Freitag, 22. Dezember 2017

Samstag, 9. Dezember 2017

Ein Buchgeschenk: Kleine Landeskunde

Falls Sie ein Buch verschenken möchten, welches vielschichtiges Wissen pointiert kurzweilig vermittelt und noch dazu unser Südniedersachsen behandelt, dann ist Ihnen dieses Werk empfohlen:
ISBN 978-3-95954-023-0 Verlag: Jörg Mitzkat
 Herausgeber: Landschaftsverband Südnds e.V.,
AG Südnds. Heimatforschung e.V.;
Gefördert: Klosterkammer H, VGH Stiftung,
Stiftung BS Kulturbesitz, Die BS Stiftung



In den Kapiteln
  • Geschichte 
  • Politik 
  • Bevölkerung 
  • Wirtschaft 
  • Verkehr / Umwelt / Energie
  • Religion
  • Bildung 
  • Kultur 
lernt auch der Einheimische, in welch spannender Gegend wir wohnen.

Besonders erfreulich:
Wilhelm Raabe sind knapp zwei (!) Seiten eingeräumt. 
Keine Selbstverständlichkeit in einem Kompendium wie diesem.

P.S.
Sich selbst zu beschenken, ist ja auch eine Option. 😌
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Dienstag, 28. November 2017

Ein zweijähriges Projekt fand seinen Abschluss

Das Wilhelm-Raabe Schulzentrum Eschershausen hat nun ZWEI außen deutlich sichtbare Raabe Andenken:
   - zum einen das bekannte große Bronzestandbild am Schulberg,
   - zum anderen das neu zugefügte Sandsteinrelief.

Der vor Ort vorkommende rote Buntsandstein des Reliefs passt farblich wunderbar zur  Gebäudefassade, und zusätzlich verstärkt das erhöht angebrachte Portrait den Eindruck, dass ein Haupteingang betreten wird, was das Schulgelände insgesamt aufwertet.
An seinem bisherigem Standort blickte das Werk 60 Jahre lang in den Morgenaufgang, nun kann es die dazugehörigen Sonnenuntergänge ansehen.

Raabes Konterfei hat - nach den Besuchern der Jugendherberge - jetzt wieder die Möglichkeit, den Schulbesuchern eine Erinnerung zu geben und, wenn es gut geht, vielleicht eines seiner Werke zu lesen oder, wenn es besonders gut geht, selbst Schriftsteller zu werden.

Bericht zur Einweihung: Ausriss aus Täglicher Anzeiger Holzminden.
Text und Fotos von Herrn Biel, Lenne.


Montag, 27. November 2017

Sohlwanderung 2017


Der Hils- und Verkehrsverein Grünenplan hat die diesjährige Sohlwanderung angekündigt:

Grünenplan, 17. Dezember 2017  

  9.00 Uhr   -Abmarsch von Lampes Parkplatz
10.00 Uhr   -Frühstück im Roten Fuchs
11.30 Uhr   -Abmarsch zum Raabeturm
12.00 Uhr   - Begrüßung und Turmrede, Raabeehrung am Denkmal
12.30 - 14.30 Uhr- Rückmarsch und Mittagessen in Lampes Posthotel

Kontakt: Prof. Krämer, Raabestr. 34, 31073 Delligsen, 05187/75177 

Donnerstag, 23. November 2017

Raabe-Literaturpreis 2017

Der stark beachtete
Raabe-Literaturpreis

wurde am 5. November 2017 in Braunschweig an Petra Morsbach vergeben.
Die Eschershäuser Ortsgruppe der Raabe-Gesellschaft wird seinen Mitgliedern, und natürlich auch den sehr gern gesehenen Gästen, im Raabe-Museum einen Mitschnitt des Deutschlandfunks präsentieren.
Informationen zum Zeitpunkt erhalten Sie vom Vorsitzenden Herrn Marahrens.

Samstag, 11. November 2017

Vor dem Fest ist die Arbeit gesetzt. 12. Nov. 2017

An diesem eisgrauen und winterkalten Samstagmittag erlaubte sich Familie Kuhlmann keine Wärmepause.
In Vorbereitung der Weihnachtszeit wurde eine Nordmanntanne aus Delligsen herangeschleppt, zurechtgeschnitten und auf den extra gefertigten Baumständer gesetzt. In einigen Tagen, wenn sich die Materialien zurecht geschüttelt haben, wird noch die Beleuchtung folgen und den zentralen Platz, hoffentlich zur Freude aller, schmücken.

Ratsfrau Ingrid Reuther fand diesjährig keine Mitstreiter, die den Raabebrunnen oder das Museum mit den bereitliegenden Dekorationen festlich schmücken - und muss sich nun in ihren überfälligen Jahresurlaub verabschieden.

So wird die Tanne wohl erstmalig der einzige Großschmuck in der Stadt sein, oder?
Vorfreude aufs Fest.

Präzision ist gefordert.

Gewichtig ist die Standsicherheit.
 
Ende.

Literatur an Ort und Stelle

Wer gerne Bücher liest, hat bestimmt schon einmal darüber nachgedacht, wer der Autor hinter dem Geschriebenen ist.
Wer richtig gerne Bücher liest, hat sicher schon einmal etwas über den Autoren in Erfahrung gebracht.
Wer besonders gerne Bücher eines Autoren liest, hat nun die Gelegenheit, seinen vielleicht Lieblingsautoren gründlich kennenzulernen: deutsche Literatur an Ort und Stelle.

Dies einzigartige Projekt erfordert Ihrerseits einige Tage Zeit, einige hundert Euro Finanzkraft und den besonderen Hunger auf Hintergrundwissen und etwas Einfühlungsvermögen. Der Lohn wird ein bestmögliches Verständnis zu Ihrem Wunschautoren sein und naheliegenderweise bekommen Sie Einblick in die Kunst des Schreibens.
Dass das Lesen-können-zwischen-den-Zeilen immer auch ein zeitliches Wissen voraussetzt, und das man diese Bezüge manchmal nur "an Ort und Stelle" bekommt, treibt dieses hochkarätige Programm an.
Erleben Sie Literatur mit allen Sinnen!

Literaturseminare - Flugblatt.

Angebotene Seminare in 2018:
  • Wedekind in München, 5-11. März, Berg am Starnberger See
  • Tucholsky in Rheinsberg, 18-23. März, Musikakademie Rheinsberg
  • Trakl in Salzburg, 2-7. April, Bremen
  • René Schickele im Elsaß, 15-20. April, Straßburg
  • Marx in Trier, 13-18 Mai, Bremen
  • Martin Walser am Bodensee, 27. Mai-1.Juni, Immenstaad
  • Grimmelshausen in der Ortenau, 24-29. Juni, Oberkirch-Gaisbach
  • Erich Kästner in Dresden, 8-13. Juli, Moritzburg
  • Sarah Kirsch in Wiepersdorf, 15-20. Juli, Diepholz
  • Lessing in Wolfenbüttel 29.Juli-3.August, Bremen
  • Horváth in Murnau, 13-17. August, Kochel am See
  • Ingeborg Bachmann in Wien, 26-31. August, Bremen
  • Anna Seghers in Mainz, 10-14. September, Bremen
  • Marieluise Fleißer in Ingolstadt, 23-28. September, Hohenwart
  • Ulla Hahn im Sauerland, 7-12. Oktober, Kirchhundem
  • Die Brüder Grimm im Habichtswald, 21-26. Oktober, Bad Wilhelmshöhe
  • Moritz Rinke in Worpswede, 12-16. November, Bremen
  • Uwe Timm in Hamburg, 25-30. November, Bremen/Hamburg
Dieser Artikel wurde inspiriert durch Herrn Höfflin, Lenne.
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    Freitag, 3. November 2017

    Anwerbung von Theaterbegeisterten

    Raabebühne auch 2018 aktiv - ab Januar ein neues Programm!

    Je nach Anzahl und Lust der Mitspieler wird ein Thema ausgesucht.
    Hier erst einmal der Aufruf, sich "einen Kopf" zu machen.
    Kurt Seitz nimmt ab sofort Anfragen an.
    Gemeinsam mit Ingrid Reuther wird dann die Saison eröffnet.
    Theaterwerbung
    Werbung für den Theaterspaß.

    Ende.

    Donnerstag, 12. Oktober 2017

    Aufführung mit Genuß

    Die Raabebühne hat wieder eine außergewöhnliche Aufführung zuwege gebracht:
    Leila und Madschnun.

    Das Schicksal zweier Liebenden, die nicht zusammenkommen durften, weil "die Anderen" das nicht leiden konnten, ist universell gültig und zeitlos - wie diese afghanische Erzählung bewies.
    In der überraschend kurzen, jedoch intensiv gespielten und mit opulent ausgestatteten Bühnenbild das Publikum fesselnde Aufführung, kam die ganze Tragik dieses Stoffes zur Geltung.
    Großer Applaus belohnte die Akteure, Regie und Mitarbeiter.
    Ingrid Reuther gab persönliche Erinnerungen darüber, wie man sich als Fremder in der Fremde fühlt, als nachdenkenswerten Hintergrund zur Kenntnis.
    Applaus für Mut und Leistung.
    Applaus belohnt den Mut und die Leistung der Theatergruppe.


    Die jungen afghanischen Darsteller (15 bis 25 Jahre) grüßten das Publikum auf Ihre Weise: zum Abschluss gab es für jeden Besucher eine kleine Teigtasche, die mit gewürzten Gemüse/Rindfleisch vorzüglich mundete und das Theatergespräch beflügelte.
    Diese Aufführung wird in Erinnerung bleiben.

    Donnerstag, 17. August 2017

    Ehrung von Professor Biegel zum 70igsten.


    Feierstunde in der Aula.
    Ausriss TAH vom 17-AUG-2017.

     

    Ende.

    Freitag, 4. August 2017

    Integrationsleistung durch Kultur - mit der Raabe-Bühne

    Seit Monaten treffen sich junge Flüchtlinge, um gemeinsam mit den Darstellern der RAABE BÜHNE zu singen und zu tanzen. Dabei steht jedoch nicht die Perfektion der Darbietung im Vordergrund, sondern Begeisterung und Spaß.
    Strahlende Augen und positive Momente kommen auf, wenn gemeinsam Tänze ausprobiert werden. „Wir tanzen sehr gern, aber in unserer Heimat wird in einem anderen Stil und zu einer anderen Musik getanzt“, schildern Ali und Pardis aus Afghanistan.
    Im Rahmen dieses wöchentlich stattfindenden Treffens, geht es auch dabei um Erarbeitung szenischer Darstellungen für das gemeinsame Stück „Leila und Madschnun“, das im Oktober bühnenreif aufgeführt werden soll. 
    Mitverantwortlich dafür, dass diese jungen Menschen aus Krisengebieten Theater spielen, tanzen und singen, ist Kurt Seitz, der ihnen eine musikalische Unterstützung ist. 
    „Singen und tanzen verbindet. Wir begegnen uns mit Respekt, Wertschätzung und achten die persönliche Würde jedes Einzelnen “, so Ingrid Reuther, die sich für die Integration dieser kleinen Gruppe engagiert.

    Das Bühnenteam.
    Das Team.

    Bereits am 11. August wird sich die Gruppe im Rahmen der Geburtstagsnachfeier und Würdigung von Prof. Dr. Gerd Biegel in der Aula der Wilhelm Raabe Schule öffentlich präsentieren.
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    Raabebühne: eine theatralische Erzählung im Oktober 2017

    Raabebühne - Junges Theater.

    Die Raabe Bühne Eschershausen präsentiert Junges Theater:
    Leila und Madschnun“
    Einetheatralische Erzählung frei nach dem persischen Dichter Nizami.
    Nizami geboren um 1141 im heutigen Aserbaidschan hinterließ den Persern eine der berühmtesten Liebesgeschichten: die Geschichte von „Leila und Madschnun“.
    "Leila und Madschnun" - dies ist das orientalische Gegenstück zu Shakespeares „Romeo und Julia“.
    Der junge Qeis und Leila lernen sich kennen und lieben, doch der Vater Leilas erlaubt die Ehe nicht. Darüber wird Qeis zum Madschnun „zum Wahnsinnigen“.
    Das Stück hat sich die junge Theatergruppe selbst erarbeitet und wird aus ihrer Sicht erzählt. Jaqueline Allerkamp und Pardis Badakhsch verkörpern das berühmteLiebespaar.
    Die Sprache dieser zauberhaften Geschichte einer unerfüllten Liebe ist orientalisch, sehr geschmückt, bunt und farbenfroh.
    Aufführungen finden aufgrund der vorgezogenen Landtagswahl nicht am 14. und 15. Oktober 2017, sondern vermutlich eine Woche vorher 7/8 Oktober in der Aula der Wilhelm-Raabe-Schule in Eschershausen statt. Kartenvorverkauf bei Kurt Seitz Tel. 05534/2676.
    Das "Liebespaar".
     
    Ende.

    Samstag, 15. Juli 2017

    LiLi zu Gast in der Raabestadt Eschershausen 15-JUL-2017

    Die fast schon 

     
    allsemesterliche Tradition gewordene

    Tagesexkursion der Fakultät für 
    Linguistik und Literaturwissenschaft 
    der Universität Bielefeld 


    ... und sehen wir uns nicht in dieser Welt, ...

    fand am 15. Juli 2017 statt. 

    Ziel dieser Exkursion war das Raabe Museum in Eschershausen.
    Nach einer geführten Besichtigung mit Einblicken in Raabes Leben anhand der authentischen Gegenstände, wurde anschließend im Vortragsraum Raabes Roman „Alte Nester“ (1880) diskutiert, welcher auch in der Wesergegend spielt.

    Bei dem vielstündigen Seminar (mit Selbstverpflegung im sommerlich warmen Museumshof) wurde Bezug genommen auf das im Roman thematisierte Verhältnis von Provinz (Holzminden) und Amerika („Neu-Minden“). Im Mittelpunkt stand u. a. die Frage, inwieweit hier Auswanderung und Rückkehr die heimatliche Provinz dynamisieren oder verklären. Aufgegriffen wurde – auch mit Blick auf andere Romane Raabes – die zeittypische Differenz von Großstadt und Provinz, von Globalisierung und vorindustrieller Heimat

    Zum Abschluss erfolgte eine Besichtigung der RAABESTADT Eschershausen.
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    Freitag, 5. Mai 2017

    Stadtspaziergang mit Schwerpunkt

     Die meisten Eschershäuser 

    nehmen den
    "Stadtspaziergang mit Wilhelm-Raabe" 
    schon gar nicht mehr so richtig wahr.
    Zum einen ist es sicher ein Gewöhnungseffekt, zum anderen meint man wohl, von Raabe überfüttert zu sein oder nichts mehr erwarten zu können?
    Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Stadtspaziergang in der Regel von Auswärtigen abgelaufen wird - mit dem GPS-Empfänger in der Hand.
    Dabei gibt es nicht nur attraktive Vorzüge für den Geocach-Sucher:
    • es ist ein Rundweg mit wirklich interessanter Streckenführung
    • er dauert maximal 1 Stunde auch für kleine Beine
    • es ist eine einfache Anreise und gutes Parken möglich.
    Im Mai 2017 wurde das städtische Kleinod aufpoliert, denn einige der dreizehn Schilder waren ramponiert und wurden neu beklebt, andere benötigten nur etwas Seife und Bürste.

    Hier zwei Vorher- Nachher Beispiele:
    Vorher
    Vorher
                  ↓                                        ↓
    Nachher
    Nachher


    => Gehen Sie diesen Weg einmal selbst, bevor andere Sie darauf ansprechen und Ihnen die Heimat erklären müssen 😏.
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    Samstag, 10. Dezember 2016

    Zeige was du hast - Schönes richtig ins Licht gesetzt.

    In der dunklen Jahreszeit

    zeigt sich, ob eine Stadt Wert auf Attraktivität legt:  
    die schönen Stellen gehören stimmungsvoll beleuchtet - so wie im eigenen Wohnzimmer.


    Tatsächlich war die in den 1980iger Jahren entstandene Beleuchtung vom Raabe-Denkmal und Raabe-Museum kaputt gegangen - und wie so oft: keiner hat es gesehen!
    Der Heimat- und Kulturverein konnte die Leuchtmittel mit moderner LED Technik erneuern lassen. Diese ist, da ohne Glühfäden, vibrationssicher gegen Rüttelschäden vom LKW-Verkehr, kommt mit geringeren Stromverbrauch aus und soll zudem eine höhere Lebenszeit aufweisen.
    Nun kommen diese die Stadtansicht prägenden Bauten in der Abendzeit wieder zur Geltung.
    Ein bisschen Atmosphäre zum Genießen der Abendstimmung kann Eschershausen somit wieder vorweisen - schauen Sie es sich einmal mit Freude an!
    Vor dem Austausch:

    Regenwasser in der Lampe
    Mit Regenwasser gefüllte Lampe knapp vor dem Kurzschluss.


    Nach dem Austausch:

    Raabe-Denkmal mit Aura.
    Das Raabe-Denkmal erstrahlt mit Aura.


    Mit besonderer Wirkung: die erhellte Museumsfassade 2016 im schönsten weihnachtlichen Putz:
    Museum Raabe-Haus Dezember 2016. ML
     

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    Mittwoch, 5. Oktober 2016

    Eine Komödie für Geister

    Noël Cowards 

    britisch-schwarz-humorige "Komödie für Geister" steht auf dem Spielplan der Raabebühne.

    Aufführungstermine sind am
    Samstag, 8. Oktober 2016 und Sonntag, 9. Oktober 2016,
    jeweils um 19:30 Uhr,
    in der Aula des Wilhelm-Raabe-Schulzentrums Eschershausen.

    Eine kurze Zusammenfassung dessen, was Sie erwarten wird:
    Der Schriftsteller Charles Condomine schreibt ein neues Buch, und da es um Spiritismus gehen soll, veranstaltet er zu Forschungszwecken bei sich zu Hause kurzerhand eine Séance.
    Passenderweise lebt gleich in der Nähe Madame Arcati, die von sich behauptet, mit der Geisterwelt in Verbindung zu stehen. Nachdem sich die Gäste im Anschluss an eine durchaus kurzweilige und ereignisreiche Séance verabschiedet haben, fällt Charles aus allen Wolken, sieht er sich doch unvermittelt mit dem Geist seiner verstorbenen Frau Elvira konfrontiert.
    Da nur Charles den Geist sehen und hören kann (Sie natürlich auch, wertes Publikum...), zweifelt Ruth, die neue Frau an seiner Seite, an seinem Geisteszustand. Charles wendet sich in seiner Verzweiflung an Madame Arcati und bittet diese, Elvira zu exorzieren.
    Doch Elvira lässt sich nicht so einfach wieder ins Jenseits abschieben und besteht auf ihren älteren Rechten. Charles steht nun zwischen seinen beiden Frauen, der lebenden und der verstorbenen...

    Ein turbulenter Abend voll mystischen Zaubers, rasant-unerwarteter Wendungen und trockenem britischem Humor erwartet Sie.

    Für spontan Entschlossene sind noch Karten an der Abendkasse zum Preis von 9,00 € pro Person zu erstehen. Reuther/Wendrich
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    Montag, 1. Dezember 2014

    Es war einmal - die Sohlfahrt.

    Ein Abgesang 

    auf eine lang gelebte Tradition, die viele andere Orte gerne hätten.
     
    2014
      



























    Tot gesagte leben länger, oder?
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    Mittwoch, 12. November 2014

    Die erste Frau Deutschlands – Ricarda Huch

    Ich hasste die Tyrannen und liebte die Rebellen,

    unter diesem Leitspruch referierte Professor Gerd Biegel in seinem letzten Vortrag am 7. November 2014 über eine  nach ihrem Tod fast vergessene Schriftstellerin und Historikerin, die Thomas Mann 1924 bewunderte und als "erste Frau Deutschlands, wahrscheinlich die erste Frau Europas" bezeichnete.
    Geboren am 18. Juli 1864 in Braunschweig, wuchs Octavia  Ricarda Huch wohlbehütet in einer geistig-künstlerisch aufgeschlossenen Tradition einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie auf. 1887 zog sie nach Zürich, um an der einzigen deutschsprachigen Universität, die zu dieser Zeit Frauen zum Studium zuließ, zu studieren. Innerhalb eines Jahres erwarb sie zunächst die Hochschulreife und konnte schließlich ihr Geschichtsstudium beginnen, das sie am 16. Juli 1891 als erste Frau in der Schweiz mit dem Diplomexamen  für das Höhere Lehramt abschloss, um dann am 18. Juli 1891 noch zu promovieren. In jenen frühen Jahren ging Ricarda Huch systematisch auf die Spurensuche nach den von ihr bevorzugten Rebellen, denen sie sich wesensverwandt sah. Es waren die Befreier aus Zwang, Unterdrückung und Konvention, die Ricarda Huch mit Leidenschaft liebte – ohne zu diesem Zeitpunkt wohl zu ahnen, wie sehr sie selbst einst aus Leidenschaft zur Rebellin gegen gesellschaftliche Normvorstellungen werden sollte mit ihrer leidenschaftlichen  Neigung zum Schwager und Vetter Richard Huch, die letztlich der Braunschweiger Gesellschaft nicht verborgen blieb.
    Engagiert im 1887 gegründeten Studentinnenverein, dessen Präsidentin sie für ein Semester war, kämpfte sie auch literarisch gegen frauenfeindliche Positionen und verfasste mit ihrer Freundin Salome Neunreiter eine „Kampfschrift“ mit dem Titel „Der Rachedolch“, „weil wir alle Schlechtigkeiten und Schwächen der Männer, die wir hier zu beobachten täglich ausgiebige Gelegenheit haben, darin aufzudecken“.
    Zu ihrer Zeit war sie berühmt und viel geachtet, saß neben Thomas Mann und Alfred Döblin als erste Frau in der Berliner Akademie der Künste, ihre Werke standen in den Bücherschränken der bürgerlichen Gesellschaft. Ricarda Huch starb 83jährig in Hessen. Ihr Grab ist auf dem Frankfurter Hauptfriedhof zu finden.

    Schlussbemerkung von Professor Dr. h.c. Biegel:
    „Gelesen werden muss sie, gedruckt werden müssen erneut ihre Werke, und die Universitäten und Schulen müssen sich noch mehr als bisher oder überhaupt der Rezeption ihrer Werke annehmen."
    Als ein Motiv und im Blick auf das heute gewählte Thema soll Ricarda Huch selbst zu Wort kommen, um die Frage „Literatin der Rebellen“ zu beantworten:
    „Ich war ein geborener Protestant mit einer Vorliebe für Revolutionen und Rebellionen - 
    Das Wort Freiheit war das Zauberwort, das mein Herz schrankenlos öffnete“
    – wer, bitte, will vor diesem Hintergrund sein Herz vor Ricarda Huch verschließen...? M. Wendrich
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    Samstag, 1. November 2014

    Raabemuseum Eschershausen im sozialen Netzwerk Facebook

    Werbung für die Raabebühne.

    Was einmal klein und experimentell als Repräsentanz der Raabebühne im Web 2.0 begonnen hatte, wurde in den vergangenen Wochen nach und nach zur zentralen Facebook-Adresse für kulturell Interessierte aus dem Raum Eschershausen und Umgebung ausgebaut.
    „Wir wurden beim Kartoffelbratfest angesprochen, ob wir nicht einmal eine Facebookseite für das Raabemuseum einrichten möchten“, erinnert sich Markus Wendrich, 2. Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins in Eschershausen.
    Zunächst scheiterte die Umsetzung am Zeitmangel. „Während meines Urlaubs ließ mich die Idee nicht mehr los, gerade weil eine zeitgemäße Ansprache potenziell Interessierter zunehmend an Bedeutung gewinnt“, so Markus Wendrich weiter.
    Flugs wurde die bereits im Oktober 2013 gegründete und einem sehr kleinen, erlesenen Kreis bereits vertraute Repräsentanz der Raabebühne in die Seite „Raabemuseum Eschershausen“ umgewandelt und erweitert. Hier soll künftig gezielt auf Aktivitäten im Raabemuseum, aber auch auf andere kulturelle Veranstaltungen in der Raabestadt aufmerksam gemacht werden.

    Derzeitiger Schwerpunkt ist die Werbung für das bevorstehende Theaterwochenende der Raabebühne, die am 1. und 2. November ihr Stück „Muscheldiekuschel“ aufführen wird. Hier gibt es kleine, exklusive Einblicke in die Vorbereitung der Inszenierung und sympathische, kurze Statements über das Leben „hinter den Kulissen“.

    „Ihre „Volljährigkeit“ hat die Seite mit 18 „Likes“ bereits erreicht“, freut sich Museumsleiterin Ingrid Reuther und hofft nun auf zahlreiche weitere Kulturbeflissene, die sich via Facebook informieren und zu Veranstaltungen einladen lassen möchten.

    Nachtrag: 
    Nach nur 30 Einträgen in vier Jahren haben wir die Seite im Januar 2018 abgeschaltet. Unser Thema eignet sich offensichtlich nicht so gut für das umtriebige Facebook.
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    Mittwoch, 15. Oktober 2014

    30 Jahre Raabebühne Eschershausen

    Die Raabebühne jubiliert.

    Im Oktober 2014 feiert die Eschershäuser Raabebühne ihr 30jähriges Gründungsjubiläum.
    Anlass genug, diesen langen Zeitraum bürgerschaftlichen Engagements zur Bereicherung der Kulturlandschaft weit über die Grenzen der Stadt Eschershausen hinaus zu würdigen.

    Alles begann 1984 – die Initiative, eine Theatergruppe zu gründen, ging von Ingrid und Horst Reuther sowie Gisela Höhne aus. An interessierten Mitspielerinnen und Mitspielern mangelte es nicht, mit viel Ehrgeiz und Idealismus ging die Gruppe an die Realisierung ihres ersten Theaterprojekts heran. Die erste Aufführung des Stückes „Die fröhlichen Geister“ im Jahr 1986 war ein Riesenerfolg, mit dem trotz harter Arbeit im Vorfeld niemand so recht rechnen mochte.
    Über viele Jahre konnte die damalige Laienspielgruppe des MTSV Eschershausen mit einem Repertoire von Bauernschwänken, Volksstücken, Krimis, Boulevardkomödien und auch durchaus anspruchsvollen Musicals schöne Erfolge verbuchen. Einige Zeit nach der Herauslösung der Gruppe aus dem Verbund des MTSV folgten die ersten Inszenierungen  aus dem Werk Wilhelm Raabes und die Umbenennung der Gruppe in „Raabebühne Eschershausen“.
    „Die Wackerhahnsche“ bildete mit einer sehr erfolgreichen Adaption als Bühnenstück und ihrer Inszenierung im Sommer 2005 den Auftakt, es folgten die anlässlich des 175. Geburtstags Wilhelm Raabes „Die Gänse von Bützow“ 2006 sowie „Abu Telfan“ im Frühjahr 2008, die den Ruf der Raabebühne als kulturell ernstzunehmende Gruppe festigten. Nicht zu vergessen die alljährlich traditionell und liebevoll inszenierten Märchen zu Weihnachten, mit denen sich die Raabebühne weit über die Grenzen Eschershausen hinweg ein Markenzeichen gesetzt hat.

    Wie auch in allen anderen Vereinen zu beobachten ist, fehlt es auch bei der Raabebühne am Nachwuchs. Für die nächste Neuproduktion sucht die Raabebühne weibliche und männliche Darsteller aus allen Altersgruppen, die Sprechtexte oder stumme Rollen übernehmen. Mangelnde Erfahrungen sollten hier keinen Hinderungsgrund darstellen, zahlreiche Persönlichkeiten, die oft jahrelang der Raabebühne und der Schauspielerei die Treue hielten, sind über den Weg des Ausprobierens zu ihrer „Hobby-Theaterkarriere“ gekommen und haben sie mit viel Engagement und Spielfreude gelebt. Auch hinter den Kulissen bietet die Spielgemeinschaft Entfaltungsmöglichkeiten für idealistische, kreativ gesinnte Personen, welche die eingesetzte Technik betreuen, Requisiten oder Kostüme anfertigen und nicht zuletzt auch Kulissen bauen.
    Ansprechpartner für Interessierte ist der Vorstand der Gruppe, bestehend aus Ingrid Reuther, Kurt Seitz und Markus Wendrich.
    Zunächst heißt es aber am 1. und 2. November, jeweils um 20:00 Uhr in der Aula des Wilhelm-Raabe-Schulzentrums Eschershausen, „Vorhang auf“ für eine Komödie namens „Muscheldiekuschel“, frei nach dem Bühnenstück „Wie du mir, so ich dir“ von Edeltraut Müller, die für fröhliche und abwechslungsreiche Stunden sorgen wird.
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    Rückblick auf den Vortrag vom 10.10.2014: "Wer kann es wenden"

    Vortrag im Raabemuseum.

    Die „Biegel-Vorträge“ des Heimat und Kulturvereins Eschershausen e.V. im Raabemuseum - dieses Markenzeichen hat sich mittlerweile so weit herumgesprochen, dass die interessierten Besucherinnen und Besucher sogar aus der weiteren Umgebung anreisen.

    So musste kürzlich Ingrid Reuther noch jede Menge Stühle herbeischaffen. Im Vortrag von Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein ging es diesmal um Raabes Novelle „Wer kann es wenden“.

    Aus der Besprechung des Romans: Am 14. Januar 1859 findet sich im Tagebuch Raabes der Name Rosa Wolke. Es war der Titel eines geplanten Großstadtromans. Am 16. März 1859 wandte sich der Prager Verleger Kober an Raabe und bat ihn um einen Beitrag für sein „Album“. Diese Anfrage beflügelte Raabes Schaffenskunst. An seinen Berliner Verleger Glaser schrieb er: "Kober in Prag hat mir sehr liebenswürdig geschrieben und ich muss gestehen, ein Roman in seinem „Album“, der in 3000 Exemplaren abgesetzt wird, könnte der Verbreitung meines Namens nur förderlich sein."

    Statt nun aber an der Konzeption des großen Romans festzuhalten, entzog sich Raabe der eingegangenen Verpflichtung, er stellte die termingerechte Ablieferung des Romans in Frage. Kober beklagte sich in einem Brief vom 16. September 1859 über Raabes Verhalten.

    Raabe notiert im Tagebuch am 17. September 1859: "Böser Brief von Kober" und am 23. September schrieb er ein: "Beendigung von „Wer kann es wenden“".

    Die Handlung in diesem Roman ist freilich alltäglich genug: ein früh verwaistes junges Menschenkind, das einsam in einer unbarmherzigen Welt dasteht, nur auf den Schutz eines treuen  Gesellen angewiesen, geht wie Tausende ihresgleichen an der Verführung durch einen gewissenlosen adligen Nichtstuer zugrunde.

    Die Gestaltung der Bilder jedoch, die Raabe aus dieser Handlung herausgegriffen hat, erreicht eine Höhe, wie er sie vorher nur selten erstieg. Die schwermütige Symbolik des dunklen, durch die große Stadt dahingleitenden Stromes, die köstliche Darstellung von Heinrich Knispels, die pathetische Selbstdarstellung des unseligen Schauspielers Wolke und zuletzt das stille Hinübergleiten Röschens, das alles zeigt in einer Verflechtung allein schon die Lebenstiefe eines großen Schriftstellers.

    Professor Dr. Biegel und Frau Dr. Klein verstanden es ausgezeichnet, ein Vortragsthema so zu verknüpfen, dass es zu keinem Zeitpunkt langweilig, sondern im Gegenteil höchst lebend wird. Raabes Novelle“ Wer kann es wenden“, verdient es gelesen zu werden.
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    Samstag, 25. Januar 2014

    Alle Jahre wieder - die Sohlfahrten.

    Ein Rückblick auf einige Sohlfahrten.

    Wer selbst noch keine Sohlfahrt / Sohlwanderung mitgemacht hat, findet hier Wissenswertes.
    Eine kleine Anzahl von Berichten aus dem Täglichen Anzeiger Holzminden.


    1996

    1996

    1994

    1994


    1989


    1986

    1984
     
    1984

    1984
    1958
    1958 
    -.-

    Montag, 4. November 2013

    Dümmer als die Polizei erlaubt: "Zwei wie Bonnie und Clyde"

    Raabebühne mit Krimi.

    Wer kennt sie nicht, Bonnie Parker und Clyde Barrow, das berüchtigte Gangsterpärchen, das mit einer Reihe spektakulärer Banküberfälle ganz Amerika in Atem hielt?

    Manni und Chantal sind überzeugt: “Was die konnten, können wir auch!“ und ziehen los, um das ganz große Ding zu drehen. Doch jeder Plan hat seine Tücken und die stecken bekanntlich im Detail. Aber Manni und Chantal wären nicht "Zwei wie Bonnie und Clyde", wenn sie sich davon entmutigen lassen würden.

    Kurt Seitz und Ingrid Reuther brillierten am 19. und 20. Oktober 2013 in der Aula der Wilhelm-Raabe-Schule Eschershausen als dilettantisches Verbrecherpaar, das dümmer war als die Polizei erlaubt und von einem Missgeschick ins nächste stolperte. Sie provozierten mit krimineller und komödiantischer Energie auf der Bühne manche Lachsalve des Publikums, das - völlig zu Recht - einforderte: "Bitte künftig mehr davon!" Dem Wunsche kann entsprochen werden...


    Kurt Seitz und Ingrid Reuther sind "Zwei wie Bonnie und Clyde".
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    Donnerstag, 17. Oktober 2013

    Donnerstag, 13. Dezember 2012

    Weihnachtsvortrag und -lesung beendet Veranstaltungsjahr 2012

    Weihnachten im Raabemuseum 2012

    Der Heimat- und Kulturverein Eschershausen e.V. hatte am 07.12.2012 zu einem Vortrag  von Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel in das Eschershäuser Raabemuseum eingeladen.

    Zur Abrundung und Ergänzung des weihnachtlich gehaltenen Vortragsthemas "Weihnachten im Werk Wilhelm Raabes" hatte sich das Lese-Quartett der Raabebühne Raabes „Weihnachtsgeister" ausgesucht. Unter den vielen christlichen Festen, großen und kleinen, die in Raabes Werk vorkommen, spielt Weihnachten die größte Rolle. Die „Weihnachtsgeister“, die 1857 entstanden sind, geben sogar den Stoff der Handlung ab. Es ist eine merkwürdig schillernde Beschreibung des Weihnachtsabends zweier Junggesellen bei dampfender Punschbowle und in Anwesenheit einer alten Kinderpuppe. Diese entpuppt sich als zaubermächtige Elfe und indem sie mit beiden über die nächtliche Stadt hin schwebt, zeigt sie ihnen das Fest.

    Sozialkritische Töne klingen an und am Schluss vereinen sich alle Konfessionen in dem Bekenntnis zu dem Kind, welches in jener Nacht geboren wurde.

    Nicht von ungefähr - es ist das Fest der Kinder mit Spielzeug und Zuckerwerk, der bunten Bilder und der goldenen Früchte, des Tannenbaums im Kerzenschimmer. Tief verschneit liegt die Welt, und über ihr erklingen die Glocken.

    Mit diesem Vortrag und durch das Gitarrenspiel von Kurt Seitz wurden die zahlreichen Besucherinnen und Besucher auf  Prof. Gerd Biegels Vortrag „Weihnachten bei Raabe“ besinnlich eingestimmt.

    v.l.:  Markus Wendrich und Kurt Seitz als wunderliche Junggesellen Weitenweber und Hinkelmann in der Weihnachtswunderwelt

    v.l.: Frohwalt Hempel, Markus Wendrich, Herta Wolf, Prof. Dr. h.c. Gerhard Biegel, Ingrid Reuther und Kurt Seitz

    Zuhörerinnen und Zuhörer der Vortragsveranstaltung
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    Montag, 12. November 2012

    Bitterböse Komödie: Der Gott des Gemetzels

    Dass der Mensch böse sei,

    ist vom Erkenntniswert her betrachtet, nichts fundamtental Neues. Nun ist es allerdings so, dass die Wohlerzogenheit, die Zivilisation, die ursprüngliche Wildheit des Menschen gleich einer dünnen Tünche bedeckt. In welche Richtung sich Menschen entwickeln können, wenn dieser dünne Film Risse bekommt, das durften die Besucherinnen und Besucher der Raabebühne Eschershausen am 10. und 11. November 2012 jeweils um 20:00 Uhr in der Aula der Wilhelm-Raabe-Schule hautnah mitbekommen.

    "Der Gott des Gemetzels" klingt zunächst nach dem Titel eines billigen Splattermovies, doch mitnichten: Den Zuschauer erwartete eine bitterböse Komödie der französischen Schauspielerin und Schriftstellerin Yasmina Reza, bei der einem so manches Mal das Lachen ob eines unerwarteten Wiedererkennungswertes im Halse stecken bleiben mochte.
    Zur Handlung: Zwei Jungen haben sich draußen im Park geprügelt, unter Zuhilfenahme eines Stocks und zwar dermaßen heftig, dass zwei Schneidezähne eines Kontrahenten dabei auf der Strecke blieben.
    Wie es sich für gebildete, kultivierte, wohlanständige Menschen geziemt, musste der Vorfall glaubhaft für die Versicherung dokumentiert werden. Eines Nachmittags besuchte demzufolge das Ehepaar Reille, Elternpaar des "Schlägers" die Familie Houillé, Eltern des "Opfers". Zunächst blieben die Elternpaare streng im Rahmen dessen, was gemeinhin von gebildeten, kultivierten Menschen verlangt wird - Zurückhaltung, sorgfältige Höflichkeitsfloskeln dominierten das Bild.
    Nach und nach schlich sich bei Wirtschaftsanwalt Alain, Vater des "Täters" (zynischer Schwadroneur: Markus Wendrich), ein gewisser Unmut über die "überproblematisierende" Herangehensweise von Véronique, Mutter des "Opfers" (verkörpert durch Ingrid Reuther, die als überbesorgte Mutter zahlreiche Facetten ihres schauspielerischen Könnens präsentieren konnte), ein.
    Dadurch bedingt dauerte es nicht lange, dass auch Michel (in komödiantisch bewährter Weise gespielt von Kurt Seitz), nach eigenem Bekunden "Choleriker reinstens Wassers", allmählich zu lautstarker, destruktiver Hochform auflief, was nun auch die zunächst sehr reservierte "Tätermutter" Annette (beeindruckend in der subtil ansteigenden Intensität gespielt von Andrea Ide) immer mehr in Rage brachte, was letztlich in ein "Finale Furioso" samt ersäuftem Handy und demolierten Tulpensträußen mündete.
    Unterstützt wurden die Akteure durch Souffleuse und Conférencieuse Annegret Gömann, Souffleur Jakob Weibert, Techniker Ralf Witzorrek, der auch einen DVD-Mitschnitt des Stückes anfertigte sowie das bewährte Bar-Team, bestehend aus Herta Wolf, Margret Hartmann und Siegfried Leßmann. Besonderer Dank gebührt auch Monika Geweke vom Kosmetiksalon cosmedicalcare Heidi Sprafke, Lüerdissen, als Maskenbildnerin und Ingrid Edelmann, die als Kassiererin fungierte.

    Knapp zwei Stunden lang unterhielten die Schauspielerinnen und Schauspieler der Raabebühne das sichtlich amüsierte Eschershäuser Publikum, das nach den Vorstellungen auch voll des Lobes für die schauspielerischen Leistungen war.
    Für die Cineasten unter Ihnen: Das Theaterstück wurde bereits außerordentlich erfolgreich verfilmt, und zwar von Roman Polanski. Eine Filmkritik des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" finden Sie an dieser Stelle: Klick mich

    In gewisser Weise passend dazu äußerte Wilhelm Raabe einst:
    "Wir tragen eben den Frieden wie ein Gewand, 
    an dem wir vorn flicken, 
    während es hinten reißt. 
    Der Stoff hält sich eben nicht." 

    Raabe dürfte es um eine globalere Sicht der Dinge gegangen sein, gleichwohl gilt: Wie im Großen, so auch im Kleinen. 
    M. Wendrich
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    Donnerstag, 30. August 2012

    Krimiabend im Garten des Raabemuseums

    Theater im Raabemuseum.

    Ein milder, sonniger Sommerabend, handverlesene zeitgenössische Kriminalliteratur und ein gut gelauntes, aufmerksames und aufgeschlossenes Publikum - das waren die Ingredienzen, aus denen Ingrid Reuther und ihre Raabebühne am 29.08.2012 eine gelungene Veranstaltung kreierten.

    Zum Auftakt gab es ein - nicht ganz zur Jahreszeit passendes - schwarzhumoriges Adventsgedicht des im vergangenen Jahr leider verblichenen Altmeisters Loriot, das den erzählerischen Spannungsbogen vom Waldidyll zum Mord am Förster anlässlich des Nikolausabends knüpft.

    Britta Uhde übernahm im Anschluss mit der Kurzgeschichte "Das Brotmesser" von Martina Eick den ersten Part der kriminalistischen Erzählungen - absolut glaubwürdig trug sie die aus der Perspektive einer Ich-Erzählerin geschilderten unerfreulichen Ereignisse, angefangen bei einer versuchten Vergewaltigung, einem daraus resultierenden Todesfall und endend mit einem gewissen "Befreiungsschlag" für die mehr oder minder trauernden Hinterbliebenen, vor.

    Das folgende Foto zeigt, wie sich das Publikum sich durchaus bereitwillig in den Bann der Geschichte ziehen ließ.

    
    Britta Uhde und Publikum, Kurzgeschichte "Das Brotmesser"
     Nach einer gelungenen musikalischen Einlage von Kurt Seitz wurde der Krimiabend mit der Kurzinterpretation des Einakters "Die Rache" von Curt Goetz fortgesetzt. Hier wussten die Ensemblemitglieder der Raabebühne ihre schauspielerischen Qualitäten auszuleben, wie das kommende Foto beweist.

    Markus Wendrich und Kurt Seitz (v.l.) bei der szenischen Lesung der "Rache" von Curt Goetz
    Abgeschlossen wurde der erzählerische Reigen mit der zeitgenössischen Kurzgeschichte "Der Tote am Tor" von Axel Baumgart, der seinen Kommissar Haberkorn im Frankfurter Bankenmilieu ermitteln ließ. Die dynamische Vortragsweise von Markus Wendrich ließ auch hier keine Langeweile aufkommen.

    Weitere musikalische Einlagen sowie einige kulinarische Appetithäppchen samt der gereichten Getränke sorgten für eine entspannte Atmosphäre, die von allen Anwesenden als sehr angenehm aufgenommen und gewürdigt wurde.

    Abschlussfoto mit "Leiche", v.l.n.r.: Britta Uhde, Ingrid Reuther, Markus Wendrich und Kurt Seitz
    Das Ensemble der Raabebühne freute sich darüber, allen anwesenden Gästen einen schönen Abend bereitet zu haben. Nach diversen personellen Veränderungen hoffen die Darsteller, ihren Besuchern auch zukünftig zahlreiche gelungene Veranstaltungen bieten zu können.
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    Mittwoch, 25. Juli 2012

    Willkommen!

    Manchmal ist es besser, Dinge zu vereinfachen.

    Das dachte sich auch der Vorstand des Eschershäuser Heimat- und Kulturvereins (HKV). Warum mit viel Aufwand drei verschiedene Internetpräsenzen vorhalten, die nur mit viel Zeit, Kosten und Mühen „am Laufen“ gehalten werden können?
    Diese Seite übernimmt ab sofort die Nachfolge der bisherigen offiziellen Info-Website des Heimat- und Kulturvereins Eschershausen e.V. zu Wilhelm Raabe, (wilhelm-raabe.net vom 16. Mai 2004).
    Auf unseren Seiten können Sie den bekanntesten Sohn der Stadt Eschershausen näher kennen lernen und werden auf dem aktuellsten Stand der Aktivitäten rund um Wilhelm Raabe gehalten, die ursprünglich anlässlich seines 175. Geburtstages am 8. September 2006 initiiert wurden. Zwar ist das Raabe-Jubiläum inzwischen längst Vergangenheit, die Veranstaltungen zu diesem bedeutenden Literaten werden jedoch weiterhin fortgesetzt.

    Schauen Sie doch einfach einmal wieder bei uns vorbei, wir freuen uns über Ihren Besuch!
    Herzlichst, Ihr Markus Wendrich 25.07.2012
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    Montag, 29. November 2010

    Rotkäppchen als Instant-Märchen

    Raabebühne mit Rotkäppchen.

    Zum 1. Adventswochenende 2010 führte die Eschershäuser Raabebühne das beliebte Märchen „Rotkäppchen“ der Gebrüder Grimm auf.

    Premiere war am Freitag, 26. November 2010, um 15:00 Uhr für die Kindergärten, weitere Aufführungen folgten am Samstag, 27. November um 16:00 Uhr sowie am Sonntag, 28. November um 15:00 Uhr. Die Aufführungen fanden wie gewohnt in der Aula der Wilhelm-Raabe-Schule statt.

    Im Rahmen des Eschershäuser Kartoffelbratfestes war es dem Ensemble der Raabebühne gelungen, die Hauptdarstellerin des Stückes, Nadine Machaj, anzuwerben, die ein erfolgreiches Debüt als "Rotkäppchen" gab.

    Nadine Machaj als Rotkäppchen

    "In diesem Fall hat sich die verwendete Textvorlage ausnahmsweise als wenig brauchbar erwiesen", merkte Markus Wendrich nach der Aufführung kritisch an.
    "Es war aufgrund der Kürze der Zeit, die für die Proben aufgewendet werden konnte, nicht vorhersehbar, dass die Aufführungen mit einer durchschnittlichen Dauer von 30 Minuten deutlich kürzer gerieten als ursprünglich vorgesehen. Entschuldigung, liebe Besucherinnen und Besucher, das können wir besser und werden wir künftig auch wieder besser machen, Ehrenwort!".
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    Mittwoch, 27. Oktober 2010

    Komödie: "Die graue Maus"

    Raabebühne zeitlos.

    Die Komödie, die sich die Raabebühne Eschershausen als Projekt für die Herbstspielzeit 2010 ausgesucht hat, war eine zeitlose Charakterstudie; eine Farce, in der menschliches Verhalten überspitzt gezeigt wurde.

    Mit viel Einfühlungsvermögen beschrieben die Autoren Philip King und Falkland Cary die Arbeitsatmosphäre im Kontor der "Feldmann Futter & Körner KG".
    Hauptpersonen waren der Büroleiter Herr Müller-Boysen, die ältliche Sekretärin Fräulein Gertrud Wendler und der Büroangestellte Herr Blume.
    Der gewohnte Bürotrott erfuhr eine dramatische Veränderung durch die Nachricht, dass die Nichte Fräulein Wendlers, Fräulein Doris Petersen, von einem Mann verfolgt und beinahe belästigt wurde. Sie besuchte ihre Tante im Büro und glaubte anhand von Herrn Blumes Stimme und Habitus den Mann wiederzuerkennen, der sie am Vorabend verfolgt hatte.

    Das Stück zeigte auf höchst amüsante Weise, wie sich die gesamte Belegschaft des Kontors und vor allem, wie sich Herr Blume, die „graue Maus“, die unter normalen Umständen von ihrer Umgebung kaum wahrgenommen wurde, angesichts des schlimmen Verdachts verhielt.

    Turbulente Verwicklungen, rasante Wendungen und urkomische Situationen waren Charakteristika dieser absolut sehenswerten Inszenierung, deren Aufführungen am Samstag, 23. Oktober und am Sonntag, 24. Oktober 2010 jeweils um 20 Uhr in der Aula der Wilhelm-Raabe-Schule in Eschershausen recht gut besucht waren und auch Anklang beim Publikum fanden.
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