: die Entscheidung ist gefallen!

Nun ist es endlich heraus - der mit 30.000 Euro dotierte Wilhelm Raabe-Literaturpreis, gestiftet von der Stadt Braunschweig und dem Deutschlandfunk, geht an Judith Schalansky für ihr Buch Verzeichnis einiger Verluste (erschienen 2018 im Suhrkamp Verlag).

Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue, überreichen Judith Schalansky den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2018 am 4. November im Rahmen eines Matinee-Festaktes im Kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters.
Die Preisträgerin wird auch bei der Langen Nacht der Literatur am 3. November lesen, ebenfalls im Kleinen Haus des Staatstheaters. Karten für diese Veranstaltung sind an den Kassen des Staatstheaters erhältlich.
Der Deutschlandfunk wird den Festakt und eine Lesung des Preisträgers mit anschließendem Gespräch am Samstag, 24. November 2018, von 20.05 Uhr bis 22.00 Uhr senden.
Auf dem Digitalkanal "Dlf Dokumente und Debatten" ist der komplette Festakt am 4. November sowie ein fünfstündiges Literaturprogramm am Vorabend live zu hören.
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Mittwoch, 5. September 2018

W. Raabe Literaturpreis: Shortlist veröffentlich

Die Shortlist für den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2018 steht fest:
  • Michael Kleeberg: Der Idiot des 21. Jahrhunderts (Galiani Berlin)
  • Georg Klein: Miakro (Rowohlt)
  • Gert Loschütz: Ein schönes Paar (Schöffling & Co. Verlag)
  • Sascha Reh: Aurora (Schöffling & Co. Verlag)
  • Verena Rossbacher: Ich war Diener im Hause Hobbs (Kiepenheuer & Witsch)
  • Judith Schalansky: Verzeichnis einiger Verluste (Suhrkamp Verlag)

Mit 30.000 Euro Preisgeld gehört der Wilhelm Raabe-Literaturpreis zu den bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum.
Der Preis wird jährlich von den Kooperationspartnern Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig vergeben. Jedes Jahr wird mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Werk gewürdigt. Alleiniges Vorschlagsrecht obliegt der Jury, die jedes Jahr neu berufen wird.

Die Jury des Wilhelm Raabe-Literaturpreises besteht aus neun Personen und setzt sich in diesem Jahr zusammen aus Dr. Moritz Baßler (Germanistisches Institut der Universität Münster), Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel (Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.), Alexander Cammann (DIE ZEIT), Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin), Dr. Anja Hesse (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig), Michael Schmitt (3sat), Dr. Renate Stauf (Germanistisches Institut, TU Braunschweig), Katharina Teutsch (u.a. FAZ, Tagesspiegel), Hubert Winkels (Deutschlandfunk).

Der Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2018 wird am Sonntag, 4. November 2018, im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig verliehen.
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Freitag, 3. August 2018

Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2018 & Lange Nacht der Literatur

Der diesjährige Wilhelm Raabe-Literaturpreis wird am Sonntag, den 4. November im Kleinen Haus des Staatstheaters verliehen. Die Jury setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
- Dr. Moritz Baßler (Germanistisches Institut der Universität Münster)
- Dr. h.c. Gerd Biegel (Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.)
- Alexander Camman (DIE ZEIT)
- Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin)
- Anja Hesse (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt BS)
- Michael Schmitt (3sat)
- Dr. Renate Stauf (Germanistisches Institut, TU Braunschweig)
- Katharina Teutsch (u.a. FAZ, Tagesspiegel)
- Hubert Winkels (Deutschlandfunk)

Samstag, 3. November 2018, 19:00 Uhr, Staatstheater Kleines Haus
 Die Lange Nacht der Literatur geht am 03.11.2018 in die neunte Runde – auf Einladung des Raabe-Haus:Literaturzentrums und des Staatstheaters Braunschweig lesen auch in diesem Jahr am Vorabend der Verleihung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises 2018 wieder preisgekrönte Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus ihren aktuellen Büchern im Kleinen Haus. Parallel auf drei Bühnen kann das Publikum fünf Stunden lang die Höhepunkte der aktuellen deutschsprachigen Literatur erleben, unter anderem die aktuelle Preisträgerin der Leipziger Buchmesse 2018 Esther Kinsky und den aktuellen Preisträger des Peter-Rosegger-Literaturpreises 2018 Fiston Mwanza Mujila. Freuen Sie sich auf weitere hochkarätige Autorenlesungen, eine Podiumsdiskussion, Schauspielerlesungen und das Late-Night-Programm.

Bisher haben folgende Autorinnen und Autoren zugesagt:
- Esther Kinsky (Literaturpreis der Leipziger Buchmesse 2018),
- Kerstin Preiwuß (Eichendorff-Literaturpreis, Lyrikpreis Meran) und
- Fiston Mwanza Mujila (Peter-Rosegger-Literaturpreis 2018).
Eintritt: Reguläre Eintrittskarte: 19,50 € / erm. 12,00 €
Weitere Informationen unter
www.staatstheater-braunschweig.de
www.braunschweig.de/literaturzentrum/
und Tel. 0531 70 189 317.

Weitere spannende Termine mit Prof. h.c. G. Biegel.

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Freitag, 22. Dezember 2017

Donnerstag, 23. November 2017

Raabe-Literaturpreis 2017

Der stark beachtete
Raabe-Literaturpreis

wurde am 5. November 2017 in Braunschweig an Petra Morsbach vergeben.
Die Eschershäuser Ortsgruppe der Raabe-Gesellschaft wird seinen Mitgliedern, und natürlich auch den sehr gern gesehenen Gästen, im Raabe-Museum einen Mitschnitt des Deutschlandfunks präsentieren.
Informationen zum Zeitpunkt erhalten Sie vom Vorsitzenden Herrn Marahrens.