Freitag, 27. April 2018
Freitag, 9. März 2018
Raabische Termine in Braunschweig März/April 2018
Donnerstag, 8. März 2018
W.R. gilt schon seit langem als einer ...
Dieses Zitat von Gabriele Henkel aus dem Jahr 2000 findet sich im erhellenden Aufsatz von Jesko Reiling: W. Raabe und der "Zauberspuk" - verschiedene Formen der Volkspoesie im Werk Raabes.
Darin bilanziert der Autor statistische Zählwerte aus der Raabeforschung und beleuchtet, dass Sagen im damaligen Volksmund präsenter waren als heute und in Raabes Dichtkunst (und anderer) als Stütze der Handlung, Fingerzeig in die Lebenskunst und als atmosphärisches Mittel gerne genutzt wurden. Der Hinweis, dass der heutige Raabeleser auf jeden Fall ein Fremdwörterbuch und hier und da ein Englisch-, Französisch-, Latein-, Griechisch-, Herkunftswörterbuch bereitliegen haben sollte, wird jeder beherzigen, der in Raabes Werk eintaucht. Das mancher zeitgeschichtlicher Hintergrund und dessen innere Bedeutung für die Dichtung auch damals nicht sofort sichtbar wurde, ist weniger Ärgernis, sondern eher ein Rätselspass und Anspruch an die dauernde Fortbildung des Lesenden.
Wie sagt Professor Biegel so schön: "Raabe muss erarbeitet werden!"
Den vollständigen Aufsatz finden Sie im
oder im Buchhandel: ISSN 0075-2371 vom W. de Gruyter Verlag.
Donnerstag, 1. März 2018
Steht die RAABE – BÜHNE Eschershausen vor dem Aus?
Freitag, 2. Februar 2018
Nicht nur der Schriftsteller Kubel wohnte hier.
Hier ein heimatkundlicher Bericht des TAH von 1984.
Ein Abbild aus 2014:
Montag, 15. Januar 2018
Fingerzeig im Besucherbuch
Besonders der letzte Satz ist uns Ansporn für die Zukunft!
Freitag, 22. Dezember 2017
Dienstag, 19. Dezember 2017
Samstag, 9. Dezember 2017
Ein Buchgeschenk: Kleine Landeskunde
- Geschichte
- Politik
- Bevölkerung
- Wirtschaft
- Verkehr / Umwelt / Energie
- Religion
- Bildung
- Kultur
Besonders erfreulich:
Wilhelm Raabe sind knapp zwei (!) Seiten eingeräumt.
Keine Selbstverständlichkeit in einem Kompendium wie diesem.
P.S.
Sich selbst zu beschenken, ist ja auch eine Option. 😌
Dienstag, 28. November 2017
Ein zweijähriges Projekt fand seinen Abschluss
- zum einen das bekannte große Bronzestandbild am Schulberg,
- zum anderen das neu zugefügte Sandsteinrelief.
Der vor Ort vorkommende rote Buntsandstein des Reliefs passt farblich wunderbar zur Gebäudefassade, und zusätzlich verstärkt das erhöht angebrachte Portrait den Eindruck, dass ein Haupteingang betreten wird, was das Schulgelände insgesamt aufwertet.
An seinem bisherigem Standort blickte das Werk 60 Jahre lang in den Morgenaufgang, nun kann es die dazugehörigen Sonnenuntergänge ansehen.
Raabes Konterfei hat - nach den Besuchern der Jugendherberge - jetzt wieder die Möglichkeit, den Schulbesuchern eine Erinnerung zu geben und, wenn es gut geht, vielleicht eines seiner Werke zu lesen oder, wenn es besonders gut geht, selbst Schriftsteller zu werden.
Bericht zur Einweihung: Ausriss aus Täglicher Anzeiger Holzminden.
Text und Fotos von Herrn Biel, Lenne.
Montag, 27. November 2017
Sohlwanderung 2017
Der Hils- und Verkehrsverein Grünenplan hat die diesjährige Sohlwanderung angekündigt:
Donnerstag, 23. November 2017
Raabe-Literaturpreis 2017
wurde am 5. November 2017 in Braunschweig an Petra Morsbach vergeben.
Die Eschershäuser Ortsgruppe der Raabe-Gesellschaft wird seinen Mitgliedern, und natürlich auch den sehr gern gesehenen Gästen, im Raabe-Museum einen Mitschnitt des Deutschlandfunks präsentieren.
Informationen zum Zeitpunkt erhalten Sie vom Vorsitzenden Herrn Marahrens.
Samstag, 11. November 2017
Vor dem Fest ist die Arbeit gesetzt. 12. Nov. 2017
Ratsfrau Ingrid Reuther fand diesjährig keine Mitstreiter, die den Raabebrunnen oder das Museum mit den bereitliegenden Dekorationen festlich schmücken - und muss sich nun in ihren überfälligen Jahresurlaub verabschieden.
So wird die Tanne wohl erstmalig der einzige Großschmuck in der Stadt sein, oder?
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| Vorfreude aufs Fest. |
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| Präzision ist gefordert. |
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| Gewichtig ist die Standsicherheit. |
Literatur an Ort und Stelle
Wer richtig gerne Bücher liest, hat sicher schon einmal etwas über den Autoren in Erfahrung gebracht.
Wer besonders gerne Bücher eines Autoren liest, hat nun die Gelegenheit, seinen vielleicht Lieblingsautoren gründlich kennenzulernen: deutsche Literatur an Ort und Stelle.
Dies einzigartige Projekt erfordert Ihrerseits einige Tage Zeit, einige hundert Euro Finanzkraft und den besonderen Hunger auf Hintergrundwissen und etwas Einfühlungsvermögen. Der Lohn wird ein bestmögliches Verständnis zu Ihrem Wunschautoren sein und naheliegenderweise bekommen Sie Einblick in die Kunst des Schreibens.
Dass das Lesen-können-zwischen-den-Zeilen immer auch ein zeitliches Wissen voraussetzt, und das man diese Bezüge manchmal nur "an Ort und Stelle" bekommt, treibt dieses hochkarätige Programm an.
Erleben Sie Literatur mit allen Sinnen!
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| Literaturseminare - Flugblatt. |
Angebotene Seminare in 2018:
- Wedekind in München, 5-11. März, Berg am Starnberger See
- Tucholsky in Rheinsberg, 18-23. März, Musikakademie Rheinsberg
- Trakl in Salzburg, 2-7. April, Bremen
- René Schickele im Elsaß, 15-20. April, Straßburg
- Marx in Trier, 13-18 Mai, Bremen
- Martin Walser am Bodensee, 27. Mai-1.Juni, Immenstaad
- Grimmelshausen in der Ortenau, 24-29. Juni, Oberkirch-Gaisbach
- Erich Kästner in Dresden, 8-13. Juli, Moritzburg
- Sarah Kirsch in Wiepersdorf, 15-20. Juli, Diepholz
- Lessing in Wolfenbüttel 29.Juli-3.August, Bremen
- Horváth in Murnau, 13-17. August, Kochel am See
- Ingeborg Bachmann in Wien, 26-31. August, Bremen
- Anna Seghers in Mainz, 10-14. September, Bremen
- Marieluise Fleißer in Ingolstadt, 23-28. September, Hohenwart
- Ulla Hahn im Sauerland, 7-12. Oktober, Kirchhundem
- Die Brüder Grimm im Habichtswald, 21-26. Oktober, Bad Wilhelmshöhe
- Moritz Rinke in Worpswede, 12-16. November, Bremen
- Uwe Timm in Hamburg, 25-30. November, Bremen/Hamburg
Freitag, 3. November 2017
Anwerbung von Theaterbegeisterten
Je nach Anzahl und Lust der Mitspieler wird ein Thema ausgesucht.
Hier erst einmal der Aufruf, sich "einen Kopf" zu machen.
Kurt Seitz nimmt ab sofort Anfragen an.
Gemeinsam mit Ingrid Reuther wird dann die Saison eröffnet.
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| Werbung für den Theaterspaß. |
Donnerstag, 12. Oktober 2017
Aufführung mit Genuß
Leila und Madschnun.
Das Schicksal zweier Liebenden, die nicht zusammenkommen durften, weil "die Anderen" das nicht leiden konnten, ist universell gültig und zeitlos - wie diese afghanische Erzählung bewies.
In der überraschend kurzen, jedoch intensiv gespielten und mit opulent ausgestatteten Bühnenbild das Publikum fesselnde Aufführung, kam die ganze Tragik dieses Stoffes zur Geltung.
Großer Applaus belohnte die Akteure, Regie und Mitarbeiter.
Ingrid Reuther gab persönliche Erinnerungen darüber, wie man sich als Fremder in der Fremde fühlt, als nachdenkenswerten Hintergrund zur Kenntnis.
| Applaus belohnt den Mut und die Leistung der Theatergruppe. |
Diese Aufführung wird in Erinnerung bleiben.
Montag, 21. August 2017
Donnerstag, 17. August 2017
Freitag, 4. August 2017
Integrationsleistung durch Kultur - mit der Raabe-Bühne
| Das Team. |
Raabebühne: eine theatralische Erzählung im Oktober 2017
Raabebühne - Junges Theater.
Samstag, 15. Juli 2017
LiLi zu Gast in der Raabestadt Eschershausen 15-JUL-2017
Die fast schon
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| ... und sehen wir uns nicht in dieser Welt, ... |
fand am 15. Juli 2017 statt.
Ziel dieser Exkursion war das Raabe Museum in Eschershausen.
Nach einer geführten Besichtigung mit Einblicken in Raabes Leben anhand der authentischen Gegenstände, wurde anschließend im Vortragsraum Raabes Roman „Alte Nester“ (1880) diskutiert, welcher auch in der Wesergegend spielt.
Zum Abschluss erfolgte eine Besichtigung der RAABESTADT Eschershausen.
Freitag, 5. Mai 2017
Stadtspaziergang mit Schwerpunkt
Die meisten Eschershäuser
Zum einen ist es sicher ein Gewöhnungseffekt, zum anderen meint man wohl, von Raabe überfüttert zu sein oder nichts mehr erwarten zu können?
Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Stadtspaziergang in der Regel von Auswärtigen abgelaufen wird - mit dem GPS-Empfänger in der Hand.
Dabei gibt es nicht nur attraktive Vorzüge für den Geocach-Sucher:
- es ist ein Rundweg mit wirklich interessanter Streckenführung
- er dauert maximal 1 Stunde auch für kleine Beine
- es ist eine einfache Anreise und gutes Parken möglich.
Hier zwei Vorher- Nachher Beispiele:
| Vorher |
| Vorher |
| Nachher |
| Nachher |
=> Gehen Sie diesen Weg einmal selbst, bevor andere Sie darauf ansprechen und Ihnen die Heimat erklären müssen 😏.
Samstag, 10. Dezember 2016
Zeige was du hast - Schönes richtig ins Licht gesetzt.
In der dunklen Jahreszeit
Tatsächlich war die in den 1980iger Jahren entstandene Beleuchtung vom Raabe-Denkmal und Raabe-Museum kaputt gegangen - und wie so oft: keiner
hat es gesehen!
Der Heimat- und Kulturverein konnte die Leuchtmittel mit moderner LED Technik erneuern lassen. Diese ist, da ohne Glühfäden, vibrationssicher gegen Rüttelschäden vom LKW-Verkehr, kommt mit geringeren Stromverbrauch aus und
soll zudem eine höhere Lebenszeit aufweisen.
Nun kommen diese die Stadtansicht prägenden Bauten in der Abendzeit wieder zur
Geltung.
Ein bisschen Atmosphäre zum Genießen der Abendstimmung kann Eschershausen somit wieder vorweisen - schauen Sie es sich einmal mit Freude an!
Vor dem Austausch:
Mit Regenwasser gefüllte Lampe knapp vor dem Kurzschluss.
Nach dem Austausch:

Das Raabe-Denkmal erstrahlt mit Aura.
Mittwoch, 5. Oktober 2016
Eine Komödie für Geister
Noël Cowards
Aufführungstermine sind am
Samstag, 8. Oktober 2016 und Sonntag, 9. Oktober 2016,
jeweils um 19:30 Uhr,
in der Aula des Wilhelm-Raabe-Schulzentrums Eschershausen.
Eine kurze Zusammenfassung dessen, was Sie erwarten wird:
Der Schriftsteller Charles Condomine schreibt ein neues Buch, und da es um Spiritismus gehen soll, veranstaltet er zu Forschungszwecken bei sich zu Hause kurzerhand eine Séance.
Passenderweise lebt gleich in der Nähe Madame Arcati, die von sich behauptet, mit der Geisterwelt in Verbindung zu stehen. Nachdem sich die Gäste im Anschluss an eine durchaus kurzweilige und ereignisreiche Séance verabschiedet haben, fällt Charles aus allen Wolken, sieht er sich doch unvermittelt mit dem Geist seiner verstorbenen Frau Elvira konfrontiert.
Da nur Charles den Geist sehen und hören kann (Sie natürlich auch, wertes Publikum...), zweifelt Ruth, die neue Frau an seiner Seite, an seinem Geisteszustand. Charles wendet sich in seiner Verzweiflung an Madame Arcati und bittet diese, Elvira zu exorzieren.
Doch Elvira lässt sich nicht so einfach wieder ins Jenseits abschieben und besteht auf ihren älteren Rechten. Charles steht nun zwischen seinen beiden Frauen, der lebenden und der verstorbenen...
Ein turbulenter Abend voll mystischen Zaubers, rasant-unerwarteter Wendungen und trockenem britischem Humor erwartet Sie.
Für spontan Entschlossene sind noch Karten an der Abendkasse zum Preis von 9,00 € pro Person zu erstehen. Reuther/Wendrich
Montag, 1. Dezember 2014
Mittwoch, 12. November 2014
Die erste Frau Deutschlands – Ricarda Huch
Ich hasste die Tyrannen und liebte die Rebellen,
unter diesem Leitspruch referierte Professor Gerd Biegel in seinem letzten Vortrag am 7. November 2014 über eine nach ihrem Tod fast vergessene Schriftstellerin und Historikerin, die Thomas Mann 1924 bewunderte und als "erste Frau Deutschlands, wahrscheinlich die erste Frau Europas" bezeichnete.Geboren am 18. Juli 1864 in Braunschweig, wuchs Octavia Ricarda Huch wohlbehütet in einer geistig-künstlerisch aufgeschlossenen Tradition einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie auf. 1887 zog sie nach Zürich, um an der einzigen deutschsprachigen Universität, die zu dieser Zeit Frauen zum Studium zuließ, zu studieren. Innerhalb eines Jahres erwarb sie zunächst die Hochschulreife und konnte schließlich ihr Geschichtsstudium beginnen, das sie am 16. Juli 1891 als erste Frau in der Schweiz mit dem Diplomexamen für das Höhere Lehramt abschloss, um dann am 18. Juli 1891 noch zu promovieren. In jenen frühen Jahren ging Ricarda Huch systematisch auf die Spurensuche nach den von ihr bevorzugten Rebellen, denen sie sich wesensverwandt sah. Es waren die Befreier aus Zwang, Unterdrückung und Konvention, die Ricarda Huch mit Leidenschaft liebte – ohne zu diesem Zeitpunkt wohl zu ahnen, wie sehr sie selbst einst aus Leidenschaft zur Rebellin gegen gesellschaftliche Normvorstellungen werden sollte mit ihrer leidenschaftlichen Neigung zum Schwager und Vetter Richard Huch, die letztlich der Braunschweiger Gesellschaft nicht verborgen blieb.
Engagiert im 1887 gegründeten Studentinnenverein, dessen Präsidentin sie für ein Semester war, kämpfte sie auch literarisch gegen frauenfeindliche Positionen und verfasste mit ihrer Freundin Salome Neunreiter eine „Kampfschrift“ mit dem Titel „Der Rachedolch“, „weil wir alle Schlechtigkeiten und Schwächen der Männer, die wir hier zu beobachten täglich ausgiebige Gelegenheit haben, darin aufzudecken“.
Zu ihrer Zeit war sie berühmt und viel geachtet, saß neben Thomas Mann und Alfred Döblin als erste Frau in der Berliner Akademie der Künste, ihre Werke standen in den Bücherschränken der bürgerlichen Gesellschaft. Ricarda Huch starb 83jährig in Hessen. Ihr Grab ist auf dem Frankfurter Hauptfriedhof zu finden.
Schlussbemerkung von Professor Dr. h.c. Biegel:
„Gelesen werden muss sie, gedruckt werden müssen erneut ihre Werke, und die Universitäten und Schulen müssen sich noch mehr als bisher oder überhaupt der Rezeption ihrer Werke annehmen."
Als ein Motiv und im Blick auf das heute gewählte Thema soll Ricarda Huch selbst zu Wort kommen, um die Frage „Literatin der Rebellen“ zu beantworten:
Samstag, 1. November 2014
Raabemuseum Eschershausen im sozialen Netzwerk Facebook
Werbung für die Raabebühne.
Was einmal klein und experimentell als Repräsentanz der Raabebühne im Web 2.0 begonnen hatte, wurde in den vergangenen Wochen nach und nach zur zentralen Facebook-Adresse für kulturell Interessierte aus dem Raum Eschershausen und Umgebung ausgebaut.„Wir wurden beim Kartoffelbratfest angesprochen, ob wir nicht einmal eine Facebookseite für das Raabemuseum einrichten möchten“, erinnert sich Markus Wendrich, 2. Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins in Eschershausen.
Zunächst scheiterte die Umsetzung am Zeitmangel. „Während meines Urlaubs ließ mich die Idee nicht mehr los, gerade weil eine zeitgemäße Ansprache potenziell Interessierter zunehmend an Bedeutung gewinnt“, so Markus Wendrich weiter.
Flugs wurde die bereits im Oktober 2013 gegründete und einem sehr kleinen, erlesenen Kreis bereits vertraute Repräsentanz der Raabebühne in die Seite „Raabemuseum Eschershausen“ umgewandelt und erweitert. Hier soll künftig gezielt auf Aktivitäten im Raabemuseum, aber auch auf andere kulturelle Veranstaltungen in der Raabestadt aufmerksam gemacht werden.
Derzeitiger Schwerpunkt ist die Werbung für das bevorstehende Theaterwochenende der Raabebühne, die am 1. und 2. November ihr Stück „Muscheldiekuschel“ aufführen wird. Hier gibt es kleine, exklusive Einblicke in die Vorbereitung der Inszenierung und sympathische, kurze Statements über das Leben „hinter den Kulissen“.
„Ihre „Volljährigkeit“ hat die Seite mit 18 „Likes“ bereits erreicht“, freut sich Museumsleiterin Ingrid Reuther und hofft nun auf zahlreiche weitere Kulturbeflissene, die sich via Facebook informieren und zu Veranstaltungen einladen lassen möchten.
Nachtrag:
Nach nur 30 Einträgen in vier Jahren haben wir die Seite im Januar 2018 abgeschaltet. Unser Thema eignet sich offensichtlich nicht so gut für das umtriebige Facebook.
Mittwoch, 15. Oktober 2014
30 Jahre Raabebühne Eschershausen
Die Raabebühne jubiliert.
Im Oktober 2014 feiert die Eschershäuser Raabebühne ihr 30jähriges Gründungsjubiläum.Anlass genug, diesen langen Zeitraum bürgerschaftlichen Engagements zur Bereicherung der Kulturlandschaft weit über die Grenzen der Stadt Eschershausen hinaus zu würdigen.
Alles begann 1984 – die Initiative, eine Theatergruppe zu gründen, ging von Ingrid und Horst Reuther sowie Gisela Höhne aus. An interessierten Mitspielerinnen und Mitspielern mangelte es nicht, mit viel Ehrgeiz und Idealismus ging die Gruppe an die Realisierung ihres ersten Theaterprojekts heran. Die erste Aufführung des Stückes „Die fröhlichen Geister“ im Jahr 1986 war ein Riesenerfolg, mit dem trotz harter Arbeit im Vorfeld niemand so recht rechnen mochte.
Über viele Jahre konnte die damalige Laienspielgruppe des MTSV Eschershausen mit einem Repertoire von Bauernschwänken, Volksstücken, Krimis, Boulevardkomödien und auch durchaus anspruchsvollen Musicals schöne Erfolge verbuchen. Einige Zeit nach der Herauslösung der Gruppe aus dem Verbund des MTSV folgten die ersten Inszenierungen aus dem Werk Wilhelm Raabes und die Umbenennung der Gruppe in „Raabebühne Eschershausen“.
„Die Wackerhahnsche“ bildete mit einer sehr erfolgreichen Adaption als Bühnenstück und ihrer Inszenierung im Sommer 2005 den Auftakt, es folgten die anlässlich des 175. Geburtstags Wilhelm Raabes „Die Gänse von Bützow“ 2006 sowie „Abu Telfan“ im Frühjahr 2008, die den Ruf der Raabebühne als kulturell ernstzunehmende Gruppe festigten. Nicht zu vergessen die alljährlich traditionell und liebevoll inszenierten Märchen zu Weihnachten, mit denen sich die Raabebühne weit über die Grenzen Eschershausen hinweg ein Markenzeichen gesetzt hat.
Wie auch in allen anderen Vereinen zu beobachten ist, fehlt es auch bei der Raabebühne am Nachwuchs. Für die nächste Neuproduktion sucht die Raabebühne weibliche und männliche Darsteller aus allen Altersgruppen, die Sprechtexte oder stumme Rollen übernehmen. Mangelnde Erfahrungen sollten hier keinen Hinderungsgrund darstellen, zahlreiche Persönlichkeiten, die oft jahrelang der Raabebühne und der Schauspielerei die Treue hielten, sind über den Weg des Ausprobierens zu ihrer „Hobby-Theaterkarriere“ gekommen und haben sie mit viel Engagement und Spielfreude gelebt. Auch hinter den Kulissen bietet die Spielgemeinschaft Entfaltungsmöglichkeiten für idealistische, kreativ gesinnte Personen, welche die eingesetzte Technik betreuen, Requisiten oder Kostüme anfertigen und nicht zuletzt auch Kulissen bauen.
Ansprechpartner für Interessierte ist der Vorstand der Gruppe, bestehend aus Ingrid Reuther, Kurt Seitz und Markus Wendrich.
Zunächst heißt es aber am 1. und 2. November, jeweils um 20:00 Uhr in der Aula des Wilhelm-Raabe-Schulzentrums Eschershausen, „Vorhang auf“ für eine Komödie namens „Muscheldiekuschel“, frei nach dem Bühnenstück „Wie du mir, so ich dir“ von Edeltraut Müller, die für fröhliche und abwechslungsreiche Stunden sorgen wird.
Rückblick auf den Vortrag vom 10.10.2014: "Wer kann es wenden"
Vortrag im Raabemuseum.
Die „Biegel-Vorträge“ des Heimat und Kulturvereins Eschershausen e.V. im Raabemuseum - dieses Markenzeichen hat sich mittlerweile so weit herumgesprochen, dass die interessierten Besucherinnen und Besucher sogar aus der weiteren Umgebung anreisen.So musste kürzlich Ingrid Reuther noch jede Menge Stühle herbeischaffen. Im Vortrag von Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel und Dr. Angela Klein ging es diesmal um Raabes Novelle „Wer kann es wenden“.
Aus der Besprechung des Romans: Am 14. Januar 1859 findet sich im Tagebuch Raabes der Name Rosa Wolke. Es war der Titel eines geplanten Großstadtromans. Am 16. März 1859 wandte sich der Prager Verleger Kober an Raabe und bat ihn um einen Beitrag für sein „Album“. Diese Anfrage beflügelte Raabes Schaffenskunst. An seinen Berliner Verleger Glaser schrieb er: "Kober in Prag hat mir sehr liebenswürdig geschrieben und ich muss gestehen, ein Roman in seinem „Album“, der in 3000 Exemplaren abgesetzt wird, könnte der Verbreitung meines Namens nur förderlich sein."
Statt nun aber an der Konzeption des großen Romans festzuhalten, entzog sich Raabe der eingegangenen Verpflichtung, er stellte die termingerechte Ablieferung des Romans in Frage. Kober beklagte sich in einem Brief vom 16. September 1859 über Raabes Verhalten.
Raabe notiert im Tagebuch am 17. September 1859: "Böser Brief von Kober" und am 23. September schrieb er ein: "Beendigung von „Wer kann es wenden“".
Die Handlung in diesem Roman ist freilich alltäglich genug: ein früh verwaistes junges Menschenkind, das einsam in einer unbarmherzigen Welt dasteht, nur auf den Schutz eines treuen Gesellen angewiesen, geht wie Tausende ihresgleichen an der Verführung durch einen gewissenlosen adligen Nichtstuer zugrunde.
Die Gestaltung der Bilder jedoch, die Raabe aus dieser Handlung herausgegriffen hat, erreicht eine Höhe, wie er sie vorher nur selten erstieg. Die schwermütige Symbolik des dunklen, durch die große Stadt dahingleitenden Stromes, die köstliche Darstellung von Heinrich Knispels, die pathetische Selbstdarstellung des unseligen Schauspielers Wolke und zuletzt das stille Hinübergleiten Röschens, das alles zeigt in einer Verflechtung allein schon die Lebenstiefe eines großen Schriftstellers.
Professor Dr. Biegel und Frau Dr. Klein verstanden es ausgezeichnet, ein Vortragsthema so zu verknüpfen, dass es zu keinem Zeitpunkt langweilig, sondern im Gegenteil höchst lebend wird. Raabes Novelle“ Wer kann es wenden“, verdient es gelesen zu werden.
Samstag, 25. Januar 2014
Alle Jahre wieder - die Sohlfahrten.
Montag, 4. November 2013
Dümmer als die Polizei erlaubt: "Zwei wie Bonnie und Clyde"
Raabebühne mit Krimi.
Wer kennt sie nicht, Bonnie Parker und Clyde Barrow, das berüchtigte Gangsterpärchen, das mit einer Reihe spektakulärer Banküberfälle ganz Amerika in Atem hielt?Manni und Chantal sind überzeugt: “Was die konnten, können wir auch!“ und ziehen los, um das ganz große Ding zu drehen. Doch jeder Plan hat seine Tücken und die stecken bekanntlich im Detail. Aber Manni und Chantal wären nicht "Zwei wie Bonnie und Clyde", wenn sie sich davon entmutigen lassen würden.
Kurt Seitz und Ingrid Reuther brillierten am 19. und 20. Oktober 2013 in der Aula der Wilhelm-Raabe-Schule Eschershausen als dilettantisches Verbrecherpaar, das dümmer war als die Polizei erlaubt und von einem Missgeschick ins nächste stolperte. Sie provozierten mit krimineller und komödiantischer Energie auf der Bühne manche Lachsalve des Publikums, das - völlig zu Recht - einforderte: "Bitte künftig mehr davon!" Dem Wunsche kann entsprochen werden...
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| Kurt Seitz und Ingrid Reuther sind "Zwei wie Bonnie und Clyde". |
Donnerstag, 17. Oktober 2013
Donnerstag, 13. Dezember 2012
Weihnachtsvortrag und -lesung beendet Veranstaltungsjahr 2012
Weihnachten im Raabemuseum 2012
Der Heimat- und Kulturverein Eschershausen e.V. hatte am 07.12.2012 zu einem Vortrag von Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel in das Eschershäuser Raabemuseum eingeladen.Zur Abrundung und Ergänzung des weihnachtlich gehaltenen Vortragsthemas "Weihnachten im Werk Wilhelm Raabes" hatte sich das Lese-Quartett der Raabebühne Raabes „Weihnachtsgeister" ausgesucht. Unter den vielen christlichen Festen, großen und kleinen, die in Raabes Werk vorkommen, spielt Weihnachten die größte Rolle. Die „Weihnachtsgeister“, die 1857 entstanden sind, geben sogar den Stoff der Handlung ab. Es ist eine merkwürdig schillernde Beschreibung des Weihnachtsabends zweier Junggesellen bei dampfender Punschbowle und in Anwesenheit einer alten Kinderpuppe. Diese entpuppt sich als zaubermächtige Elfe und indem sie mit beiden über die nächtliche Stadt hin schwebt, zeigt sie ihnen das Fest.
Sozialkritische Töne klingen an und am Schluss vereinen sich alle Konfessionen in dem Bekenntnis zu dem Kind, welches in jener Nacht geboren wurde.
Nicht von ungefähr - es ist das Fest der Kinder mit Spielzeug und Zuckerwerk, der bunten Bilder und der goldenen Früchte, des Tannenbaums im Kerzenschimmer. Tief verschneit liegt die Welt, und über ihr erklingen die Glocken.
Mit diesem Vortrag und durch das Gitarrenspiel von Kurt Seitz wurden die zahlreichen Besucherinnen und Besucher auf Prof. Gerd Biegels Vortrag „Weihnachten bei Raabe“ besinnlich eingestimmt.
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| v.l.: Markus Wendrich und Kurt Seitz als wunderliche Junggesellen Weitenweber und Hinkelmann in der Weihnachtswunderwelt |
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| v.l.: Frohwalt Hempel, Markus Wendrich, Herta Wolf, Prof. Dr. h.c. Gerhard Biegel, Ingrid Reuther und Kurt Seitz |
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| Zuhörerinnen und Zuhörer der Vortragsveranstaltung |
Montag, 12. November 2012
Bitterböse Komödie: Der Gott des Gemetzels
Dass der Mensch böse sei,
"Der Gott des Gemetzels" klingt zunächst nach dem Titel eines billigen Splattermovies, doch mitnichten: Den Zuschauer erwartete eine bitterböse Komödie der französischen Schauspielerin und Schriftstellerin Yasmina Reza, bei der einem so manches Mal das Lachen ob eines unerwarteten Wiedererkennungswertes im Halse stecken bleiben mochte.
Zur Handlung: Zwei Jungen haben sich draußen im Park geprügelt, unter Zuhilfenahme eines Stocks und zwar dermaßen heftig, dass zwei Schneidezähne eines Kontrahenten dabei auf der Strecke blieben.
Wie es sich für gebildete, kultivierte, wohlanständige Menschen geziemt, musste der Vorfall glaubhaft für die Versicherung dokumentiert werden. Eines Nachmittags besuchte demzufolge das Ehepaar Reille, Elternpaar des "Schlägers" die Familie Houillé, Eltern des "Opfers". Zunächst blieben die Elternpaare streng im Rahmen dessen, was gemeinhin von gebildeten, kultivierten Menschen verlangt wird - Zurückhaltung, sorgfältige Höflichkeitsfloskeln dominierten das Bild.
Nach und nach schlich sich bei Wirtschaftsanwalt Alain, Vater des "Täters" (zynischer Schwadroneur: Markus Wendrich), ein gewisser Unmut über die "überproblematisierende" Herangehensweise von Véronique, Mutter des "Opfers" (verkörpert durch Ingrid Reuther, die als überbesorgte Mutter zahlreiche Facetten ihres schauspielerischen Könnens präsentieren konnte), ein.
Dadurch bedingt dauerte es nicht lange, dass auch Michel (in komödiantisch bewährter Weise gespielt von Kurt Seitz), nach eigenem Bekunden "Choleriker reinstens Wassers", allmählich zu lautstarker, destruktiver Hochform auflief, was nun auch die zunächst sehr reservierte "Tätermutter" Annette (beeindruckend in der subtil ansteigenden Intensität gespielt von Andrea Ide) immer mehr in Rage brachte, was letztlich in ein "Finale Furioso" samt ersäuftem Handy und demolierten Tulpensträußen mündete.
Unterstützt wurden die Akteure durch Souffleuse und Conférencieuse Annegret Gömann, Souffleur Jakob Weibert, Techniker Ralf Witzorrek, der auch einen DVD-Mitschnitt des Stückes anfertigte sowie das bewährte Bar-Team, bestehend aus Herta Wolf, Margret Hartmann und Siegfried Leßmann. Besonderer Dank gebührt auch Monika Geweke vom Kosmetiksalon cosmedicalcare Heidi Sprafke, Lüerdissen, als Maskenbildnerin und Ingrid Edelmann, die als Kassiererin fungierte.
Knapp zwei Stunden lang unterhielten die Schauspielerinnen und Schauspieler der Raabebühne das sichtlich amüsierte Eschershäuser Publikum, das nach den Vorstellungen auch voll des Lobes für die schauspielerischen Leistungen war.
Für die Cineasten unter Ihnen: Das Theaterstück wurde bereits außerordentlich erfolgreich verfilmt, und zwar von Roman Polanski. Eine Filmkritik des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" finden Sie an dieser Stelle: Klick mich
In gewisser Weise passend dazu äußerte Wilhelm Raabe einst:
"Wir tragen eben den Frieden wie ein Gewand,an dem wir vorn flicken,während es hinten reißt.Der Stoff hält sich eben nicht."



































