Montag, 26. August 2019

Termine: offenes Denkmal & 20 Jahre Museum


Tag des offenen Denkmals – 188. Geburtstag Wilhelm Raabe

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert seit 1993 den Tag des offenen Denkmals in ganz Deutschland. Er ist seit 26 Jahren eine eingetragene und geschützte Marke.
Gleichzeitig am 08. September feiert das Museum Raabe Haus in Eschershausen den 188. Geburtstag von Wilhelm Raabe.
Motto des Tages: Raabes Umwelt-Roman „Pfisters Mühle“ – eine Betrachtung zum 188. Geburtstag. Raabe gehört zu den ersten, der die negativen Auswirkungen des Industrialisierungsprozesses auf die Umwelt beschreibt. Für Kinder gibt es ein Suchspiel „Auf Rabenjagd“.
Das Museum Raabe Haus lädt zum diesjährigen Tag des Denkmals am Sonntag, 08. September bei freiem Eintritt von 14-bis 18 Uhr ein.

1999-2019 - 20 Jahre Raabe Museum – nach der Umgestaltung.

Nach der Umgestaltung des Museums, an der Prof. Gerd Biegel maßgeblichen Anteil hatte, soll dieses kleine Jubiläum am Samstag, 16. November 2019, in der Aula der Wilhelm Raabe Schule gefeiert werden.
Ingrid Reuther
-ENDE-

Donnerstag, 8. August 2019

The Odin Field

Vermutlich befindet sich die einzige englischsprachige Ausgabe von Wilhelm Raabes "Das Odfeld" in Eschershausen im Besitz von Raabe Liebhaber Lothar Kaese - hier beim Studieren des Werkes.
THE ODIN FIELD.
Im Studierzimmer. 2019, ML.


Die Übersetzung von Michael Ritterson wurde im Jahr 2001 vom renommierten Camden House Verlag herausgebracht.

Ebenso wie im deutschen Text beginnt das Werk mit Großvater Raabes Überlegung:


"Thus it has always been Germany's fate that its inhabitants, transported by their sense of valor, took part in every war; or that this land itself became the scene of bloody encounters; that when a dispute arose on the distant Orinoco it had to be resolved in Germany, or Canada conquered on our soil.
- Holzmindisches Wochenblatt, No. 45, November 10, 1787."


"So ist es also das Schicksal Deutschlands immer gewesen, daß seine Bewohner, durch das Gefühl ihrer Tapferkeit hingerissen, an allen Kriegen teilnahmen; oder daß es selbst der Schauplatz blutiger Auftritte war. Daß, wenn über die Grenzen am Oronoco Zwist entstand, er in Deutschland mußte ausgemacht, Canada auf unserm Boden erobert werden.
(Holzmindisches Wochenblatt, 45. Stück, den 10. November 1787)."


Damals war noch frisch in Erinnerung, dass der Braunschweigische Herzog seine Untertanen - gegen gutes Geld für den Staatshaushalt - einfach an die Kriegsparteien in Amerika verkaufte und auch sonst die Volksseele an den kriegerischen Auseinandersetzungen regen Anteil nahm, nehmen musste.
Die ununterbrochene 70-jährige Friedenszeit, auf die wir in Deutschland heute zurückblicken, gab es in den Jahrhunderten davor nicht - Schicksal?
Ende.

Donnerstag, 1. August 2019

Lange Nacht der Literatur - Braunschweig ist aktiv!


Liebes Literaturpublikum,

wir möchten Sie darauf hinweisen, dass der Vorverkauf für die „Lange Nacht der Literatur“ im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig heute, am 1. August, startet.

Die Lange Nacht der Literatur geht am 02.11.2019 in die zehnte Runde – auf Einladung des Raabe-Haus:Literaturzentrum und des Staatstheaters Braunschweig lesen auch in diesem Jahr, am Vorabend der Verleihung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises 2019, wieder preisgekrönte Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus ihren aktuellen Büchern im Kleinen Haus. Parallel auf drei Bühnen kann das Publikum fünf Stunden lang die Höhepunkte der aktuellen deutschsprachigen Literatur erleben.

Freuen Sie sich auf weitere hochkarätige Autorenlesungen, eine Podiumsdiskussion und Schauspielerlesungen. Mit Liebesliedern, interpretiert von der Direktmusik des Staatstheaters Braunschweigs, findet die Lange Nacht der Literatur 2019 ihren musikalischen Ausklang.

Bereits zugesagt haben folgende Autorinnen und Autoren:
Nora Bossong – Kranichsteiner Literaturpreis 2019
Karen Duve – Düsseldorfer Literaturpreis 2019
Thomas Hettche – Joseph-Breitbach-Preis 2019
Ulrich Woelk – Alfred-Döblin-Preis 2019.

Die Moderatorinnen und Moderatoren sind:
Alexander Cammann – Die ZEIT
Thomas Geiger – Literarisches Colloquium Berlin
Katrin Hillgruber – Freie Literaturkritikerin und Kulturjournalistin
Marie Schmidt – Süddeutsche Zeitung
Michael Schmitt – 3sat
Cécile Schortmann – Journalistin und Moderatorin unter anderem „Kulturzeit“ bei 3sat
Hubert Winkels – Deutschlandfunk

EintrittReguläre Eintrittskarte: 19,50 € / erm. 12,00 €
Karten gibt es an den Vorverkaufsstellen des Staatstheaters:
Kassenhalle Großes Haus
Dienstag bis Freitag 10:00 bis 19:30 Uhr
Samstag 10:00 bis 14:00 Uhr,
sowie am Samstag, den 02.11.2019 ab 18:00 Uhr an der Abendkasse des Kleinen Hauses.
Oder über den Online Ticketshop des Staatstheaters Braunschweig:
tickets.staatstheater-braunschweig.de/phoenix/webticket/eventlist

Weitere Informationen unter www.staatstheater-braunschweig.de/ oder www.braunschweig.de/literaturzentrum/ und Tel. 0531 70 189 317.

Die Lange Nacht der Literatur findet im Rahmen der Verleihung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises statt und ist eine Kooperation von der Stadt Braunschweig, dem Staatstheater und Deutschlandfunk.

Die Lange Nacht der Literatur wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.
Stadt Braunschweig, Fachbereich Kultur und Wissenschaft
Abteilung Literatur und Musik, Raabe-Haus:Literaturzentrum Braunschweig
Standort des Raabe-Hauses: Leonhardstraße 29a, 38102 Braunschweig.


-Ende-

Sonntag, 21. Juli 2019

Wer war Gustav Coenen? Vortrag 18.11.2019

Stadtarchivar Dr. Andreas Reuschel zu Gustav Coenens. 

Gustav Coenen wurde 1913 zum Bürgermeister von Eschershausen gewählt, das damals ca. 2000 Einwohner zählte. Er stand während des Ersten Weltkriegs an der Spitze der kleinen braunschweigischen Stadt, gab jedoch 1919 sein Amt auf. Bereits 1923 zog sich Coenen im Alter von nur 37 Jahren ins Privatleben zurück und geriet in den folgenden Jahrzehnten in Vergessenheit.

Im Rahmen eines Vortrages bei der Kreisvolkshochschule führt Reuschel durch dessen Lebensgeschichte sowie durch Bilder und Zeitungsausschnitte. So wird die Zeit um den Ersten Weltkrieg nicht nur in Eschershausen, sondern auch in Wyk auf Föhr wieder lebendig.           

Montag, 18. November 2019 19:00–22:00 Uhr

Haupt- und Realschule, Jahnstraße, 37632 Eschershausen

Anmelden:
https://www.kvhs-holzminden.de/programm/gesellschaft.html/kurs/552-C-2030707/t/wer-war-gustav-coenen

Nachtrag 19. November: 
Wie Dr. Reuschel mitteilte, sind noch kleinere Recherchen am laufen, die das Bild vervollständigen werden. Danach wird er eine Niederschrift veröffentlichen. 
Daher entsteht hier keine Kurzfassung.
- ENDE-

Donnerstag, 11. Juli 2019

Insektensterben 2019 und Raabe 1902

Raabe hatte stets den Menschen im Blickzentrum

- auch den Menschen unserer Zeit, oder?


Ja sehen Sie, Herr Geheimrat (auch die Parkwächter kannten den berühmten Mann), was Sie da suchen, finden Sie, abgesehen von der späten Jahreszeit, jetzt immer hier nicht mehr vor. Ungeziefer gibt es nicht mehr bei uns. Die Zeit, wo man damit seine Last hatte, ist vorbei.“
Wieso denn?“
Ja, da sind die jetzigen städtischen Verhältnisse dran schuld, Herr Geheimrat. Und zu jeder Jahreszeit, nicht bloß weil es jetzt in den Herbst geht und ihre Flug- und Brütezeit hin ist. Das ist jetzt so bei uns hier mit die Vogels wie mit die Buttervögels, das Raupenzeug, die Käfers und was sonst so, vorzüglich im Frühjahr und um die Blüte, hier in meine Herrschaft in die Büsche und Blumerei nach des Herrgotts Willen sich zusammentun, aus dem Ei und Kokon kommen, krauchen, fressen und 'rumflurren und sonst sein Wesen und Unwesen haben sollte. Sie können so manches nicht mehr vertragen, was der heutige Mensche doch immer mehr zu seinem täglichen und nächtlichen Wohlsein nötig hat.“
Sie meinen?“
Ganz gewiß! Was wir nicht riechen, das riechen sie und gehen davon ein oder anderwärts hin. Selbst in den höchsten Lüften ist das so geworden über der Stadt. Bin auch ein alter Mann, Herr Geheimrat, und brauche nur aus älterer Zeit an unsere hiesigen Dohlen zu denken. Die des Abends um die Kirchtürme und nachher auf die Dächer aufgereiht wie nach der Schnur! Wo sind sie geblieben? Mit Respekt zu sagen, Herr Geheimrat, wir riechen ihnen nicht mehr gut genug, und des Nachts nehmen wir ihnen den Schlaf und die nächtliche Ruhe mit dem Gas und dem elektrischen Licht und allen anderen Erfindungen in dieser Bransche bis an den hellen Morgen. Daß es bei uns in der Nacht nicht mehr Nacht und Schlafenszeit wird, das hat sie von den Hausdächem und Türmen vertrieben, wie der Geruch die Käfers und Raupen und Buttervögels hier aus dem Buschwerk und sonstiger unserer Kunstgärtnerei. Da draußen jenseits der Vorstädte möchten sie sich ja wohl noch halten; aber da kommen denn wieder die Fabriken mit ihren Schornsteinen und Gequalme und verekeln ihnen ihre Daseinslust, und es wird wohl auch nichts mehr für sie sein. Ich komme wenig dort hinaus und kann's also nicht sagen.“
Dämmerung im Lennetal Richtung Wickensen geblickt.
"Götterdämmerung" im Lennetal. 2018, ML
Er hatte auf mancher Schulbank gesessen, bis er es zu seiner jetzigen Stellung in seiner wissenschaftlichen Welt und zu seinem Titel Geheimrat gebracht hatte: selten war er so mit der Überzeugung, daß der Professor auf dem Katheder recht habe, nach Hause gegangen.
Er ging nach Hause, Professor Dr. med. Geheimrat Feyerabend, und kam unterwegs in seinen Gedanken auf die der Merkwürdigkeit wegen übriggelassenen fünfzig Stück Präriebüffel, auf das neue afrikanische Kolonial-Jagdgesetz, betreffend „Löwen-Schonzeit“, und auf das ihm gleichfalls als „etwas Neues aus Afrika“ bekanntgewordene Handbuch über rationelle Straußenzucht. Damit zuletzt zu der Überzeugung, daß, wenn das so weitergehe, der Mensch sich zu Ende des zwanzigsten Jahrhunderts unzweifelhaft recht praktisch und verständig mit dem fünften Schöpfungstage und unseres Herrgotts großem Tiergarten auseinandergesetzt haben, aber eine Kinder-Naturgeschichte mit den dazu gehörigen Abbildungen aus dem Anfang des neunzehnten Säkulums ein bibliographischer Schatz sein werde.
Daß das biblische Wort: „Füllet die Erde und machet sie euch Untertan und herrschet über Fische im Meer und Vögel unter dem Himmel und über alles Tier, das auf Erden kreucht“ – ihm die Lust, das Spazierengehn wieder zu erlernen, merklich erhöht habe, konnte er nicht sagen und seine Umgebung zu Hause auch nicht.
Altershausen,  1898 - 1902
-ENDE-

Freitag, 28. Juni 2019

Jahrgangsabschluss im Wilhelm-Raabe-Schulzentrum mit Buchpreisen


Haupt- und Realschule Eschershausen entlässt 39 Pennäler


In der Raabestadt Eschershausen werden in jedem Jahre Buchpreise von Herrn Marahrens von der Raabegesellschaft für die besten Aufsätze überreicht. 
„Auch wenn Wilhelm Raabe mit 21 Jahren seine Ausbildung abgebrochen hat“, blickt Marahrens auf die fehlende Vorbildfunktion des in der Raabestadt geborenen Schriftsteller. 

Herr Marahrens und die Buchpreisempfänger
Von links: Marahrens, Görlach, Meistrell in der Schulaula.
In diesem Jahr dürfen sich Marius Meistrell (10 HS) und Lena Görlach (10 RS) über die Auszeichnung freuen.

Ausriss aus Weser-Ith-News vom 28. Juni 2019
Hier der vollständige Artikel.


Ende.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Prof. Biegel Vorträge abgesagt; Museumsleiterin Reuther krank - Museum geschlossen.

Herr Prof. Gerd Biegel hat heute (26. Juno 2019) aus gesundheitlichen Gründen bis auf Weiteres alle Vorträge in Eschershausen abgesagt. Von Seiten der Ärzte ist ihm bis zur Abklärung der Ursache eines akuten Schwächeanfalls jegliche Anstrengung untersagt worden. 
Auch wenn wir es alle sehr bedauern, Herrn Prof. Biegel nicht im Raabe Museum vortragen zu hören, so sind wir doch froh, dass „nichts Schlimmeres“ geschehen ist und er ärztlich gut versorgt wird. 


Letzte Woche wurde eine ernste Erkrankung bei Museumsleiterin Frau Ingrid Reuther vermeldet. Weitere Kenntnis ist nicht vorhanden und selbstverständlich wird dies respektiert.
Daher ist zur Zeit unser - zumindest bei den Liebhabern geschätztes - Stadt Eschershausen Literaturmuseum nicht geöffnet.


Wir wünschen beiden alles Gute und dass die Ursachen bald gefunden sind und behoben werden können!


Ende.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Auch die Holzmindener Raabegesellschaft ist aktiv - hier eine Ankündigung aus dem TAH.
Gottfried Keller - Referat in der Raabegesellschaft Holzminden
Ausriss TAH 17.Juni. 2019.
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Nationaler Kulturort oder Abstellkammer - Vorträge von Prof. Biegel

Der Artikel im Täglichen Anzeiger von Frau Reuther weist auf die Vortragsreihe im Raabemuseum hin.
Kulturort oder Abstellkammer? Museumsvorträge Prof. Biegel
Ausriss aus dem TAH 17.Juni. 2019
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Donnerstag, 6. Juni 2019

Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn.



„Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn“.
Jorge Luis Borge.

Wem sich die Welt der Buchstaben und Zeichen nicht erschließt, der bleibt gerade in der heutigen Welt der Formulare, Kurznachrichten, Zeitungen, Fahrpläne, Bedienungsanleitungen und Straßenschilder weitgehend orientierungslos. Lesen dient der Unterhaltung und Wissensaneignung, der Flucht aus dem Alltag und der Information, dem Trost und der religiösen Andacht, der Welterklärung und Geselligkeit. Ob still versunken, kritisch arbeitend, laut memorierend, heimlich unter der Bettdecke oder vorlesend – jede Lektüre hat ihren Ort in der Gesellschaft.

Der Druck mit beweglichen Lettern hat unsere Kultur mehr verändert, als die Erfindung von Rad und Schießpulver.“
Georg Christoph Lichtenberg.
Aus „Zeichen, Bücher, Netze“
Dauerausstellung mit authentischen historischen Objekten in

Leipzig, Wallstein Verlag. Göttingen, 2016.

Das das Lesen eine grundlegende Kulturtechnik ist, zeigt Ihnen dieses schöne Beispiel:


Bild von Hans-Werner34 1. Okt. 2008, 
https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=3881487

Der geübte Leser versteht den ganzen Satz, obwohl kein einziges Wort richtig geschrieben ist.
Ende.

Montag, 3. Juni 2019

Geschichtsvorträge 2019


Liebe Raabe-, Literatur- und Geschichtsfreunde,
mit unseren Eschershäuser Geschichtsvorträgen im Museum Raabehaus wollen wir zur Vermittlung von Wilhelm Raabe ebenso weiter beitragen, wie über unsere eigenen kulturhistorischen Forschungen. Wichtiges Anliegen bleibt es für uns, an die Eschershäuser Kultur – und Heimatfreunde weitere Anregungen zu geben, um Wilhelm Raabe, seine Zeit und seine Wirkungsgeschichte vertiefend kennenzulernen, hat seine Person mit ihrem Werk doch weit über regionale Grenzen hinaus Bedeutung und ist das Raabemuseum in Eschershausen letztlich ein nationaler Kulturort, auf den es wieder einmal verstärkt aufmerksam zu machen gilt (auch in der eigentlichen Raabe-Heimat!!).
Dazu hoffen wir auf Ihr Interesse und weiterhin eine rege Teilnahme an den Vorträgen der Internationalen Raabe-Gesellschaft e. V. und des Instituts für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung TU Braunschweig im Raabemuseum Eschershausen, zu denen wir Sie alle herzlich einladen.
Ihr
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel
Gründungsdirektor
Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung, TU Braunschweig und
Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.


Freitag, 28. Juni 2019, 19.00 Uhr Vortrag
Nationaler Kulturort oder Abstellkammer der Lokalgeschichte?
Reflexionen des Raabepräsidenten zur Bedeutung des Raabemuseums Eschershausen.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel
Von Schritt zu Schritt wurde das Vergangene lebendig.
Der Weserdistrikt als Wilhelm Raabes dominante »Erinnerungslandschaft« – ein Ausflug in eine vergessene »Geschichtslandschaft« im Spiegel deutscher Literatur.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein

Freitag, 12. Juli 2018, 19.00 Uhr Vortrag
Und so geht’s wieder hinaus in die immerhin beste Welt!
Raabe und Jensen: ein Dialog in Briefen.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein

Freitag, 16. August 2019, 19.00 Uhr Vortrag
Der verfluchte Jude.
Raabes jüdische Welt – zusammenhangslose Ressentiments und reflektierende Rezeption.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel


Sonntag, 8. September 2019, 16.00 Uhr (!!) Vortrag und Empfang
Hätte Raabe mehr Kritik, so wäre er absolut Nummer eins.
Raabe und Fontane – zwei historische Literaten und eine Geburtstagsbetrachtung.
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein


 Ende.

Sonntag, 19. Mai 2019

Das Odfeld - fantasievoll illustriert.

Wieder einmal hat Künstler Karl Cohnen seine fantasievollen Zeichnungen in den Dienst der Raabeschen Werke gestellt. Seine herber Zeichenstil passt zu den wenig lieblichen Tathergängen im Odfeld sehr genau.
Neue Buchauflage vom "Das Odfeld" mit gezeichneten Bildern.
Ausriss aus dem TAH. 18. Mai 2019.

Ende.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Insektensterben 2019 und Raabe 1890


Raabe hatte stets den Menschen im Blickzentrum

- erkennen Sie heutiges Verhalten wieder?


... Die Welt glänzte, und daß ein frisch wohlig Wehen darüber hinfuhr, machte den Morgen auch nicht verdrießlicher; — drunten im jungfräulichen Kaffernlande bei den Betschuanen und Buren konnte nach einem Nachtgewitter die Landschaft nicht jugendlicher aussehen als wie hier im alten, durch das Bedürfnis ungezählter Jahrtausende abgebrauchten, ausgenutzten Europa.
Und alles noch ganz so wie zu deiner Zeit, Eduard!" seufzte ich mit wehmütiger Befriedigung. — Dem war aber doch nicht vollständig so.
Da war zum Beispiel bei näherer Betrachtung früher rechts vom Wege, der nach der Roten Schanze führt, ein ungefähr vier bis fünf Ar großer Teich oder eigentlich Sumpf; — der war nicht mehr da.
Früher aller geheimnisvoll wimmelnden Wunder voll, hatte man ihn jetzt zu einem Stück mehr oder weniger fruchtbaren Kartoffellandes gemacht, und so nützlich das auch sein mochte, schöner war's doch früher gewesen und „erziehlicher“ auch. Der Lurkenteich hatte das volle Recht dazu, zu verlangen, daß ich mich mit Verwunderung nach ihm umsehe und nachher schmerzlich ihn vermisse. Solch ein guter Bekannter, ja vertrauter Freund, so voll von Kalmus, Schilfrohr, Kolben, Fröschen, Schnecken, Wasserkäfern, so überschwirrt von Wasserjungfern, so überflattert von Schmetterlingen, so weidenumkränzt und so — wohlriechend. Ja, wohlriechend, ja süß anheimelnd übelduftend, vorzüglich an heißen Sommertagen und wenn man uns in der nachmittäglichen Naturgeschichtsstunde gesagt hatte: „Im Lurkenteich findet man alles, was zur heutigen Lektion gehört, in seltener Vollständigkeit.“
Teichrosen - zukünftig ohne Insekten? ML
Weiß Gott, sie hätten ihn lassen können, wo er war. Sie hätten ihn lassen sollen, wie er war“, murrte ich auf meinem diesmaligen Wege zur Roten Schanze. „Auf die paar Säcke voll Feldfrüchte für ihr Vieh oder sich selber brauchte es ihnen doch nicht anzukommen!“
Es war ihnen aber doch darauf angekommen, und so war heute denn nichts mehr dagegen zu machen …
Stopfkuchen, 1890

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Montag, 15. April 2019

Raabebühne mitHonig im Kopf

Das Raabe Ensemble traut sich an ein ehrgeiziges Projekt heran. 
"Honig im Kopf" ist kein leichter Stoff, der auf dem Oktober 2019 Spielplan der Eschershäuser Raabe-Bühne steht; indes ein Thema, das viele Menschen bewegt. 

Ausriss aus dem TAH. Raabe Ensemble. 13. April 2019

Der Autor Florian Battermann hat die Geschichte, die auf der Leinwand schon Millionen bewegte, für die Bühne adaptiert. Zwei Darsteller aus verschiedenen Generationen, Kurt Seitz als an Alzheimer erkrankter Amandus, und Jacqueline Allerkamp als Tilda, werden in den Hauptrollen zu sehen sein.

Ende.

Freitag, 5. April 2019

Deutsche Nationalbibliothek Buch & Schrift in Leipzig

Wie sehr Raabe in seiner Zeit wertgeschätzt wurde, zeigen mehrere Versuche, sein Konterfei in Stein dauerhaft in Erinnerung zu halten.
So befindet er sich als Steinbüste nicht nur in Eschershausen, Braunschweig, sondern auch in illustrer Runde in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig.
W. Raabe, Dt. Nationalbibo. 2019, ML.
  •  Büste Wilhelm Raabe (1831 – 1910)
Stiftung von Fritz Otto Klasing, Velhagen & Klasing, Bielefeld und Leipzig. Marmorbüste von Carl Seffner, 1916.
Als Autor erlangte Wilhelm Raabe nach Veröffentlichung des Romans „Die Chronik der Sperlingsgasse“ (1856 bzw. 1857) innerhalb kurzer Zeit beachtlichen Erfolg und wurde zum Berufsschriftsteller, der ausschließlich von seinen Veröffentlichungen lebte. Er mag der Trost vieler junger Menschen sein, denn Wilhelm Raabe brach den Besuch des Gymnasiums in Wolfenbüttel ab, beendete seine Buchhändlerlehre in Magdeburg vorzeitig und war an der Berliner Universität nur Gasthörer. Dafür verstand er viel vom Leben seiner Zeitgenossen und wurde zum wichtigen Vertreter des poetischen Realismus, der auch für ökologische Fragen sensibel war. „Pfisters Mühle“ 1884.

„Mit dem Hunger nach der Unendlichkeit wird der Mensch geboren; er spürt ihn früh, aber wenn er in die Jahre des Verstandes kommt, erstickt er ihn meistens leicht und schnell.“

Mit ihm präsentieren sich:
Dt. Nationalbibliothek, Halle der Geistesgrößen, 2019, ML.
  • vorne rechts: Friedrich Theodor Vischer (1807 - 1887).
Theologe, Literaturwissenschaftler, Philosoph, Schriftsteller und Politiker. Büste von Erich Enke, 1916.
"Von Tagesanbruch bis in die späte Nacht, solang irgendein Mensch um den Weg ist, denkt das Objekt auf Unarten, auf Tücke. [...] So lauert alles Objekt, Bleistift, Feder, Tintenfass, Papier, Zigarre, Glas Lampe - alles, alles auf den Augenblick, wo man nicht acht gibt." 1879.

  • Eckplatz neben Raabe: Justus von Liebig (1803 - 1873).
Sohn eines Drogisten und Farbenhändlers, Professor für Chemie, Erfinder des Brühwürfels (Liebigs Fleischextrakt). Büste von Gottlieb Elster, 1916.
"Indem er [der gebildete Mensch] Besitz von den ihm angebotenen geistigen Gütern nimmt, erwächst ihm der Vortheil, sie nach seinem Willen und Vermögen zu seinem Nutzen zu verwenden, zur Vermehrung dieser Reichthümer beizutragen, ihre Segnungen zu verbreiten und fruchtbringend für Andere zu machen." 1844.

  • zweiter von links: Friedrich Koenig (1774 -1833).
Buchdrucker, Erfinder der Schnellpresse, Mitbegründer von Koening & Bauer, des ältesten Druckmaschinenherstellers der Welt. Büste von Aloys Mayer, 1916.
"Das Publikum wird ohne Zweifel anerkennen, daß vielleicht noch niemals eine neue Erfindung einer so strengen Probe unterzogen wurde bei ihrer Einführung in die Öffentlichkeit, als die der Druckmaschine, die sofort zur Herstellung einer täglichen Zeitung zu dienen hatte." 1814.

  • erste Büste von links: ?
Wer es wissen will, besuche bitte das Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek, 04103 Leipzig, Deutscher Platz 1. www.dnb.de
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Samstag, 16. März 2019

Raabe-Bühne – vier Jahre deutsch-afghanische Freundschaft


Der Heimat- und Kulturverein sowie die Raabe-Bühne Eschershausen begleiten nun seit vier Jahren junge afghanische Männer. 
Im November 2015 kamen die Flüchtlinge von Kabul nach Eschershausen, ohne Familie, Freunde und Deutschkenntnisse. Trotzdem hatten sie sich schnell eingelebt, haben die von ehrenamtlichen Helfern angebotenen Deutschstunden besucht. Eine gute Grundlage denn so knüpften sie schnell Kontakt zur Laienspielgruppe und zum Heimatverein. Aus Fremden wurden Freunde.
Die Laienspieler sind überzeugt, dass neben notwendigen praktischen Alltagshilfen die menschliche Zuwendung und Freundschaft das Wertvollste sind, das man unabhängig von Herkunft und Kultur schenken kann.
Ingrid Reuther, Kurt Seitz
Selfie im Klubzimmer des Museum Raabe-Haus,
Eschershausen, März 2019. Ausriss aus dem TAH.

Ende.

Donnerstag, 14. März 2019

Umweltsünden 2019 und Raabe 1884

Raabe hatte stets den Menschen im Blickzentrum

- ebenso dessen Missverhältnis zur Genesis.

1. Mose 2: "...und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaute und bewahrte."

Nur als Beispiel für eine Mühlenatmosphäre, die "Dempewolfsche" Mühle in Scharfoldendorf. 2019, ML.
Damit begann nämlich in jeglichem neuen Herbst seit einigen Jahren das Phänomen, daß die Fische in unserm Mühlwasser ihr Mißbehagen an der Veränderung ihrer Lebensbedingungen kundzugeben anfingen. Da sie aber nichts sagten, sondern nur einzeln oder in Haufen, die silberschuppigen Bäuche aufwärts gekehrt, auf der Oberfläche des Flüßchens stumm sich herabtreiben ließen, so waren die Menschen auch in dieser Beziehung auf ihre eigenen Bemerkungen angewiesen. ... Erfreulich war's nicht  anzusehen. Aus dem lebendigen, klaren Fluß, der wie der Inbegriff alles Frischen und Reinlichen durch meine Kinder- und ersten Jugendjahre rauschte und murmelte, war ein träge schleichendes, schleimiges, weißbläuliches Etwas geworden, das wahrhaftig niemand mehr als Bild des Lebens und des Reinen dienen konnte. Schleimige Fäden hingen um die von der Flut erreichbaren Stämme des Ufergebüsches und an den zu dem Wasserspiegel herabreichenden Zweigen der Weiden. Das Schilf war vor allem übel anzusehen, und selbst die Enten, die doch in dieser Beziehung vieles vertragen können, schienen um diese Jahreszeit immer meines Vaters Gefühle in betreff ihres beiderseitigen Hauptlebenselementes zu teilen. Sie standen angeekelt um ihn herum, blickten melancholisch von ihm auf das Mühlwasser und schienen leise gackelnd wie er zu seufzen: „Und es wird von Woche zu Woche schlimmer, und von Jahr zu Jahr natürlich auch!"


Als Mehlmühle einst gegründet von den
Homburgern 1129 - 1409. Foto 2019, ML.
Da rauschte milchigtrübe, schleimige Fäden absetzend, übelduftend der kleine Fluß unbeschäftigt weiter in den ersten Christtag. 
Christtäglich, weihnachtsfestlich war mir nicht zu Sinne, und in Spannung und fast in Angst sah ich auf meinen chemisch und mikroskopisch gelehrten Freund und Exmentor, der eben die schleimschlüpfrige Masse, die er aus dem Getriebe entnommen hatte, von der Hand abspülte. ...

„Wie ich es mir gedacht habe, was das interessante Geschlecht der Algen anbetrifft, meistens kieselschalige Diatomeen. Gattungen Melosira, Encyonema, Navicula und Pleurosigma. Hier auch eine Zygnemacee. Nicht wahr, Meister, die Namen allein genügen schon, um ein Mühlrad anzuhalten?"
„Das weiß der liebe Gott", ächzte mein Vater.
„Jawohl, groß ist sein Tiergarten", meinte ruhig Adam Asche. „Was die Pilze anbetrifft, so kann ich leider nicht umhin, Ihnen mitzuteilen, daß sie den Geruch, über den Sie sich beklagen, Vater Pfister, durch ihre Angehörigkeit zu den Saprophyten, auf deutsch: Fäulnisbewohnern, vollkommen rechtfertigen. Was wollen Sie denn eigentlich, alter Schoppenwirt? Ein ewig Kommen und ein ewig Gehen! Haben die Familien Schulze, Meier und so weiter den Verkehr in Pfisters Mühle eingestellt, so haben Sie dafür die Familien der Schizomyceten und Saprolegniaceen in fröhlichster Menge, sämtlich mit der löblichen Fähigkeit, statt Kaffee in Pfisters Mühle zu kochen, aus den in Pfisters Mühlwasser vorhandenen schwefelsauren Salzen in kürzester Frist den angenehmsten Schwefelwasserstoff zu brauen. Lauter alte gute Bekannte - Septothrix, Ascococcus Billrothii, Cladothrix Cohn und hier - "
Er richtete sich auf von seinem Instrument und seinen Vergrößerungsobjekten. Er fuhr mit beiden Händen durch die Haare. Er blickte von dem Vater auf den Sohn, legte lächelnd dem Vater Pfister die Hand auf die Schulter und sprach, was ihn selber anbetraf, vollkommen befriedigt und seiner Sache gewiß: „Beggiatoa alba!"
Von einem von uns ganz speziell für Sie erst neulich zu Ihrer Beruhigung in den Ausflüssen der Zuckerfabriken entdeckt, alter Freund. Was wollen Sie? Pilze wollen auch leben, und das Lebende hat Recht oder nimmt es sich. Dieses Geschöpfe ist nun mal mit seiner Existenz auf organische Substanzen in möglichst faulenden Flüssigkeiten angewiesen, und was hat es sich um Pfisters Mühle und Kruggerechtsame zu kümmern? 
...
Das Mühlrad linke Seite ist bereits seit langem verschwunden,
das Wehr wird von der Natur nach und nach zernagt. Foto 2019, ML.
Krickerode war rechtskräftig verurteilt worden. 
Das Erkenntnis untersagt der großen Provinzfabrik bei hundert Mark Strafe für jeden Kalendertag, das Mühlwasser von Pfisters Mühle durch ihre Abwässer zu verunreinigen und dadurch einen das Maß des Erträglichen übersteigenden übeln Geruch in der Turbinenstube und den sonstigen Hausräumen zu erzeugen, sowie das Mühlenwerk mit einer den Betrieb hindernden, schleimigen, schlingpflanzenartigen Masse in gewissen Monaten des Jahres zu überziehen. 
Das ist sehr gut für andere Flußanwohner, ob sie eine Mühle haben oder nicht; aber Vater Pfister macht wenig Gebrauch mehr von dem durch Doktor Riechei für ihn erfochtenen Sieg. Das hätte früher kommen müssen - an jenem Tage schon, an welchem er sich zum erstenmal fragte, wo eigentlich sein klarer Bach - der lustige, rauschende, fröhliche Nahrungsquell seiner Väter seit Jahrhunderten - geblieben sei und wer ihm so die Fische töte und die Gäste verjage. Zu lange hat zuerst der alte Mann das widerwärtige Rätsel selber sich lösen wollen. Zu sehr hat er sich ärgern müssen innerhalb und außerhalb seines sonst so lustigen Besitzes auf dieser Erde. Der Ärger über seine Nachbarschaft, seine Knappschaft und seine Gäste hat ihm das Herz abgefressen...
Pfisters Mühle, 1884
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Freitag, 8. März 2019

Otto E. aus E.

Neben Wilhelm Raabe stammt ein weiterer Schriftsteller aus Eschershausen.
Er fand ein kurze Würdigung in der Sonderbeilage des Täglichen Anzeigers Holzminden.

Ausriss aus dem TAH, 2019-Februar-28
Ende.

Dienstag, 26. Februar 2019

Radwanderer machen Stop im Museum

Ausriss aus dem TAH, 26. Februar 2019

Donnerstag, 21. Februar 2019

Städtischer Edelrost

Ein großes Angedenken

Wer sich einmal die kleine Mühe macht und das große Raabedenkmal am Schulzentrum besucht, erhält zum einen den hübschen Ausblick in die Brauhauskreuzung, und zum anderen einen Blick auf das überlebensgroße Kunstdenkmal (K. Sagebiel) und dessen grünliches Äußeres. 

Dieser Firnis (Schutzschicht) macht, bei genauer Betrachtung, einen recht fleckenhaften und schadhaften Eindruck. Es gibt zwar Restaurateure, die solche Patina pflegen können (z. B. Vera Fendel, Hannover, Haber&Brandner, Berlin), allgemein wird aber gesagt, dass solche Eisenflecken beim Guß durch die verwendeten eisernen Kernhalter entstehen können, die zwar normalerweise entfernt und mit Bronzeflicken überdeckt werden, aber Reste mögen erhalten bleiben und später als Rost zu sehen sein. Wichtig zu wissen ist, dass diese Patina auf einer Bronze automatisch entsteht und sich permanent verändert. Immerhin steht dieses Standbild seit 1931 ohne weiteren Oberflächenschutz an Ort und Stelle und wandelt sich dauernd, was man von unten aufblickend nicht wahrnehmen kann. 
Wie auch sonst bei Raabe, lohnt sich ein genauerer Blick in den Gegenstand.
 
Details des Raabedenkmals am Schulzentrum Eschershausen. 2018, ML
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Freitag, 8. Februar 2019

Raabeplakette 2019

Die Wilhelm-Raabeplakette der Stadt Eschershausen

Die Raabeplakette der Stadt
Eschershausen, 2019, ML.
als Ehrengabe angesiedelt zwischen der städtischen Ehrung und Ehrenbürgerwürde, ist in diesem Jahr zum sechsten Mal seit 2002 verliehen worden. Im Rahmen des Neujahrsempfanges der Stadt wurde Klaus-Günther Maischack damit ausgezeichnet. Vor vollem Haus würdigte Samtgemeindedirektor Wolfgang Anders und Bürgermeister Hermann Grupe damit das jahrzehntelange Wirken Maischacks für das Freibad Eschershausen. Unter seiner Leitung und unermüdlichen verantwortungsvollen Einsatz konnte der Freibadverein https://www.verein-freibad-eschershausen.de/ den Bürgern stets das Beste der Freibäder im Landkreis Holzminden zur Benutzung anbieten. Das geladene Publikum dankte stehend mit donnerndem Applaus dem Ehepaar Maischack.
Klaus-Günther Maischack, 2019, ML.
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Samstag, 2. Februar 2019

Raabe-Museum kramt in der Vergangenheit

Museumsleiterin Ingrid Reuther lädt zu einer neuen Ausstellung

Dem Raabe-Museum wurden vor einiger Zeit von privater Seite Akten mit dem Schriftverkehr aus den Jahren 1914/1942 der Geschäftsstelle des Braunschweigischen Amtsgerichts Eschershausen übergeben. Es handelt sich hier unter anderem um die Bestellung oder Beendigung einer Vormundschaft, überwiegend von Bürgern aus Scharfoldendorf. 

Konfirmationsurkunde 1912

Zu den ältesten Dokumenten gehören eine Konfirmationsurkunde aus dem Jahr 1913 von Heinrich Junge aus Eschershausen und das Dokument einer Vormundschaft von Rudolf Schläger, geboren am 1. August 1898 in Scharfoldendorf. Die Ausstellung präsentiert außerdem handschriftliche Briefe, Zeugnisse, Fotos und Urkunden von Bürgern aus Dielmissen, Scharfoldendorf und Eschershausen. 
Die Ausstellung beginnt am 10. Februar und kann zu den regulären Öffnungszeiten oder sonntags zwischen 14 und 17 Uhr besucht werden.
Ende.

Dienstag, 29. Januar 2019

Treffen der Raabegesellschaft

Die Raabegesellschaft Eschershausen hat ihre nächste Zusammenkunft am 


1. Februar 2019 
um 16 Uhr 

geplant. 
Wie zumeist, ist der 1. Freitag des Monats vereinbart worden, sich im Museum Raabe-Haus, Raabestraße Nr. 5, zu treffen und über Vereinsangelegenheiten, Neuerungen zu Raabe und anderer Literatur und der Samtgemeinde zu reden.
Gäste sind gerne willkommen - falls die Tür bereits verschlossen wurde, bitte am Türklopfer nachhaltig Lärm machen, damit dies im hinteren Klubzimmer gehört werden kann.
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Mittwoch, 9. Januar 2019

Hans Huckebein


Während eines Besuchs beim Literaturhistoriker Heinrich Spiero, der später Wilhelm Raabes aktivster Biograph wird, erfährt der Schriftsteller, daß Wilhelm Busch gestorben ist.
Wilhelm Busch *15. April 1832, 9. Januar 1908.
Raabe hat den Niedersachsen nicht sehr geschätzt. Er nannte dessen Erfolge einmal ein ethisches Armutszeugnis unseres Volkes, da sie alle auf der Schadenfreude beruhen.
Aus: Kurt Hoffmeister
„Mit Dinte, Feder und Papier“
Seite 162, Braunschweig 1999.

Gleichwohl ob dieser moralinsaueren Einschätzung trifft es sich, dass Wilhelm Busch dem Rabenvogel ein wunderbar gedichtetes und zeichnerisches Denkmal setzte und Raabes Pseudonym "Jakob Corvinus" (der kleine Rabe) damit als Verbindung dienen darf:


Hans Huckebein – der Unglücksrabe

So sehr sein Ende mich bewegt,
Ich durft‘ es anders nicht vermelden, –
Er stirbt – denn tragisch angelegt
War der Charakter dieses Helden.
Gar manches ist vorherbestimmt;
Das Schicksal führt ihn in Bedrängnis;

Doch wie er sich dabei benimmt,
Ist seine Schuld und nicht Verhängnis.
Drum bleibt‘s dabei! - Denn die Moral
ist hier kein leeres Wortgeklingel –
Und lebte er auch noch einmal,
Er bliebe doch der alte Schlingel!

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