Posts mit dem Label Vorträge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Vorträge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Geschichte – wie es gewesen ist.

Helmut Schmidt. Buch: Außer Dienst.

Siedler Verlag 2008. 

„Im Laufe des 20. Jahrhunderts und besonders gegen dessen Ende haben die rasante Vermehrung der Weltbevölkerung und die ebenso rasante Ausbreitung der modernen Verkehrsmittel und der Telekommunikation die Staaten der Welt und ihre Volkswirtschaften eng miteinander verflochten und voneinander abhängig gemacht. Die meisten Menschen sehen die Welt jedoch nach wie vor aus national-egozentrischer und national-egoistischer Perspektive. Ob in Amerika oder China, in Russland oder Frankreich oder Deutschland, fast überall in der Welt herrscht in der öffentlichen Meinung ebenso wie in der politischen Klasse ein national beschränktes Verständnis vor. 

Donald Trump. US Präsident 2017-2021.
D.Trump. Vereidigung
Präsid. USA 2017

In den meisten Staaten haben es die Historiker bisher versäumt, der heimischen Gesellschaft zumindest in Umrissen ein Bild von der Geschichte ihrer Nachbarn und der Geschichte jener Völker und Staaten zu vermitteln, mit denen man es vornehmlich zu tun hat. Während die Medizin, die Naturwissenschaften insgesamt, die Künste, während Handel, Verkehr und Finanzwelt sich internationalisieren und vernetzen, verharrt das Geschichtsbewusstsein der Nationen weitgehend in den jeweiligen nationalen Grenzen. Das gilt auch für uns Deutsche. Es sei die Aufgabe der Geschichtswissenschaft nachzuweisen, »wie es eigentlich gewesen ist«, hat Leopold von Ranke 1824 gefordert …“ 

In diesem Sinne sind wir in Eschershausen Herrn Professor Dr. h.c. Gerd Biegel zu Dank verpflichtet, denn er versorgt das „Land hinter dem Tunnel“ – aus Braunschweig kommend – immer gerne mit seinem Wissen. Auch aus der selbstgewählten Corona-Pandemie Isolation heraus versendet er die Basistexte für seine Vorträge. [PDF-Datei Vortrag 2020 Nov, Folge 7 "Ein ungeratener Sohn" bitte separat anfordern]. Das ist natürlich kein Ersatz für das Original, muss für das Jahr 2020 aber mal ausreichen. Glück auf für 2021.

Ende.

Freitag, 14. August 2020

Poetikdozentur

 In Braunschweig ist Kultur weiblich!

Covid-19 - was lässt sich aus feministischer Sicht zu der durch das Virus ausgelösten gesellschaftlichen Entwicklung sagen? Sind jetzt (ersehnte/befürchtete) Wertewechsel möglich oder wird vielmehr an alteingesessenen Strukturen umso nachhaltiger festgehalten? 

Sasha Marianna Salzmann, ausgezeichnet mit der diesjährigen Ricarda Huch Poetikdozentur, initiiert vier Gespräche:

  • mit der Soziologieprofessorin Sabine Hark, 
  • dem Autor und Dramaturg Necati Öziri, 
  • der Dramatikerin Sivan Ben Yishai 
  • und der Schriftstellerin Emma Braslavsky.

Die vier geplanten Gespräche werden aufgezeichnet und online ab Juli 2020 zur Verfügung gestellt. 

Die ersten beiden Gespräche sind bereits hier abrufbar, im Spätsommer folgen das dritte und vierte Gespräch.

https://www.braunschweig.de/kultur/literatur/ricarda_huch/Poetikdozentur_Uebersicht.php

Ende.

Donnerstag, 16. Januar 2020

Ehrenmitglied des HKV


Ein ehrenvoller Rahmen mit würdigem Inhalt.


Anlässlich des 20ig jährigen Jubiläums zum Bestehen des „Museum Raabe-Haus“ in Eschershausen, hat der Vorstand des Heimat- und Kulturvereins Herrn Professor Dr. h.c. Gerd Biegel als Ehrenmitglied berufen. 
Nicht nur, dass Professor Biegel und Frau Dr. Klein das Museumskonzept vom Braunschweiger Landesmuseum erstellt und aufgebaut haben, sondern auch unermüdliches Reisen in „das Land hinter dem Tunnel“ und die lehrreichen Vorträge waren Grund genug, für diese seltene Ehre.

Die Ehrenurkunde geht an Prof. Biegel durch Ralph Meyer.
Vorstand Ralph Meyer überreicht die Urkunde.
Foto: Jürgen Bommer, Nov.2019.

Die Achtung und Wertschätzung der Kultur, der hier im ländlichen Raum lebenden, hat durch diese Arbeit und Berichterstattung darüber gewiss zugenommen - und dürfte ruhig noch etwas zunehmen. Weiter so!

Ende.

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Sohlfahrt die Hundertste


Die nunmehr 100-jährige Tradition der Hannoverschen „Sohlbrüder“


fand mit einer Rekordbeteiligung der Bevölkerung eine wahrhaft würdige Resonanz.

Um 11 Uhr fanden sich die ersten Besucher ein. Wärmefeuer.
Traditionsfeuer um 11 Uhr.


Ehemaliger KWG Schüler und heutiger Ministerpräsident.
Prominenter Turmredner: Stephan Weil.














Die intensiven Vorbereitungen (Herrichten und Renovieren der Außenanlagen, Einladung mit farbiger Designbroschüre, Musikzug Grünenplan, Rockband Einbeck, Holzbeschau und geselliges Beisammensein (Raabefeier) im Eschershäuser MGH, Raabemuseum, Fahrservice, Glas-Gedenkbecher und -münzen) und der „Stargast“ Ministerpräsident Stephan Weil brachten den erhofften Erfolg.
Gruppenbild an historischer Stätte am Großen Sohl.
Funktionsträger u.a. Bode, Weil,
Senftleben, Willuda.

Weil konnte als Turmredner gewonnen werden, da er bereits vor 43 Jahren als Schüler des KWG (ehemaliges Kaiser-Wilhelm-Gymnasium) an einer Sohlfahrt teilnahm. In seiner mit Raabezitaten klug durchsetzten Rede, forderte Weil unter anderem eine Wiederaufnahme der Sohlfahrten durch das KWG. Derzeit beteiligt sich nur die Ehemaligen-Vereinigung.
Rechts im Bild die Heavy Metal Band "Green Machine".
Volksfestgröße.



Ausblick aus 400 Meter Höhe.
+8°C, wenig Wind, neblig-feucht.
Soviel Publikum war noch nie in 100 Jahren.
Gruppengespräche und zum 100x Netze weben ...
Die Organisation wurde vor Ort vom HVV (Vorsitzender Hans-Joachim Bode) gestaltet. Musik gab es von der Feuerwehr Grünenplan (unter anderem „Hoch im Hils“ und „Weserbogenlied“). Nach Abschluss der Reden wurde – ungewohnt – lauter Heavy Metal von der Rockband „Green Machine“ dargeboten (unter anderem auch wieder mit „Hoch im Hils“).







Neben anderen bekannten Teilnehmer waren auch drei Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt, Volker Senftleben, Hermann Grupe (zugleich auch Eschershäuser Bürgermeister), dazu der Delligser Bürgermeister Stephan Willudda und der Grünenplaner Bürgermeister Markus Oppermann vor Ort.

Erfreut über eine gelungene Feier geht es nach Hause.
Abstieg zum Roten Fuchs.
Der Dolomitstein mit Relief wird immer als Gedenkstelle benutzt. Kranzniederlegung.
Bekränzter Gedenkstein.

Der Tägliche Anzeiger Holzminden vom 23.12.2019 machte die Titelseite mit Foto auf und brachte dann noch einen ganzseitigen Artikel im Lokalteil – mehr Aufmerksamkeit für eine totgesagte Veranstaltung geht nicht.

Ende.

Fotos: Christian Kaese.

Donnerstag, 19. Dezember 2019

WER sind die Niedersachsen?


Saxones


"Wir sind die Niedersachsen, Sturmfest und erdverwachsen, Heil Herzog Widukinds Stamm!"
Schöner Titel der Landesaustellung: SAXONES.
So schallt der Refrain der inoffiziellen Hymne, des Niedersachsenliedes, seit der Gründung des Bundeslandes Niedersachsen im November 1946 durch das Land. Mit Herzog Widukinds Stamm gemeint sind die damaligen Bewohner unseres Landes, die Karl der Große im 8. Jahrhundert Saxones, also Sachsen, nannte und seiner Herrschaft unterwarf.
Die heutigen Niedersachsen sind demnach die Nachfahren ebendieser Sachsen, die laut Niedersachsenlied als Volksgruppe oder Stamm schon in der berühmten Varusschlacht im Jahr 9 n. Chr. gegen die Römer ins Feld zogen. Und heroisch den römischen Adler nieder in den Sand warfen. Eine schöne Geschichte — aber auch nicht mehr.

Die historische Realität sah anders aus, wie die Niedersächsische Landesausstellung 2019 SAXONES. Das erste Jahrtausend in Niedersachsen unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Stephan Weil einer breiten Öffentlichkeit erklärt.
Landesmuseum Hannover 5.4. bis 18.8.2019
Braunschweigisches Landesmuseum: 22.9.2019 bis 2.2.2020.
Beide Landesmuseen arbeiten zusammen. 2019, 2020.
Zwei Landesmuseen Hand in Hand.
Am Beispiel der Sachsen zeigt sich, dass Völker äußerst komplexe und instabile Gebilde sind. Identität entstand – wie so oft – in der Abgrenzung nach außen.

Desirée Hennecke.
Textausriss: Vier Viertel Kult, Herbst 2019

Ende.

Freitag, 29. November 2019

Vortragsplan für 2020. Prof. Biegel

Aufgrund Covid-Pandemie 04/2020 abgesagt:

Liebe Raabe-, Literatur- und Geschichtsfreunde,

mit unseren Eschershäuser Geschichtsvorträgen im Museum Raabehaus wollen wir zur Vermittlung von Wilhelm Raabe ebenso weiter beitragen, wie über unsere eigenen kulturhistorischen Forschungen berichten. Wichtiges Anliegen bleibt es für uns auch weiterhin, den Eschershäuser Kultur –und Heimatfreunde Anregungen zu geben, um Wilhelm Raabe, seine Zeit und seine Wirkungsgeschichte vertiefend kennenzulernen. Er ist der »große Sohn der kleinen Stadt« und mit seinem Werk weit über regionale Grenzen hinaus von Bedeutung. Das Museum Raabehaus in Eschershausen ist daher letztlich ein ernsthafter nationaler Kulturort, auf den es stets aufmerksam zu machen gilt, um Menschen für Raabe und für seine Geburtsstadt zu interessieren. 
Museum Raabehaus in Eschershausen Frontansicht.
Museum Raabehaus ca. 2012. G.Biegel
Aus Anlaß des 100. Geburtstags Raabes wurde am 9. September 1931 das Raabe-Denkmal in Eschershausen eingeweiht, das Wilhelm Raabe zeigt in einem geschlossenen Mantel und die Hände in den Manteltaschen vergraben. Das Denkmal ist eine Arbeit des Braunschweiger Bildhauers Karl Sagebiel und wurde am 9. September 1931 in Anwesenheit zahlreicher Honoratioren, darunter den Töchtern Raabes sowie einiger Enkel, eingeweiht. Im Jahre 1941 war der Bestand des Denkmals in Eschershausen bedroht. Die Engpässe in der Versorgung ließen einige Zeitgenossen ein ganz neues Interesse an der Raabe-Statue finden. Plötzlich rückte der Materialwert in den Mittelpunkt des Interesses und das Denkmal war vom Einschmelzen bedroht. Der Bürgermeister legte in einer Eingabe Beschwerde ein und betonte, daß »das Denkmal [...] eine Wallfahrtsstätte für die vielen Freunde des Dichters, die alljährlich das Weserbergland besuchen [sei]«. Auf einem Formular, das eine Stellungnahme der Gemeinde einforderte, hatte der Bürgermeister angekreuzt: »Das Denkmal soll erhalten bleiben, weil es – künstlerischen [...] – heimatlichen Wert hat«. Die Rubrik »politisch« hatte die Gemeinde gemäß der Vorgabe »Nichtzutreffendes ist durchzustreichen« gestrichen. Die Gemeinde und ihre Bürgerschaft kämpften um »ihren« Raabe und es bedarf auch heute wieder des Kampfes der Bürgerschaft, um die politischen Vertreter der Stadt an ihre Verantwortung zu erinnern, die heute offenbar leichter beiseitegeschoben werden kann, als 1941?

Hatte einst ein Bürger dieser Stadt ein Vermögen gestiftet, um das Raabehaus zu bewahren und museal zum Denkmal für Wilhelm Raabe zu machen, so scheint heutzutage der Kommerz die Kultur zu übertrumpfen und das Museum Raabehaus in seiner Existenz leichtfertig in Frage zu stellen. Daher müssen wir in Eschershausen die Verantwortlichen in der Stadt und Samtgemeinde daran erinnern, daß das Bekenntnis der Stadt und ihrer Bürger zu »Ihrem« Wilhelm Raabe selbst in schlimmsten Zeiten bewahrt wurde und sich mehr als 70 Jahre durchaus gelohnt hat. Dieses Vermächtnis darf nicht leichtfertig aufgegeben werden, denn Eschershausen war und muß bleiben die »Raabestadt Eschershausen«. Unsere Aktivitäten von Museum Raabehaus, Heimat –und Kulturverein, Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung, TU Braunschweig und Internationale Raabe-Gesellschaft e. V. sollen dazu beitragen, die Bedeutung Raabes zu vermitteln und auch zukünftig für Eschershausen zu werben.

Dazu hoffen wir auf Ihr Interesse und weiterhin eine rege Teilnahme an den Vorträgen der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V. und des Instituts für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung, TU Braunschweig im Raabemuseum Eschershausen, zu denen wir Sie alle herzlich einladen.
    Ihr                   
 
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel
Gründungsdirektor Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung, TU Braunschweig, Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V. und Ehrenmitglied des Heimat –und Kulturvereins Eschershausen e.V.


PROGRAMM 2020

Freitag, 24. April 2020, 18.00 Uhr Vortrag
»Nationaler Kulturort oder
Abstellkammer der Lokalgeschichte?«
Reflexionen des Raabepräsidenten zur Bedeutung des
Museums Raabehaus in Eschershausen.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

Freitag, 12. Juni 2020, 18.00 Uhr Vortrag
»Von Schritt zu Schritt wurde das Vergangene lebendig.«
Der Weserdistrikt als Wilhelm Raabes dominante
»Erinnerungslandschaft« – ein Ausflug in eine vergessene 
»Geschichtslandschaft« im Spiegel der Literatur.
 Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein

Freitag, 18. August 2020, 18.00 Uhr Vortrag
»Der verfluchte Jude.«
Raabes jüdische Welt – zusammenhangslose Ressentiments und reflektierende Rezeption.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

Sonntag, 6. September 2020, 16.00 Uhr (!!) Vortrag und Empfang
»Hätte Raabe mehr Kritik, so wäre er absolut Nummer eins.«
Raabe und Fontane – zwei historische Literaten, 
eine vergleichende Betrachtung.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein

Ende.

Mittwoch, 20. November 2019

Feierstunde 20 Jahre Raabehaus


Kleine Museen sind wichtig!


Als Wilhelm Raabe am 8. September 1831 in Eschershausen geboren wurde, konnte noch niemand ahnen, welche Bedeutung seine Person und sein Wirken für die Stadt einst haben würden. Heute gilt Raabe, sein Leben und Werk, sowie die Erinnerung an all das als identitätsstiftend für die einst kleines Stadt im Herzogtum Braunschweig, die sich heute selbstbewusst und mit großer Selbstverständlichkeit Raabestadt nennt. Einen großen Beitrag zur Erinnerungskultur leistet dabei das Geburtshaus Wilhelm Raabes, das seit Jahrzehnten als Erinnerungsstätte an einen der bedeutendsten Dichter des Landes dient.
Mit einer Feierstunde erinnerte jetzt der Heimat- und Kulturverein Eschershausen an die Neueröffnung des Museums Raabehaus vor 20 Jahren. Die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Ingrid Reuther, zugleich seit vielen Jahren auch Museumsleiterin im Raabehaus, konnte zahlreiche Gäste zu diesem kleinen, aber durchaus bedeutenden Jubiläum begrüßen. Bedeutend deshalb, weil es in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit ist, das gerade sehr kleine Museen weiterbestehen. Das jedenfalls ist der Tenor in den Grußworten der Vertreter von Rat und Verwaltung und dem beeindruckenden Festvortrag des Präsidenten der internationalen Raabegesellschaft, Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel, der eigens zur Feierstunde aus Braunschweig angereist war.
Eschershausens Stadtdirektor Jürgen Meyer würdigt zu Beginn der Feierstunde das große ehrenamtliche Engagement all derer, die zum Betrieb und Erhalt des Museum Raabehaus beitragen. Meyer erinnerte an den Um- und Ausbau des Hauses und betonte, dass es trotz großer finanzieller Schwierigkeiten gelungen sei, das Museum als solches zu erhalten. Dennoch könne der finanzielle Schwerpunkt der Stadt angesichts großer Herausforderungen beim Straßenbau und dem Hochwasserschutz aktuell nicht beim Museum liegen, so der Stadtdirektor weiter.
Gruppenbild der geehrten Damen und Herren und Rednern.
Gruppenbild. Ausriss TAH 19.NOV.2019.
Wohltuender hingegen die Worte des Bürgermeisters. Hermann Gruppe ließ den Rotstift in der Tasche und verteilte stattdessen Lob an den Verein für seine Bemühungen, den Menschen Raabe näherzubringen. Einen großen Blumenstrauß obendrauf gab es für Ingrid Reuther. Sie neige dazu, Lob und Anerkennung vorwiegend über ihre Mitstreiter auszuschütten. Doch im Grunde sei immer sie es, die vorweg geht, so der Bürgermeister anerkennend. 
Blumenstrauß für Ingrid Reuther.
Ingrid Reuther hier mit Blumen geehrt. ML
Im Anschluss war es dann Professor Biegel, das Leben Wilhelm Raabes und die Geschichte des Raabehauses näher zu beleuchten. Dabei holte Biegel, so darf man es wohl nennen, zu einem Rundumschlag gegen Sparmaßnahmen im Kultur- und Bildungsbereich aus und brach dabei eine Lanze für den Erhalt auch noch so kleiner Museen. „Museen, ob groß oder klein waren und sind Wissenschaftseinrichtungen und Bildungsinstitute mit einem zentralen Bildungsauftrag“, so der Präsident der internationalen Raabegesellschaft. „Ohne die museale Bildungsarbeit droht der Verlust des Wissens um die Geschichte und damit der wichtigsten Voraussetzungen unserer kulturellen und gesellschaftlichen Identität“ so Biegel weiter.
Biegel betonte, dass das Raabehaus in der Gegenwart einen wichtigen Beitrag zur Rezeption von Leben und Werk Wilhelm Raabes leistet. „Es zählt zu den bedeutendsten literarischen Museen in Niedersachsen“, so Biegel. Mit Blick auf den Dichter Raabe ist er sicher: „Was Theodor Fontane für Brandenburg war und ist, bedeutet Wilhelm Raabe für Niedersachsen.“ Dabei sei Raabe aktuell. Mit seinem Roman “Pfisters Mühle“ war er der Erste, der auf die ökologischen Gefahren der Umweltverschmutzung hingewiesen hatte, und mit seiner Version von den „Vereinigten Staaten von Europa“ in „Abu Telfan“ gewinnt er gerade in unserer Zeit weitere Aktualität, betont Biegel. Deshalb seine Forderung, dass das Geburtshaus in Eschershausen, das eine angemessene Stätte zur musealen Würdigung von Leben und Werk Wilhelm Raabes darstellt, auch als solche erhalten bleiben muss.
Im Rahmen der Feierstunde kam es dann noch zu besonderen Würdigungen und Ehrungen. Anne Gömann und das Ehepaar Hertha und Bernhard Wolff konnten Präsente und Blumen für ihr langes, ehrenamtliches Engagement im Verein entgegennehmen. Eine besondere Ehrung wurde an diesem Tag Prof. Dr. Biegel zuteil. Er wurde zum Ehrenmitglied des Heimat- und Kulturvereins ernannt und konnte aus den Händen des Geschäftsführers Ralph Meyer eine stattliche Urkunde entgegennehmen. 

Prof. Biegel jetzt Ehrenmitglied.
Ehrung für jahrelanges Engagement.
Mit einem gemeinsamen Imbiss klang die Feierstunde zum Jubiläum aus. 
Die musikalischen Untermalung des Abends gestalteten Sabine Kaufmann (Flöte) und Martin Zingerling (Klavier).

Text und Foto: Jürgen Bommer. Täglicher Anzeiger Holzminden.



Hier ein sehens- und hörenswerter Mitschnitt, denn die Festrede eröffnete Prof. Biegel mit einer Attacke.


Ende.

Montag, 7. Oktober 2019

20 Jahre Raabe Museum in Eschershausen

Frau Reuther informiert.
Ausriss TAH 5. Oktober 2019
Ende.

Donnerstag, 1. August 2019

Lange Nacht der Literatur - Braunschweig ist aktiv!


Liebes Literaturpublikum,

wir möchten Sie darauf hinweisen, dass der Vorverkauf für die „Lange Nacht der Literatur“ im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig heute, am 1. August, startet.

Die Lange Nacht der Literatur geht am 02.11.2019 in die zehnte Runde – auf Einladung des Raabe-Haus:Literaturzentrum und des Staatstheaters Braunschweig lesen auch in diesem Jahr, am Vorabend der Verleihung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises 2019, wieder preisgekrönte Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus ihren aktuellen Büchern im Kleinen Haus. Parallel auf drei Bühnen kann das Publikum fünf Stunden lang die Höhepunkte der aktuellen deutschsprachigen Literatur erleben.

Freuen Sie sich auf weitere hochkarätige Autorenlesungen, eine Podiumsdiskussion und Schauspielerlesungen. Mit Liebesliedern, interpretiert von der Direktmusik des Staatstheaters Braunschweigs, findet die Lange Nacht der Literatur 2019 ihren musikalischen Ausklang.

Bereits zugesagt haben folgende Autorinnen und Autoren:
Nora Bossong – Kranichsteiner Literaturpreis 2019
Karen Duve – Düsseldorfer Literaturpreis 2019
Thomas Hettche – Joseph-Breitbach-Preis 2019
Ulrich Woelk – Alfred-Döblin-Preis 2019.

Die Moderatorinnen und Moderatoren sind:
Alexander Cammann – Die ZEIT
Thomas Geiger – Literarisches Colloquium Berlin
Katrin Hillgruber – Freie Literaturkritikerin und Kulturjournalistin
Marie Schmidt – Süddeutsche Zeitung
Michael Schmitt – 3sat
Cécile Schortmann – Journalistin und Moderatorin unter anderem „Kulturzeit“ bei 3sat
Hubert Winkels – Deutschlandfunk

EintrittReguläre Eintrittskarte: 19,50 € / erm. 12,00 €
Karten gibt es an den Vorverkaufsstellen des Staatstheaters:
Kassenhalle Großes Haus
Dienstag bis Freitag 10:00 bis 19:30 Uhr
Samstag 10:00 bis 14:00 Uhr,
sowie am Samstag, den 02.11.2019 ab 18:00 Uhr an der Abendkasse des Kleinen Hauses.
Oder über den Online Ticketshop des Staatstheaters Braunschweig:
tickets.staatstheater-braunschweig.de/phoenix/webticket/eventlist

Weitere Informationen unter www.staatstheater-braunschweig.de/ oder www.braunschweig.de/literaturzentrum/ und Tel. 0531 70 189 317.

Die Lange Nacht der Literatur findet im Rahmen der Verleihung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises statt und ist eine Kooperation von der Stadt Braunschweig, dem Staatstheater und Deutschlandfunk.

Die Lange Nacht der Literatur wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.
Stadt Braunschweig, Fachbereich Kultur und Wissenschaft
Abteilung Literatur und Musik, Raabe-Haus:Literaturzentrum Braunschweig
Standort des Raabe-Hauses: Leonhardstraße 29a, 38102 Braunschweig.


-Ende-

Sonntag, 21. Juli 2019

Wer war Gustav Coenen? Vortrag 18.11.2019

Stadtarchivar Dr. Andreas Reuschel zu Gustav Coenens. 

Gustav Coenen wurde 1913 zum Bürgermeister von Eschershausen gewählt, das damals ca. 2000 Einwohner zählte. Er stand während des Ersten Weltkriegs an der Spitze der kleinen braunschweigischen Stadt, gab jedoch 1919 sein Amt auf. Bereits 1923 zog sich Coenen im Alter von nur 37 Jahren ins Privatleben zurück und geriet in den folgenden Jahrzehnten in Vergessenheit.

Im Rahmen eines Vortrages bei der Kreisvolkshochschule führt Reuschel durch dessen Lebensgeschichte sowie durch Bilder und Zeitungsausschnitte. So wird die Zeit um den Ersten Weltkrieg nicht nur in Eschershausen, sondern auch in Wyk auf Föhr wieder lebendig.           

Montag, 18. November 2019 19:00–22:00 Uhr

Haupt- und Realschule, Jahnstraße, 37632 Eschershausen

Anmelden:
https://www.kvhs-holzminden.de/programm/gesellschaft.html/kurs/552-C-2030707/t/wer-war-gustav-coenen

Nachtrag 19. November: 
Wie Dr. Reuschel mitteilte, sind noch kleinere Recherchen am laufen, die das Bild vervollständigen werden. Danach wird er eine Niederschrift veröffentlichen. 
Daher entsteht hier keine Kurzfassung.
- ENDE-

Mittwoch, 26. Juni 2019

Prof. Biegel Vorträge abgesagt; Museumsleiterin Reuther krank - Museum geschlossen.

Herr Prof. Gerd Biegel hat heute (26. Juno 2019) aus gesundheitlichen Gründen bis auf Weiteres alle Vorträge in Eschershausen abgesagt. Von Seiten der Ärzte ist ihm bis zur Abklärung der Ursache eines akuten Schwächeanfalls jegliche Anstrengung untersagt worden. 
Auch wenn wir es alle sehr bedauern, Herrn Prof. Biegel nicht im Raabe Museum vortragen zu hören, so sind wir doch froh, dass „nichts Schlimmeres“ geschehen ist und er ärztlich gut versorgt wird. 


Letzte Woche wurde eine ernste Erkrankung bei Museumsleiterin Frau Ingrid Reuther vermeldet. Weitere Kenntnis ist nicht vorhanden und selbstverständlich wird dies respektiert.
Daher ist zur Zeit unser - zumindest bei den Liebhabern geschätztes - Stadt Eschershausen Literaturmuseum nicht geöffnet.


Wir wünschen beiden alles Gute und dass die Ursachen bald gefunden sind und behoben werden können!


Ende.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Auch die Holzmindener Raabegesellschaft ist aktiv - hier eine Ankündigung aus dem TAH.
Gottfried Keller - Referat in der Raabegesellschaft Holzminden
Ausriss TAH 17.Juni. 2019.
-.-

Nationaler Kulturort oder Abstellkammer - Vorträge von Prof. Biegel

Der Artikel im Täglichen Anzeiger von Frau Reuther weist auf die Vortragsreihe im Raabemuseum hin.
Kulturort oder Abstellkammer? Museumsvorträge Prof. Biegel
Ausriss aus dem TAH 17.Juni. 2019
-.-

Montag, 3. Juni 2019

Geschichtsvorträge 2019


Liebe Raabe-, Literatur- und Geschichtsfreunde,
mit unseren Eschershäuser Geschichtsvorträgen im Museum Raabehaus wollen wir zur Vermittlung von Wilhelm Raabe ebenso weiter beitragen, wie über unsere eigenen kulturhistorischen Forschungen. Wichtiges Anliegen bleibt es für uns, an die Eschershäuser Kultur – und Heimatfreunde weitere Anregungen zu geben, um Wilhelm Raabe, seine Zeit und seine Wirkungsgeschichte vertiefend kennenzulernen, hat seine Person mit ihrem Werk doch weit über regionale Grenzen hinaus Bedeutung und ist das Raabemuseum in Eschershausen letztlich ein nationaler Kulturort, auf den es wieder einmal verstärkt aufmerksam zu machen gilt (auch in der eigentlichen Raabe-Heimat!!).
Dazu hoffen wir auf Ihr Interesse und weiterhin eine rege Teilnahme an den Vorträgen der Internationalen Raabe-Gesellschaft e. V. und des Instituts für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung TU Braunschweig im Raabemuseum Eschershausen, zu denen wir Sie alle herzlich einladen.
Ihr
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel
Gründungsdirektor
Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung, TU Braunschweig und
Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.


Freitag, 28. Juni 2019, 19.00 Uhr Vortrag
Nationaler Kulturort oder Abstellkammer der Lokalgeschichte?
Reflexionen des Raabepräsidenten zur Bedeutung des Raabemuseums Eschershausen.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel
Von Schritt zu Schritt wurde das Vergangene lebendig.
Der Weserdistrikt als Wilhelm Raabes dominante »Erinnerungslandschaft« – ein Ausflug in eine vergessene »Geschichtslandschaft« im Spiegel deutscher Literatur.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein

Freitag, 12. Juli 2018, 19.00 Uhr Vortrag
Und so geht’s wieder hinaus in die immerhin beste Welt!
Raabe und Jensen: ein Dialog in Briefen.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein

Freitag, 16. August 2019, 19.00 Uhr Vortrag
Der verfluchte Jude.
Raabes jüdische Welt – zusammenhangslose Ressentiments und reflektierende Rezeption.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel


Sonntag, 8. September 2019, 16.00 Uhr (!!) Vortrag und Empfang
Hätte Raabe mehr Kritik, so wäre er absolut Nummer eins.
Raabe und Fontane – zwei historische Literaten und eine Geburtstagsbetrachtung.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein


 Ende.

Samstag, 17. November 2018

Kubel Vortrag mit Hintergrund

Ausriss aus dem TAH 17. Nov. 2018
-.-

Sonntag, 11. November 2018

Literatur an Ort und Stelle 2019


Angebotene Seminare in 2019


  • 31.03. - 05.04.2019 Arthur Schnitzler in Wien; Telefon 03643 495574; www.kgv-bremen.de
"Noch zum Sacher, heißt es, ins Séparée, ein bissel Klavierspielen und tanzen." In seinen Dramen, Romanen, Erzählungen und Tagebüchern verleiht Schnitzler wie kein Zweiter dem Lebensgefühl des Wiener Fin de Siècle Ausdruck. Er richtet einen klaren blick auf den Mythos der zwischen Lebenslust und Überdruss, Dekadenz und Aufbruch in Schönheit sterbenden Hauptstadt des k. u. k. Imperiums. Leitung: Chistof Eckardt und Sabine Schnelle; 510€, EZ 560€, Pallottihaus (Halpension).
"Man braucht nur eine Insel allein im weiten Meer" 1930 entdeckte die Dichterin die bei der Berliner Bohème beliebte Sommerfrische für sich. Die Hiddensee-Aufenthalte fielen in Kalékos "leuchtende Jahre", in denen ihre unverwechselbare Großstadtlyrik erstmals publiziert wurde. Als sie 1934 zum letzten Mal auf die Insel kam, waren ihre Bücher bereits verboten. Vier Jahre später trat sie den Weg in die Emigration an. Leitung: Elisabeth Klempnauer; 410€, EZ 495€, Hotel Hitthim (Halbpension).
"Landluft, unverkünstelte Natur, viel Gras und schöne Bäume, äußere Ruhe und freie Disposition über mich selbst, das ist mein Element." 1772 nach Weimar berufen, bindet Christoph Martin Wieland sich dort an den Hof und befreundet sich mit Herzogin Anna Amalia. Dennoch bleibt er ein Freigeist und Freund der französischen Aufklärung. Die Orte seines Lebens und Wirkens, vor allem das barocke Wielandgut in Oßmannstedt, laden zur Begegnung mit dem heute fast vergessenen Dichter und Kosmopoliten ein. Leitung: Thomas Ritschel, 540€, EZ 600€, Wielandgut Oßmannstedt (Vollpension).
  • 28.04. - 03.05.2019 Brigitte Reimann in Neubrandenburg; Telefon 0421 361 3656; www.vhs-bremen.de
"In jeder Gasse drei Schnapsläden. In jedem Geschäft Berge von Lebensmitteln, eine Fülle von Dingen, denen man in Hoy nachjagen müßte: Schlagsahne, Sahnequark, delikate Würste, warmes Brot." 1968, kurz vor dem Scheitern ihrer dritten Ehe, zog die Autorin aus der Industriestadt Hoyerswerda ins ruhige Neubrandenburg. Hier schrieb sie bis zu ihrem frühen Tod im Februar 1973 am unvollendet gebliebenen Roman "Franziska Linkerhand". Aus den Tagebüchern und Briefen geht hervor, wie Reimann sich mit beharrlicher Lebenslust durch ihre letzten Jahre kämpfte. Leitung: Ina Düking, 425€, EZ 455€, Jugendherberge Neubrandenburg (Vollpension).
  • 12.05. - 17.05.2019 Annette von Droste-Hülshoff am Bodensee; Telefon 0421 3613656; www.vhs-bremen.de
"Mir war, als treibe hier ein Herz zum Hafen." In Meersburg am Bodensee verbrachte die "Königin der deutschen Dichtkunst" ihre produktivsten und wohl auch glücklichsten Jahre. Das malerische Landstädtchen mit der alten Burg, in der sie einen Turm bewohnte, wurde ihre zweite Heimat. Die Bildungszeit folgt den Spuren der Droste in Deutschlands reichster und reizvollster Kulturlandschaft. Leitung: Gudrun Boch, 525€, EZ 575€, Bildungshaus St. Josef, Schloss Hersberg (Vollpension).
  • 19.05. - 24.05.2019 Ringelnatz in Cuxhaven; Telefon 0421 3694160; www.kgv-bremen.de
"Ach, ich hatte mich eben so schön eingelebt in dem hübschen Cuxhaven mit seinen alten Bäumen; mit der 'Alten Liebe', den verschiedenen Seezeichen." Witzbold oder Melancholiker oder beides? Der nach Cuxhaven zum Minensuchen abkommandierte Hans Gustav Bötticher wird nach dem Ersten Weltkrieg zum geistvollen Minenleger: Als Joachim Ringelnatz oder stets angesoffene Kunstfigur "Seemann Kuttel Daddeldu" erobert er in den 1920 Jahren die Kleinkunstbühnen Deutschlands. Leitung: Claudia Rouvel und Rudolf Wenzel, 470€, EZ 495€, Haus Stella Maris (Vollpension).
"Wir waren den Sommer in Tölz, dessen Luft uns so wohlthat, daß wir uns dort  angekauft haben und uns ein Häuschen mit Blick auf den Ort, die Isar und das Gebirge bauen lassen." Sein halbes Leben lebte Thomas Mann in der "eigentlich dummen Stadt" München, der er doch "von Herzen zugetan" war. Zehn Jahre besaß er darüber hinaus ein Sommerhaus in Bad Tölz, wo seine Kinder aufwuchsen und viele Romane und Novellen entstanden. Die oberbayerischen Landschaft blieb auch im Exil - etwa im "Doktor Faustus" - eine wichtige Folie für sein Werk. Leitung: Stefan Woltersdorff, 395€, EZ 460€ Hotel Kolberbräu (mit Frühstück).
  • 16.06. - 21.06.2019 Wolfram von Eschenbach in Mittelfranken; Telefon 04242 9764071; www.vhs-diepholz.de
"nu hoert dirre âventiure site diu lât iuch wizzen beide von liebe und von leide." Das über 800 Jahre alte Versepos Parsifal, im Mittelalter der bekannteste deutsche Ritterroman, ist weit mehr als das: ein spannendes Buch über Sünde, Umkehr, Erlösung und den Einsatz für soziale Harmonie, erstaunlich modern, hier und da mit Witz erzählt. Ausgangspunkt der Zeitreise ist das Tagungshaus im ehemaligen Kloster nahe Wolframs-Eschenbach. Leitung: Christof Eckardt und Sabine Schnelle, 550€, EZ 580€, Religionspädagogisches Zentrum (Vollpension).
"Drei Schritte von meinem Vaterhaus Bin ich über meinen Schatten gesprungen. Da hingen die Dächer firstab im Blau Die Linden wurzelten im Wolkenbett." Auf dem Familiengut Bollschweil, zwischen Hochschwarzwald und Markgräflerland, verlebte die Kaschnitz glückliche Tage und fand dort im Alter ein Refugium. Hier können manche noch von Begegnungen erzählen mit einer faszinierenden Persönlichkeit, einer deutschen Autorin von Welt. Leitung: Christine Holzner-Rabe und Christiane Röcke, 370€, EZ 410€, Bildungshaus Kloster St. Ulrich (Vollpension).
  • 30.06. - 05.07.2019 Dostojewski in Bad Homburg; Telefon 0421 3694160; www.kgv-bremen.de
"Etwa eine Stunde lief ich durch den Garten, am ganzen Leibe bebend; schließlich ging ich zum Roulette und habe alles verspielt." In keinem Land außer Russland hat sich der Dichter so häufig und so lange aufgehalten wie in Deutschland. Bad Homburg besuchte er ab 1863 mehrmals zum Roulettespiel. Die Handlung des Romans "Der Spieler" ist zum Teil dort angesiedelt. Der subtile Psychologe Dostojewski ist nach Eckhard Henscheids Meinung auch als "Großhumorist" zu entdecken. Leitung: Marina Livschitz, 560€, EZ 600€, Tagungshaus Martin Niemöller (Vollpension).
"Daher kommt es auch, daß ich keine Heimat habe - nur eine Wahlheimat: Bayern." Nach dem malerischen Marktflecken Murnau kehrt Ödön von Horváth immer wieder zurück. In den Bergen klettert er, am Staffelsee genießt er die Sommer, in den Biergärten findet er Charaktere für seine Dramen. Sie befreien das Volksstück von jeglicher Heimattümelei und halten dem antidemokratischen Kleinbürgertum einen Spiegel vor. Leitung: Ingrid Laurien, 199€, EZ 279€, Beginn Montag 14 Uhr, Vorausübernachtung auf Anfrage. Georg-von-Vollmar-Akademie (Vollpension).
"Ja, die Sage ist wahr, die Ilse ist eine Prinzessin, die lachend und blühend den Berg hinab läuft." Nur einen Spaziergang vom Ilsetal entfernt liegt das Tagungshaus Kloster Drübeck. Seine ruhige Atmosphäre bietet sich für die Beschäftigung mit dem Weg des jungen Heinrich Heine zum Erfolgsdichter und Reiseschriftsteller an. Die reizvolle Waldlandschaft lädt ein, Heines Harzreise nicht nur gemeinsam zu lesen, sondern ihr auch auf eigenen Füßen nachzugehen. Leitung: Claudia Rouvel und Rudolf Wenzel, 570€, EZ 610€ Evangelisches Zentrum Kloster Drübeck (Vollpension).
"Es gab einen Weg, wo die Straßenbahn den Jasmin streifte, die Bäume standen hart an den Schienen. Man führ, kling-klang, es war eine Art Schlittenfahrt für Sommertage." Niemand hat den utopischen Mythos Österreichs, wie es als toleranter Vielvölkerstaat unter dem Habsburger Doppeladler hätte sein können oder sein sollen, so betörend erzählt wie Roth. Im Zeichen der aufziehenden braunen Barbarei schrieb er die großen Österreich-Romane "Radetzkymarsch" und "Die Kapuzinergruft". Leitung: Gudrun Boch und Ottmar Hinz, 549€, EZ 602€, Kardinal König Haus (Halbpension).
"Das kleine Haus unter Bäumen am See - Vom Dach steigt Rauch - Fehlte er - Wie trostlos dann wären - Haus, Bäume und See." Hier fand Brecht die idyllische Zuflucht einer letzten Lebensjahre, hier entstanden die berühmten "Buckower Elegien". Der Ort lädt ein zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Lebensweg und dem Werk des großen Dramatikers, Lyrikers und Erzählers. Leitung: Christiane Kretzschmar, 475€, EZ 560€, Haus Tornow am See (Vollpension).
  • 08.09. - 13.09.2019 Günter Grass in Berlin; Telefon 0421 3613656; www.vhs-bremen.de
"Erst die in Berliner Luft entstandenen Gedichte waren ganz mein eigen, wollten gesprochen, gelesen, gedruckt werden." Kaum eine Stadt hat Günter Grass so geprägt wie Berlin, im Bezirk Friedenau lebte er fast 20 Jahre. Seine ersten lyrischen und dramatischen Werke sind inspiriert von den intensiven Berliner Jahren der Nachkriegszeit, in denen sich Grass vom Studenten der Bildhauerei zum erfolgreichen Nachwuchsautor und schließlich zu einem politisch engagierten Wortführer der Gruppe 47 entwickelte. Leitung: Stephanie Schaefers, 575€, EZ 650€, Tagungsstätte Wannsee Forum (Vollpension).
"Von Südwesten her über den Solling stieg es schwarz herauf in den düstern Abendhimmel, nicht ein finsteres Sturmgewölk, sondern ein Krähenschwarm, kreischend, flügelschlagend, ein unzählbares Heer." Eine Woche Wohnen im Roman: Das Kloster Amelungsborn im freundlichen Abseits des Weserberglands gibt den Hintergrund ab für die großartige "Odfeld"-Erzählung. In der Nähe der ehemaligen Zisterzienserabtei liegen weitere Schauplätze von Raabes Erzählkunst sowie sein Geburtsort Eschershausen. - Seminarbeginn Montagmittag, Vorausübernachtung auf Anfrage. Leitung. Christian Schienke, 380€, EZ 430€, Kloster Amelungsborn (Vollpension).
  • 07.10. - 12.10.2019 Kleist in Berlin und Potsdam; Telefon 0421 3613656; www.vhs-bremen.de
"Und nun lebe wohl; möge Dir der Himmel einen Tod schenken, nur halb an Freude und unaussprechlicher Heiterkeit dem meinigen gleich." Rastlos getrieben blieb Heinrich von Kleist, wohin er auch kam, immer Preuße; dabei betrachtete er Berlin und Potsdam zeitlebens wie ein Fremder. Die Seminarwoche verfolgt den Weg des begnadeten Dramatikers und Erzählers vom Ort seines freiwilligen Todes zurück bis zur Geburtsstadt Frankfurt an der Oder. Leitung: Sabine Schnelle, 545€, EZ 600€, Jagdschloss Glienicke (Vollpension).
"Von unsern Fenstern aus hatten wir eine sehr hübsche Aussicht. Die dichte belaubte Allee, weiter hinaus die Weinberge des Spechzart und rechts das alterthümliche Marienthor." Der "Philosoph des Lebens" war auch ein begnadeter Dichter, Sprachschöpfer und Stilist. Nach seinen Schuljahren in Naumburg und auf dem nahegelegenen Internat blieb die "Mutterstadt" an der Saale in Nietzsches bewegtem Leben zwischen Basel, Sils-Maria, Nizza und Turin so etwas wie ein ruhender Anti-Pol. Leitung: Christof Eckardt, 415€, EZ 465€, HVHS Akademie Haus Sonneck (Vollpension).
"Ich glaube, daß die Prosa einen Ort braucht und auch einen Boden. Für mich ist dieser Boden natürlicherweise die Stadt, die ich am besten kenne, die ich aber sehr selten mit Namen genannt habe." Zu erkunden ist im Rahmen des Seminars die Bedeutung seiner Heimatstadt Köln für Heinrich Bölls literarisches Schaffen, seinen Glauben, sein politisches Engagement und sein Leben insgesamt. Welche Beziehung Köln heute zu diesem Literaturnobelpreisträger hat, soll ebenso beleuchtet werden. Leitung: Konrad Zaiss, 529€, EZ 581€, Tagungs- und Gästehaus St. Georg (mit Frühstück).
  • 10.11. - 15.11.2019 Storm in Nordfriesland; Telefon 0421 3694160; www.kgv-bremen.de
"Die Spiegelung hob in diesem Augenblick das Meer wie einen flimmernden Silberstreifen über den Rand des Deiches, so daß es blendend in die Kammer schimmerte." An Deich und Koog nahmen Novellen wie "Der Schimmelreiter", "Pole Poppenspäler" und "Aquis submersus" Gestalt an. Storms Werke verbinden sich mit dem Erleben der nordfriesischen Küstenlandschaft und der "grauen Stadt" Husum zu einem einprägsamen Gesamteindruck. Leitung Christiane Kretzschmar, 530€, EZ 580€, Christian Jensen Kolleg (Vollpension).
Praktische Hinweis gibt Ihnen auch Herr Höfflin, Lenne.
-.-

Dienstag, 6. November 2018

Kubel im Museum 9. Nov. 2018

Ausriss aus dem TAH 6-NOV-2018

Sonntag, 28. Oktober 2018

Konrad Beste - Dichter aus Stadtoldendorf

Im Musik- und Kulturverein Stadtoldendorf findet am

Samstag 10. November 2018, 19.30 Uhr im Alten Rathaus

eine szenische Lesung statt, welche mit Gesang, Instrumenten und Theater den Zuhörern Bestes Werke auf höchst kreative Weise nahe bringt.
Weitere Informationen zum vergnüglichen Abend:  http://www.stadtoldendorf-mkv.de/
-.-

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Museum Raabe-Haus als Brücke

Ausriss aus dem TAH vom 17. Okt. 2018
-.-

Montag, 15. Oktober 2018

Die Apotheke zu Angerbeck


EINLADUNG zur Lesung des Romans
„Die Apotheke zu Angerbeck“ von Ludwig Kubel
Freitag, 09. November 2018, 19 Uhr im Raabe-Museum

Liebe Raabe-Freunde,
heute lade ich Sie zu einer Lesung ein, die nichts mit Wilhelm Raabe zu tun hat. Eschershausen ist in der glücklichen Lage, dass noch zwei andere Schriftsteller hier geboren wurden. Wie wir ja alle wissen, ist dies Otto Elster und Ludwig Kubel.
Ludwig Kubel wurde am 07. 11. 1859 in Eschershausen geboren und gestorben ist er am 04. 08. 1940 in Potsdam. Als Sohn des Apothekers August Kubel, der von 1835 bis 1863 die Apotheke am Marktplatz in Eschershausen innehatte, erlebte er den Umzug der Apotheke in die heutige Raabestraße mit. Hier blieb der Vater bis 1876 als Apotheker.
Ludwig Kubel schrieb einen von der Apotheke inspirierten Roman, der 1905 mit dem Titel „Die Apotheke zu Angerbeck“ erschien, wobei Angerbeck hier als Pseudonym für Eschershausen gebraucht wird. Dieser Roman spielt um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Eschershausen und beschreibt auch das Schützenfest sowie einige damalige Honoratioren. Es ist ein sehr unterhaltsamer Roman mit vielen Erinnerungen.
"Schloß" - Raabestraße 16 *
Ich würde mich freuen Sie bei unserer „Kubel-Lesung“ - Fünftes Kapitel, – Besuch des Angerbecker Schüttenhofes – begrüßen zu können.
Viele Grüße aus dem Museum
Ingrid Reuther

* Das Haus Raabestraße Nr. 16, Abzweig nach Scharfoldendorf, erbaut 1770 von Daniel Grove, abgebrochen 1905, hieß im Volksmund - wohl etwas spöttisch - das "Schloß". In diesem Haus spielt ein Teil der Handlung des Romans "Die Apotheke zu Angerbeck".
-.-