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Donnerstag, 22. April 2021

Pause

Erstmal ...

Der Anfangsbuchstabe im Stadtnamen.
E wie Eschershausen

ein ein- und innehalten.

Aus der Sammlung mit 7 Erzählungen.
Postkarte des Literaturmuseums
Braunschweig, Leonhardtstraße 29,
welches hiermit zum Besuch empfohlen wird.
Zitat aus: Drei Federn, 1865.
 

Innerhalb Raabes - auch immer noch aus heutiger Sicht - sich ringelnden Sätzen und langen Gedankengängen, die durchaus nicht zur Geschichte, sondern wohl eher zum Willi selber und seiner Zeit gehören, finden sich die der Seele so wohltuenden Oasen an lichten, warm strahlenden Sätzen, die sein Werk schließlich doch bis heute lesenswert erhalten:

"Man richtet mit einem fröhlichen Herzen doch am meisten in dieser trübseligen Welt aus."

-.-

Samstag, 13. März 2021

Immobilienprobleme in Eschershausen

Erhaltet die wenigen Museen im Landkreis!

BevernKulturzentrum & Heimat

BodenwerderLiteratur Münchhausen

Grünenplan: Glas

HolzmindenPuppen & Heimat

Stadtoldendorf: Heimat (außer Betrieb), Freiluftmuseum Mühlenanger

EschershausenLiteratur Wilhelm Raabe, Motorrad (Wickensen).

In Hannover, Braunschweig, Göttingen, Paderborn, Hildesheim kann man keine 1000 Meter gehen, ohne ein Plakat für eine Kunstausstellung oder eine Kulturveranstaltung zu sehen.

Im Landkreis hinter dem Tunnel, genauer Eschershausen, werden Kultureinrichtungen lieber abgewickelt, anstatt entwickelt. Siehe hier die "weitere Immobilie in der Raabestraße". Ein Schelm, wer dabei an Raabestraße Nr. 10., das Rathaus denkt (und nicht an das Raabemuseum).

Ausriss aus dem Täglichen Anzeiger.

Paranoia im TAH vom 11. März 2021.
Entwicklung oder Abwicklung?
Wenn Altes nicht mehr trägt, ist es Zeit für Neues,
nur sollte dabei das Geistige nicht zu kurz kommen,
sonst droht die Wüstenei.

Ende.

Montag, 20. April 2020

Kleidersellerbesuch im Museum

Ingo Beck, Mitglied des historischen Kreises der „Kleiderseller" und Frau Heidrun Ehninger zu Gast im Raabe Museum.


1859 lud der Historiker Dr. Carl Schiller eine Gruppe engagierter Braunschweiger Bürger in die Gaststätte zum „Gieseler“ ein. Der Grund: In Braunschweig sollte ein geschichtliches Museum entstehen. Deshalb rief Schiller einen Sammlerverein ins Leben, um im gesamten Herzogtum möglichst viele historische Gegenstände zusammenzutragen. 
In jener Zeit hießen die Altwarenhändler allgemein „Kleiderseller“. Um sich von diesen – damals etwas anrüchigen – Berufszweig abzuheben, nannte sich die honorige Bürgerrunde nun „Ehrliche Kleiderseller“. 
Das Museum wurde am 1. Mai 1865 in Neustadtrathaus eröffnet und zog später als das Städtische Museum in das Gebäude am Löwenwall um. 
Ja, was hat nun Raabe mit den Kleidersellern zu tun?
Raabe der 1870 zu dieser Runde gestoßen war blieb vier Jahrzehnte ein Mittelpunkt der Kleiderseller, die sich regelmäßig im „Grünen Jäger“ und später im „Großen Weghaus“ in Stöckheim trafen.

Bemerkenswert ist, dass die Kleidersellertradition nach Raabes Tod 1910 sogar über die beiden Weltkriege hinweg nie ganz abriss. Von den 20er- bis in die 40er Jahre bewahrten der Historiker Prof. Dr. Ernst-August Roloff und der Schriftsteller Robert Jordan die Kleiderseller vor dem Vergessen. Heute halten Ingo Beck und Kurt  Hoffmann die Runde zusammen. 
Da dieser Stammtisch immer noch besteht, dürfte er einer der ältesten in Deutschland sein. 
Kleiderspende mit einem echten Kleiderseller.
Ingo Beck, Ingrid Reuther, Heidrun Ehninger.

Begleitet wurde Raabefreund Ingo Beck von Heidrun Ehninger, die dem Raabe Museum Kleidungsstücke aus dem Nachlass von Wilhelm Raabe übergab.


Von Ingrid Reuther.
April 2020.

Ende.


Freitag, 27. März 2020

Nur Originales ist Wahres!

Rund 190 Jahre jung - Neuzugänge im Raabe Geburtshaus.


Aus Anlass einer großzügigen Leihgabe besuchten Heidrun Ehninger und Ingo Beck (Angehöriger des historischen Kreises der Kleiderseller) das Raabe Museum. Die Familie Friedrich Ehninger vertreten durch Heidrun Ehninger übergab folgende Kleidungsstücke aus dem Nachlass von Wilhelm Raabe als Dauerleihgabe dem Museum:

  • zwei Samtwesten von Gustav Raabe, Wilhelm Raabes Vater, 
  • das Taufhäubchen von Wilhelm Raabe, 
  • drei Kindermützchen von Wilhelm Raabe und 
  • das Brautgeschenk von Auguste Jeep an ihren Verlobten Gustav Raabe. 

Sie tun dies in dem Wissen, dass diese Objekte im Museum Raabe-Haus in bester Obhut sind.

Museumsleiterin Ingrid Reuther zeigte sich sehr erfreut über diese musealen Neuzugänge aus den Händen der Familie Ehninger, bedeutet es doch, diese Gegenstände zeigen zu dürfen eine wirkliche Bereicherung und macht so das Museum ein Stück attraktiver.


Ende.

Freitag, 29. November 2019

Vortragsplan für 2020. Prof. Biegel

Aufgrund Covid-Pandemie 04/2020 abgesagt:

Liebe Raabe-, Literatur- und Geschichtsfreunde,

mit unseren Eschershäuser Geschichtsvorträgen im Museum Raabehaus wollen wir zur Vermittlung von Wilhelm Raabe ebenso weiter beitragen, wie über unsere eigenen kulturhistorischen Forschungen berichten. Wichtiges Anliegen bleibt es für uns auch weiterhin, den Eschershäuser Kultur –und Heimatfreunde Anregungen zu geben, um Wilhelm Raabe, seine Zeit und seine Wirkungsgeschichte vertiefend kennenzulernen. Er ist der »große Sohn der kleinen Stadt« und mit seinem Werk weit über regionale Grenzen hinaus von Bedeutung. Das Museum Raabehaus in Eschershausen ist daher letztlich ein ernsthafter nationaler Kulturort, auf den es stets aufmerksam zu machen gilt, um Menschen für Raabe und für seine Geburtsstadt zu interessieren. 
Museum Raabehaus in Eschershausen Frontansicht.
Museum Raabehaus ca. 2012. G.Biegel
Aus Anlaß des 100. Geburtstags Raabes wurde am 9. September 1931 das Raabe-Denkmal in Eschershausen eingeweiht, das Wilhelm Raabe zeigt in einem geschlossenen Mantel und die Hände in den Manteltaschen vergraben. Das Denkmal ist eine Arbeit des Braunschweiger Bildhauers Karl Sagebiel und wurde am 9. September 1931 in Anwesenheit zahlreicher Honoratioren, darunter den Töchtern Raabes sowie einiger Enkel, eingeweiht. Im Jahre 1941 war der Bestand des Denkmals in Eschershausen bedroht. Die Engpässe in der Versorgung ließen einige Zeitgenossen ein ganz neues Interesse an der Raabe-Statue finden. Plötzlich rückte der Materialwert in den Mittelpunkt des Interesses und das Denkmal war vom Einschmelzen bedroht. Der Bürgermeister legte in einer Eingabe Beschwerde ein und betonte, daß »das Denkmal [...] eine Wallfahrtsstätte für die vielen Freunde des Dichters, die alljährlich das Weserbergland besuchen [sei]«. Auf einem Formular, das eine Stellungnahme der Gemeinde einforderte, hatte der Bürgermeister angekreuzt: »Das Denkmal soll erhalten bleiben, weil es – künstlerischen [...] – heimatlichen Wert hat«. Die Rubrik »politisch« hatte die Gemeinde gemäß der Vorgabe »Nichtzutreffendes ist durchzustreichen« gestrichen. Die Gemeinde und ihre Bürgerschaft kämpften um »ihren« Raabe und es bedarf auch heute wieder des Kampfes der Bürgerschaft, um die politischen Vertreter der Stadt an ihre Verantwortung zu erinnern, die heute offenbar leichter beiseitegeschoben werden kann, als 1941?

Hatte einst ein Bürger dieser Stadt ein Vermögen gestiftet, um das Raabehaus zu bewahren und museal zum Denkmal für Wilhelm Raabe zu machen, so scheint heutzutage der Kommerz die Kultur zu übertrumpfen und das Museum Raabehaus in seiner Existenz leichtfertig in Frage zu stellen. Daher müssen wir in Eschershausen die Verantwortlichen in der Stadt und Samtgemeinde daran erinnern, daß das Bekenntnis der Stadt und ihrer Bürger zu »Ihrem« Wilhelm Raabe selbst in schlimmsten Zeiten bewahrt wurde und sich mehr als 70 Jahre durchaus gelohnt hat. Dieses Vermächtnis darf nicht leichtfertig aufgegeben werden, denn Eschershausen war und muß bleiben die »Raabestadt Eschershausen«. Unsere Aktivitäten von Museum Raabehaus, Heimat –und Kulturverein, Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung, TU Braunschweig und Internationale Raabe-Gesellschaft e. V. sollen dazu beitragen, die Bedeutung Raabes zu vermitteln und auch zukünftig für Eschershausen zu werben.

Dazu hoffen wir auf Ihr Interesse und weiterhin eine rege Teilnahme an den Vorträgen der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V. und des Instituts für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung, TU Braunschweig im Raabemuseum Eschershausen, zu denen wir Sie alle herzlich einladen.
    Ihr                   
 
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel
Gründungsdirektor Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung, TU Braunschweig, Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V. und Ehrenmitglied des Heimat –und Kulturvereins Eschershausen e.V.


PROGRAMM 2020

Freitag, 24. April 2020, 18.00 Uhr Vortrag
»Nationaler Kulturort oder
Abstellkammer der Lokalgeschichte?«
Reflexionen des Raabepräsidenten zur Bedeutung des
Museums Raabehaus in Eschershausen.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

Freitag, 12. Juni 2020, 18.00 Uhr Vortrag
»Von Schritt zu Schritt wurde das Vergangene lebendig.«
Der Weserdistrikt als Wilhelm Raabes dominante
»Erinnerungslandschaft« – ein Ausflug in eine vergessene 
»Geschichtslandschaft« im Spiegel der Literatur.
 Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein

Freitag, 18. August 2020, 18.00 Uhr Vortrag
»Der verfluchte Jude.«
Raabes jüdische Welt – zusammenhangslose Ressentiments und reflektierende Rezeption.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

Sonntag, 6. September 2020, 16.00 Uhr (!!) Vortrag und Empfang
»Hätte Raabe mehr Kritik, so wäre er absolut Nummer eins.«
Raabe und Fontane – zwei historische Literaten, 
eine vergleichende Betrachtung.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein

Ende.

Mittwoch, 20. November 2019

Feierstunde 20 Jahre Raabehaus


Kleine Museen sind wichtig!


Als Wilhelm Raabe am 8. September 1831 in Eschershausen geboren wurde, konnte noch niemand ahnen, welche Bedeutung seine Person und sein Wirken für die Stadt einst haben würden. Heute gilt Raabe, sein Leben und Werk, sowie die Erinnerung an all das als identitätsstiftend für die einst kleines Stadt im Herzogtum Braunschweig, die sich heute selbstbewusst und mit großer Selbstverständlichkeit Raabestadt nennt. Einen großen Beitrag zur Erinnerungskultur leistet dabei das Geburtshaus Wilhelm Raabes, das seit Jahrzehnten als Erinnerungsstätte an einen der bedeutendsten Dichter des Landes dient.
Mit einer Feierstunde erinnerte jetzt der Heimat- und Kulturverein Eschershausen an die Neueröffnung des Museums Raabehaus vor 20 Jahren. Die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Ingrid Reuther, zugleich seit vielen Jahren auch Museumsleiterin im Raabehaus, konnte zahlreiche Gäste zu diesem kleinen, aber durchaus bedeutenden Jubiläum begrüßen. Bedeutend deshalb, weil es in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit ist, das gerade sehr kleine Museen weiterbestehen. Das jedenfalls ist der Tenor in den Grußworten der Vertreter von Rat und Verwaltung und dem beeindruckenden Festvortrag des Präsidenten der internationalen Raabegesellschaft, Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel, der eigens zur Feierstunde aus Braunschweig angereist war.
Eschershausens Stadtdirektor Jürgen Meyer würdigt zu Beginn der Feierstunde das große ehrenamtliche Engagement all derer, die zum Betrieb und Erhalt des Museum Raabehaus beitragen. Meyer erinnerte an den Um- und Ausbau des Hauses und betonte, dass es trotz großer finanzieller Schwierigkeiten gelungen sei, das Museum als solches zu erhalten. Dennoch könne der finanzielle Schwerpunkt der Stadt angesichts großer Herausforderungen beim Straßenbau und dem Hochwasserschutz aktuell nicht beim Museum liegen, so der Stadtdirektor weiter.
Gruppenbild der geehrten Damen und Herren und Rednern.
Gruppenbild. Ausriss TAH 19.NOV.2019.
Wohltuender hingegen die Worte des Bürgermeisters. Hermann Gruppe ließ den Rotstift in der Tasche und verteilte stattdessen Lob an den Verein für seine Bemühungen, den Menschen Raabe näherzubringen. Einen großen Blumenstrauß obendrauf gab es für Ingrid Reuther. Sie neige dazu, Lob und Anerkennung vorwiegend über ihre Mitstreiter auszuschütten. Doch im Grunde sei immer sie es, die vorweg geht, so der Bürgermeister anerkennend. 
Blumenstrauß für Ingrid Reuther.
Ingrid Reuther hier mit Blumen geehrt. ML
Im Anschluss war es dann Professor Biegel, das Leben Wilhelm Raabes und die Geschichte des Raabehauses näher zu beleuchten. Dabei holte Biegel, so darf man es wohl nennen, zu einem Rundumschlag gegen Sparmaßnahmen im Kultur- und Bildungsbereich aus und brach dabei eine Lanze für den Erhalt auch noch so kleiner Museen. „Museen, ob groß oder klein waren und sind Wissenschaftseinrichtungen und Bildungsinstitute mit einem zentralen Bildungsauftrag“, so der Präsident der internationalen Raabegesellschaft. „Ohne die museale Bildungsarbeit droht der Verlust des Wissens um die Geschichte und damit der wichtigsten Voraussetzungen unserer kulturellen und gesellschaftlichen Identität“ so Biegel weiter.
Biegel betonte, dass das Raabehaus in der Gegenwart einen wichtigen Beitrag zur Rezeption von Leben und Werk Wilhelm Raabes leistet. „Es zählt zu den bedeutendsten literarischen Museen in Niedersachsen“, so Biegel. Mit Blick auf den Dichter Raabe ist er sicher: „Was Theodor Fontane für Brandenburg war und ist, bedeutet Wilhelm Raabe für Niedersachsen.“ Dabei sei Raabe aktuell. Mit seinem Roman “Pfisters Mühle“ war er der Erste, der auf die ökologischen Gefahren der Umweltverschmutzung hingewiesen hatte, und mit seiner Version von den „Vereinigten Staaten von Europa“ in „Abu Telfan“ gewinnt er gerade in unserer Zeit weitere Aktualität, betont Biegel. Deshalb seine Forderung, dass das Geburtshaus in Eschershausen, das eine angemessene Stätte zur musealen Würdigung von Leben und Werk Wilhelm Raabes darstellt, auch als solche erhalten bleiben muss.
Im Rahmen der Feierstunde kam es dann noch zu besonderen Würdigungen und Ehrungen. Anne Gömann und das Ehepaar Hertha und Bernhard Wolff konnten Präsente und Blumen für ihr langes, ehrenamtliches Engagement im Verein entgegennehmen. Eine besondere Ehrung wurde an diesem Tag Prof. Dr. Biegel zuteil. Er wurde zum Ehrenmitglied des Heimat- und Kulturvereins ernannt und konnte aus den Händen des Geschäftsführers Ralph Meyer eine stattliche Urkunde entgegennehmen. 

Prof. Biegel jetzt Ehrenmitglied.
Ehrung für jahrelanges Engagement.
Mit einem gemeinsamen Imbiss klang die Feierstunde zum Jubiläum aus. 
Die musikalischen Untermalung des Abends gestalteten Sabine Kaufmann (Flöte) und Martin Zingerling (Klavier).

Text und Foto: Jürgen Bommer. Täglicher Anzeiger Holzminden.



Hier ein sehens- und hörenswerter Mitschnitt, denn die Festrede eröffnete Prof. Biegel mit einer Attacke.


Ende.

Montag, 4. November 2019

„Federansetzungstag“ und Todestag von Wilhelm Raabe


Am 15. November 1854 

nimmt das Leben des gerade einmal 23-jährigen Wilhelm Raabe eine bedeutungsvolle Wendung. Vom Sommersemester 1854 bis zum Wintersemester 1855/56 besuchte Wilhelm Raabe als Gasthörer die Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin. Wie die Testate seiner Professoren belegen, besuchte er gewissenhaft Vorlesungen zur Literatur- und Kulturgeschichte, Kunstgeschichte und Ästhetik. Die Vorlesungen ergänzte ein eifriger Besuch der Museen, in denen er ganze Tage zubrachte. 

In diese Zeit fiel der Beginn der Arbeit an der „Chronik der Sperlingsgasse“. Raabe will am 15. November 1854 mit der Niederschrift begonnen haben: „Ich hatte mir das gelbe Papier aus einer leeren Zigarrenkiste herausgerissen, darauf habe ich die Sperlingsgasse begonnen“. 

Raabe selbst hat die Rede von seiner Berufung zum Dichter mit der Stilisierung des „Federansetzungstages“ gefördert; seine Verehrer haben diesen Mythos bis in die Gegenwart gepflegt. 

Wie es die Ironie des Schicksals will, stirbt Raabe genau am 56. Jahrestag dieses Ereignisses, nämlich am 15. November 1910, nach längerer Krankheit in Braunschweig. 

Die Wirkung seiner rund 70 Romane, Erzählungen, Novellen hält bis heute an. Wer noch mehr über Wilhelm Raabe und sein Werk „Die Chronik der Sperlingsgasse“ wissen möchte, ist im Raabe Museum gern gesehen.

Ausriss aus dem TAH vom 4. November 2019.

Ende.

Sonntag, 27. Oktober 2019

Stadtführung durch das Raabemuseum


Wilfried Lenke, Gästeführer im Weserbergland, 


war im Rahmen einer Stadtführung mit einer Gruppe im Geburtshaus des Dichters Wilhelm Raabe in Eschershausen zu Gast. Die Leiterin des Raabe-Hauses, Ingrid Reuther, präsentierte den Gästen die ehemalige Wohnung der Familie Raabe und gewährte einen Blick in den Garten. Die Besucher waren beeindruckt von ihren Ausführungen und konnten mit vielen Eindrücken auf ihre weitere Entdeckungstour durch die Stadt gehen. 
Wilfried Lenke mit Besuchern im Raabemuseum.
Die erste Besuchergruppe der neuen Stadtführung 2019.
W. Lenke erste Reihe kniend. Foto Reuther.
Weitere Stationen der interessanten Stadtführung waren unter anderem der Stadtberg sowie die Kirche St. Martin, in der Pastor a. d. Dörrie ebenfalls interessante Erläuterungen zur Geschichte des Gotteshauses geben konnte.

Text und Bild: Ingrid Reuther, Reinking TAH.

Ende.

Montag, 7. Oktober 2019

20 Jahre Raabe Museum in Eschershausen

Frau Reuther informiert.
Ausriss TAH 5. Oktober 2019
Ende.

Montag, 26. August 2019

Termine: offenes Denkmal & 20 Jahre Museum


Tag des offenen Denkmals – 188. Geburtstag Wilhelm Raabe

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert seit 1993 den Tag des offenen Denkmals in ganz Deutschland. Er ist seit 26 Jahren eine eingetragene und geschützte Marke.
Gleichzeitig am 08. September feiert das Museum Raabe Haus in Eschershausen den 188. Geburtstag von Wilhelm Raabe.
Motto des Tages: Raabes Umwelt-Roman „Pfisters Mühle“ – eine Betrachtung zum 188. Geburtstag. Raabe gehört zu den ersten, der die negativen Auswirkungen des Industrialisierungsprozesses auf die Umwelt beschreibt. Für Kinder gibt es ein Suchspiel „Auf Rabenjagd“.
Das Museum Raabe Haus lädt zum diesjährigen Tag des Denkmals am Sonntag, 08. September bei freiem Eintritt von 14-bis 18 Uhr ein.

1999-2019 - 20 Jahre Raabe Museum – nach der Umgestaltung.

Nach der Umgestaltung des Museums, an der Prof. Gerd Biegel maßgeblichen Anteil hatte, soll dieses kleine Jubiläum am Samstag, 16. November 2019, in der Aula der Wilhelm Raabe Schule gefeiert werden.
Ingrid Reuther
-ENDE-

Mittwoch, 26. Juni 2019

Prof. Biegel Vorträge abgesagt; Museumsleiterin Reuther krank - Museum geschlossen.

Herr Prof. Gerd Biegel hat heute (26. Juno 2019) aus gesundheitlichen Gründen bis auf Weiteres alle Vorträge in Eschershausen abgesagt. Von Seiten der Ärzte ist ihm bis zur Abklärung der Ursache eines akuten Schwächeanfalls jegliche Anstrengung untersagt worden. 
Auch wenn wir es alle sehr bedauern, Herrn Prof. Biegel nicht im Raabe Museum vortragen zu hören, so sind wir doch froh, dass „nichts Schlimmeres“ geschehen ist und er ärztlich gut versorgt wird. 


Letzte Woche wurde eine ernste Erkrankung bei Museumsleiterin Frau Ingrid Reuther vermeldet. Weitere Kenntnis ist nicht vorhanden und selbstverständlich wird dies respektiert.
Daher ist zur Zeit unser - zumindest bei den Liebhabern geschätztes - Stadt Eschershausen Literaturmuseum nicht geöffnet.


Wir wünschen beiden alles Gute und dass die Ursachen bald gefunden sind und behoben werden können!


Ende.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Nationaler Kulturort oder Abstellkammer - Vorträge von Prof. Biegel

Der Artikel im Täglichen Anzeiger von Frau Reuther weist auf die Vortragsreihe im Raabemuseum hin.
Kulturort oder Abstellkammer? Museumsvorträge Prof. Biegel
Ausriss aus dem TAH 17.Juni. 2019
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Montag, 3. Juni 2019

Geschichtsvorträge 2019


Liebe Raabe-, Literatur- und Geschichtsfreunde,
mit unseren Eschershäuser Geschichtsvorträgen im Museum Raabehaus wollen wir zur Vermittlung von Wilhelm Raabe ebenso weiter beitragen, wie über unsere eigenen kulturhistorischen Forschungen. Wichtiges Anliegen bleibt es für uns, an die Eschershäuser Kultur – und Heimatfreunde weitere Anregungen zu geben, um Wilhelm Raabe, seine Zeit und seine Wirkungsgeschichte vertiefend kennenzulernen, hat seine Person mit ihrem Werk doch weit über regionale Grenzen hinaus Bedeutung und ist das Raabemuseum in Eschershausen letztlich ein nationaler Kulturort, auf den es wieder einmal verstärkt aufmerksam zu machen gilt (auch in der eigentlichen Raabe-Heimat!!).
Dazu hoffen wir auf Ihr Interesse und weiterhin eine rege Teilnahme an den Vorträgen der Internationalen Raabe-Gesellschaft e. V. und des Instituts für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung TU Braunschweig im Raabemuseum Eschershausen, zu denen wir Sie alle herzlich einladen.
Ihr
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel
Gründungsdirektor
Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung, TU Braunschweig und
Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.


Freitag, 28. Juni 2019, 19.00 Uhr Vortrag
Nationaler Kulturort oder Abstellkammer der Lokalgeschichte?
Reflexionen des Raabepräsidenten zur Bedeutung des Raabemuseums Eschershausen.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel
Von Schritt zu Schritt wurde das Vergangene lebendig.
Der Weserdistrikt als Wilhelm Raabes dominante »Erinnerungslandschaft« – ein Ausflug in eine vergessene »Geschichtslandschaft« im Spiegel deutscher Literatur.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein

Freitag, 12. Juli 2018, 19.00 Uhr Vortrag
Und so geht’s wieder hinaus in die immerhin beste Welt!
Raabe und Jensen: ein Dialog in Briefen.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein

Freitag, 16. August 2019, 19.00 Uhr Vortrag
Der verfluchte Jude.
Raabes jüdische Welt – zusammenhangslose Ressentiments und reflektierende Rezeption.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel


Sonntag, 8. September 2019, 16.00 Uhr (!!) Vortrag und Empfang
Hätte Raabe mehr Kritik, so wäre er absolut Nummer eins.
Raabe und Fontane – zwei historische Literaten und eine Geburtstagsbetrachtung.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein


 Ende.

Samstag, 16. März 2019

Raabe-Bühne – vier Jahre deutsch-afghanische Freundschaft


Der Heimat- und Kulturverein sowie die Raabe-Bühne Eschershausen begleiten nun seit vier Jahren junge afghanische Männer. 
Im November 2015 kamen die Flüchtlinge von Kabul nach Eschershausen, ohne Familie, Freunde und Deutschkenntnisse. Trotzdem hatten sie sich schnell eingelebt, haben die von ehrenamtlichen Helfern angebotenen Deutschstunden besucht. Eine gute Grundlage denn so knüpften sie schnell Kontakt zur Laienspielgruppe und zum Heimatverein. Aus Fremden wurden Freunde.
Die Laienspieler sind überzeugt, dass neben notwendigen praktischen Alltagshilfen die menschliche Zuwendung und Freundschaft das Wertvollste sind, das man unabhängig von Herkunft und Kultur schenken kann.
Ingrid Reuther, Kurt Seitz
Selfie im Klubzimmer des Museum Raabe-Haus,
Eschershausen, März 2019. Ausriss aus dem TAH.

Ende.

Dienstag, 26. Februar 2019

Radwanderer machen Stop im Museum

Ausriss aus dem TAH, 26. Februar 2019

Samstag, 2. Februar 2019

Raabe-Museum kramt in der Vergangenheit

Museumsleiterin Ingrid Reuther lädt zu einer neuen Ausstellung

Dem Raabe-Museum wurden vor einiger Zeit von privater Seite Akten mit dem Schriftverkehr aus den Jahren 1914/1942 der Geschäftsstelle des Braunschweigischen Amtsgerichts Eschershausen übergeben. Es handelt sich hier unter anderem um die Bestellung oder Beendigung einer Vormundschaft, überwiegend von Bürgern aus Scharfoldendorf. 

Konfirmationsurkunde 1912

Zu den ältesten Dokumenten gehören eine Konfirmationsurkunde aus dem Jahr 1913 von Heinrich Junge aus Eschershausen und das Dokument einer Vormundschaft von Rudolf Schläger, geboren am 1. August 1898 in Scharfoldendorf. Die Ausstellung präsentiert außerdem handschriftliche Briefe, Zeugnisse, Fotos und Urkunden von Bürgern aus Dielmissen, Scharfoldendorf und Eschershausen. 
Die Ausstellung beginnt am 10. Februar und kann zu den regulären Öffnungszeiten oder sonntags zwischen 14 und 17 Uhr besucht werden.
Ende.

Samstag, 17. November 2018

Kubel Vortrag mit Hintergrund

Ausriss aus dem TAH 17. Nov. 2018
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Dienstag, 6. November 2018

Kubel im Museum 9. Nov. 2018

Ausriss aus dem TAH 6-NOV-2018

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Museum Raabe-Haus als Brücke

Ausriss aus dem TAH vom 17. Okt. 2018
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Montag, 15. Oktober 2018

Die Apotheke zu Angerbeck


EINLADUNG zur Lesung des Romans
„Die Apotheke zu Angerbeck“ von Ludwig Kubel
Freitag, 09. November 2018, 19 Uhr im Raabe-Museum

Liebe Raabe-Freunde,
heute lade ich Sie zu einer Lesung ein, die nichts mit Wilhelm Raabe zu tun hat. Eschershausen ist in der glücklichen Lage, dass noch zwei andere Schriftsteller hier geboren wurden. Wie wir ja alle wissen, ist dies Otto Elster und Ludwig Kubel.
Ludwig Kubel wurde am 07. 11. 1859 in Eschershausen geboren und gestorben ist er am 04. 08. 1940 in Potsdam. Als Sohn des Apothekers August Kubel, der von 1835 bis 1863 die Apotheke am Marktplatz in Eschershausen innehatte, erlebte er den Umzug der Apotheke in die heutige Raabestraße mit. Hier blieb der Vater bis 1876 als Apotheker.
Ludwig Kubel schrieb einen von der Apotheke inspirierten Roman, der 1905 mit dem Titel „Die Apotheke zu Angerbeck“ erschien, wobei Angerbeck hier als Pseudonym für Eschershausen gebraucht wird. Dieser Roman spielt um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Eschershausen und beschreibt auch das Schützenfest sowie einige damalige Honoratioren. Es ist ein sehr unterhaltsamer Roman mit vielen Erinnerungen.
"Schloß" - Raabestraße 16 *
Ich würde mich freuen Sie bei unserer „Kubel-Lesung“ - Fünftes Kapitel, – Besuch des Angerbecker Schüttenhofes – begrüßen zu können.
Viele Grüße aus dem Museum
Ingrid Reuther

* Das Haus Raabestraße Nr. 16, Abzweig nach Scharfoldendorf, erbaut 1770 von Daniel Grove, abgebrochen 1905, hieß im Volksmund - wohl etwas spöttisch - das "Schloß". In diesem Haus spielt ein Teil der Handlung des Romans "Die Apotheke zu Angerbeck".
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